CfP | „Fontanes Finessen”, Poetologische Archäologie in einem Meisterwerk des literarischen Verbergens

Theodor Fontane (Gemälde von Carl Breitbach) © Wikipedia

 

Für eine Tagung, die Ende 2020 am Germanistischen Institut der Universität Szeged/Ungarn stattfinden soll, erwartet das Institut exemplarische Werkanalysen. Die Beiträge sollen 20 Minuten nicht übersteigen. Bitte senden Sie bis zum 30. Januar ein kurzes Exposé im Umfang von ca. 250 Wörtern an: fontanesfinessen@gmail.com.

Kurzexposé

Neuer Literaturpreis in Memoriam Rolf Bossert ins Leben gerufen

 

Um das Andenken an den viel zu früh verstorbenen Dichter Rolf Bossert (1952–1986) und sein Werk wachzuhalten, hat eine Gruppe von Schriftstellern, Literaturwissenschaftlern und Journalisten den „Rolf-Bossert-Gedächtnispreis “ gegründet.

Der Preis wird alljährlich im Rahmen der Deutschen Literaturtage in Reschitza/Reșița, Rumänien, verliehen, die vom 26. bis 29. März 2020 zum 30. Mal ausgetragen werden. Er ist mit 1.000,- EUR dotiert und wird durch private Spenden finanziert.

Erwartet werden namentlich gekennzeichnete deutschsprachige unveröffentlichte Texte – bis zu fünf Gedichte oder Aphorismen bzw. bis fünf DIN-A4-Seiten Kurz-/Minimalprosa, einzusenden jährlich bis zum 17. Februar (Rolf Bosserts Todestag) an die Deutsche „Alexander Tietz “-Bibliothek Reschitza/Biblioteca Germană „Alexander Tietz“ Reșița, Bd. Revolutia din Decembrie Nr. 22, RO-320086 Reșița und im pdf- oder Word-Format an die Mailadresse: contact@erwinjoseftigla.ro

Georg Aescht (Spiegelungen) für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert

“Die Liebe zu Gott, zum eigenen Volk und zur schönen Ilona: Wie der Krieg die Gefühle auf die Spitze treibt und den einzelnen innerlich zerreißt, zeigt diese Neuübersetzung. Zwischen expressionistischem Furor und stotternder Verzweiflung trifft sie stets den Ton”
(Jury-Begründung)

 

Die Preisverleihung findet am Donnerstag, den 21. März, auf der Buchmesse in Leipzig statt.

 

Georg Aescht ist für seine Übersetzung von Liviu Rebreanus Der Wald der Gehenkten für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. Aescht hat den Roman, der 2018 bei Zsolnay erschienen ist, aus dem Rumänischen neu übersetzt.

Georg Aescht, geboren 1953 im siebenbürgischen Zeiden und 1984 in die BRD ausgewandert, arbeitet als Übersetzer aus dem Rumänischen und Französischen, Publizist, Herausgeber rumäniendeutscher Literatur und Redakteur bei der Stiftung Deutsche Kultur im östlichen Europa in Bonn. Er übersetzte u.a. Gellu Naum, Norman Manea und Mihail Sebastian.

 

Über das Buch

Erster Weltkrieg: An der russischen Front wird ein Soldat hingerichtet. Man hatte ihn überführt, als er zum Feind überlaufen wollte. Leutnant Apostol Bologa aus Siebenbürgen ist unter den Mitgliedern des Kriegsgerichts, das für das Urteil verantwortlich ist. Ein Jahr später wird Bologa selbst unter dem Galgen stehen, angeklagt der Desertion, weil er sich weigerte, auf seine eigenen Landsleute schießen zu lassen. Er opfert sich und verliert alles – seine Familie, seine Karriere, seine Liebe zu Ilona. Mit epischer Wucht und suggestiver Kraft zeichnet Liviu Rebreanu das Schicksal seines eigenen Bruders nach – ein Klassiker der Weltliteratur aus Rumänien und eine große Wiederentdeckung.

