Veranstaltungen

Mai 2019

21. Mai 2019,
19.00 Uhr

Haus des Deutschen Ostens (HDO)

Vortrag

„Versailles“ und die Neuordnung Europas 1919–1920

Eröffnungsvortrag von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Horst Möller

21. Mai 2019, 19.00 Uhr
Haus des Deutschen Ostens (HDO)
Am Lilienberg 5, 81669 München (Karte, externer Link)

Die Pariser Vorortverträge waren die bislang letzten Friedensverträge, die den größten Teil Europas betrafen. Anders als viele vorausgehende, multilaterale Friedensverträge hatten sie nicht das Ziel, die Vorkriegsordnung wiederherzustellen, sondern bezweckten eine auf dem Nationalitätsprinzip beruhende neue Staatenordnung, die auch die Demokratisierung dieser Staaten gewährleisten sollte. Das Ende mehrerer Großreiche führte zur Neu- oder Wiedergründung von Staaten und änderte mit den Friedensverträgen die Machtbalance zwischen den bisherigen Großmächten. Die ursprüngliche Zielsetzung wurde aber nur partiell realisiert; so blieb beispielsweise der Minderheitenschutz ein europäisches Problem. Die Mängel dieser Friedensordnung bewirkten immer wieder bi- oder multilaterale europäische Krisen. Kein Staat war durch die Friedensverträge tatsächlich zufrieden gestellt. Diese Krisenanfälligkeit führte schon bald zur Prognose neuer Kriege.
Der Vortrag behandelt in längerer historischer Perspektive Inhalte, Formen und Probleme der in den Pariser Vorortverträgen konzipierten Friedensordnung und ihre Konsequenzen.

#daslangeendevon1918

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23.–25. Mai

Lucian-Blaga-Universität,
Sibiu/Hermannstadt

Internationale Konferenz

Migration und Identität im rumänischen Kulturraum

Multidisziplinäre Zugänge

23.–25. Mai 2019
Sibiu/Hermannstadt, „Lucian Blaga“-Universität, Bulevardul Victoriei 5–7 (Karte)

Veranstalter: Rumänische Akademie, Zweigstelle Iași/Jassy (A. Philippide Institut für rumänische Philologie, Institut für Archäologie, A. D. Xenopol Institut für Geschichte, Gh. Zane Institut für Wirtschafts- und Sozialforschung); Zentrum für die Erforschung von Kulturerbe und soziokultureller Geschichte / „Lucian Blaga“-Universität Sibiu/Hermannstadt; Fakultät für Sprachwissenschaften des Universitätszentrums Nord Baia Mare; Institut für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde Tübingen; Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München; Arbeitskreis für Siebenbürgische Landeskunde e. V.

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28. Mai 2019,
19:00 Uhr

Haus des Deutschen Ostens (HDO)

Vortrag

Der Frieden von Brest-Litowsk und die National­staats­grün­dun­gen in Osteuropa nach dem Ersten Weltkrieg

Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Helmut Altrichter und Dr. des. Lilia Antipow

28. Mai 2019, 19.00 Uhr
Haus des Deutschen Ostens (HDO)
Am Lilienberg 5, 81669 München (Karte, externer Link)

Die Vertreter Sowjetrusslands sowie Deutschlands (und seiner Verbündeten), die sich seit Anfang Dezember 1918 am Verhandlungstisch in Brest-Litowsk gegenüber saßen, hätten kaum unterschiedlicher sein können: Aristokraten und Generäle auf der einen, bekennende Revolutionäre und ehemalige Terroristen auf der anderen Seite. Ein Kernproblem war von Anfang an das Selbstbestimmungsrecht der Völker. Selbst wenn sich beide Seiten dazu bekannten, verfolgten sie damit doch ganz unterschiedliche Ziele. Die Bolschewiki hatten das Selbstbestimmungsrecht nach der Oktoberrevolution propagiert, um damit für die eigene Sache zu werben (ohne die Absicht, sich bedingungslos daran zu halten); die Vertreter aus Berlin strebten die Bildung eines Gürtels „deutschfreundlicher“ Staaten in Osteuropa an, der den deutschen Einfluss in der Region (und darüber hinaus) sicherte. Selbst wenn sich beider Hoffnungen nicht erfüllten: mit dem ausgehandelten Friedensvertrag verzichteten die Bolschewiki auf die ehedem zum Russischen Reich gehörenden finnischen, baltischen, polnischen und ukrainischen Gebiete – ein erster Schritt zur staatlichen Neuordnung Ostmittel- und Südosteuropas 1918–1919.