Liviu Rebreanu wurde 1885 in Tarlisua (Siebenbürgen) geboren und starb 1944 in Valea Mare (Rumänien). Er arbeitete als Dramatiker und Journalist. Der Wald der Gehenkten erschien im Original 1922 und wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt.

 

Der Preis der Leipziger Buchmesse wird seit 2005 in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung vergeben und ist mit insgesamt 60.000 Euro dotiert.

Buchvorstellung: Donauschwaben – Deutsche Siedler in Südosteuropa

Am Donnerstag, dem 15. November, findet im Donauschwäbischen Zentralmuseum (DZM) um 19 Uhr die Vorstellung des Buches “Donauschwaben – Deutsche Siedler in Südosteuropa” mit den Autoren Gerhard Seewann und Michael Portmann und Harald Roth (Direktor des Deutschen Kulturforums östliches Europa) statt.

Endlich gibt es eine kompakte Darstellung der Geschichte aller Donauschwaben von der Ansiedlung bis in die Gegenwart. Auf knapp 400 Seiten haben die Historiker Gerhard Seewann und Michael Portmann ein leicht zu lesendes Handbuch mit zahlreichen Abbildungen und Karten verfasst, das den aktuellen Forschungsstand wiedergibt. Das Buch behandelt alle Siedlungsgebiete und ordnet die Geschichte der Deutschen zwischen Budapest und Belgrad in die großen politischen und gesellschaftlichen Strömungen der letzten drei Jahrhunderte ein. Ein kleines, aber wichtiges Kapitel europäischer Geschichte!

Von Ulm aus fuhren im 18. Jahrhundert regelmäßig Schiffe flussabwärts. Menschen, die sich im südöstlichen Mitteleuropa eine bessere Zukunft versprachen, ließen sich einschiffen. Die meisten stammten aus den südwestlichen Ländern des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation. Ihr Ziel war das Königreich Ungarn. Die Einwanderer nannte man unabhängig von ihrer Herkunft “Schwaben”. Nach 1918 gehörten diese nun “Donauschwaben” genannten Gruppen drei verschiedenen Staaten an. Ab 1944 verloren Hunderttausende durch Flucht, Vertreibung und Deportation ihr Zuhause, Tausende ihr Leben. Ein Großteil fand in Süddeutschland Zuflucht. Die Verbliebenen bilden heute aktive deutsche Minderheiten in ihren Heimatstaaten.

Weitere Informationen zur Vorstellung sowie zum Buch finden Sie im Flyer des DZM (PDF-Datei).

Vortrag und Buchvorstellung: Vlad III. Țepeș („der Pfähler“) Drăculea – vom Fürsten der Walachei zum berühmtesten Rumänen

 

Das Generalkonsulat von Rumänien in München lädt am 16. November 2018 zum Vortrag mit Buchvorstellung „Vlad III. Țepeș (‚der Pfähler‘) Drăculea – vom Fürsten der Walachei zum berühmtesten Rumänen“ aus der wissenschaftlichen Reihe „Corpul Draculianum“. Die Veranstaltung beginnt um 17:00 Uhr im Kultursaal des Generalkonsulats, Richard-Strauß Str. 149, 81679 München.

Der Vortrag zeichnet die Biografie Vlad Drăculeas zwischen Geschichte und Mythos nach und berichtet über aufsehenerregende Neuigkeiten zum Fürsten aus dem internationalen Forschungsprojekt „Corpul Draculianum“. Im Anschluss sind die Gäste herzlich zu einer Ausstellung historischer Waffen aus der Herrschaftszeit Vlad Drăculeas geladen, die vom Auktionshaus Hermann Historica organisiert wurde.

Anmeldung an munchen.programari@mae.ro oder per Fax an 089/553348.
Anmeldeschluss ist Donnerstag, der 15. November 2018.