#daslangeendevon1918

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Juni 2019

13. Juni, 19 Uhr

Babeș-Bolyai-Universität Cluj-Napoca/Klausenburg

Lesung

„wir gingen weil alle gingen“

Der Schriftsteller Thomas Perle im Gespräch mit Dr. Enikő Dácz

13. Juni 2019, 19 Uhr
Department für deutsche Sprache und Kultur der Babeș-Bolyai-Universität Cluj-Napoca
Str. Horea Nr. 7, Cluj-Napoca (Karte)

Im Rahmen der Tagung „Germanistik im Spiegel: Wege und Umwege einer Wissenschaft“, Department für deutsche Sprache und Kultur der Babeș-Bolyai-Universität Cluj-Napoca
Mehr über Thomas Perle erfahren Sie hier (externer Link).

Juli 2019

2. Juli, 20 Uhr

Lyrik Kabinett,
München

Lesung und Gespräch

Geschlossene Kirchen/Biserici închise

Lesung und Gespräch mit der rumänischen Autorin Ana Blandiana

2. Juli 2019, 20 Uhr
Lyrik Kabinett, Amalienstr. 83 a, 80799 München (Karte)

Eintritt: € 6 bzw. € 8/Mitglieder: freier Eintritt

Maria Herlo, Katharina Kilzer und Horst Samson, die drei Übersetzer von Ana Blandianas jüngstem deutschem Gedichtband Geschlossene Kirchen, der auch die rumänischen Originale enthält, haben überwiegend Texte aus zwei nach 2010 erschienenen Büchern ausgewählt und sie um einige frühere Gedichte ergänzt, die vor 1989 und nach der Revolution publiziert wurden. Die Auswahl führt exemplarisch durch Blandianas visionäre Räume, die mit der Vergangenheit konfrontieren und die individuelle Freiheit erkunden.

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4. Juli 2019

14:00–16:00 Uhr c. t.

Vortrag

Identitäten in Fiume/Rijeka während der Doppelmonarchie im Spiegel rivalisierender Geschichtsschreibungen und Erinnerungskulturen

Identitäten in Fiume/Rijeka während der Doppelmonarchie im Spiegel rivalisierender Geschichtsschreibungen und Erinnerungskulturen

4. Juli 2019, 14:00–16:00 Uhr c. t.
WiOS
Landshuter Str. 4, 93047 Regensburg (Karte, externer Link)

Am 4. Juli 2019 hält Dr. Angela Ilić (IKGS München) im Forschungslabor „Geschichte und Sozialanthropologie in Südost- und Osteuropa“ in Regensburg den Vortrag „Identitäten in Fiume/Rijeka während der Doppelmonarchie im Spiegel rivalisierender Geschichtsschreibungen und Erinnerungskulturen“.
Das Forschungslabor „Geschichte und Sozialanthropologie in Südost- und Osteuropa“ ist eine gemeinsame Veranstaltung des Lehrstuhls Geschichte Südost- und Osteuropas der Universität Regensburg und des Leibniz-Instituts für Ost- und Südosteuropaforschung (Regensburg) in Kooperation mit der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien.

4. Juli 2019,
19.00 Uhr

Haus des Deutschen Ostens (HDO)

Vortrag

Ein Dialog der Taubstummen: Die Gründung der Tschechoslowakei und die deutsche Minderheit

Vortrag von Prof. Dr. Jaroslav Kučera

4. Juli 2019, 19.00 Uhr
Haus des Deutschen Ostens (HDO)
Am Lilienberg 5, 81669 München (Karte, externer Link)

Mit dem Zerfall des Habsburgerreiches am Ende des Ersten Weltkriegs entstanden in Mittelosteuropa mehrere neue Staaten. Eine der ersten Staatsgründungen war die der Tschechoslowakei. Bereits am 28. Oktober 1918 wurde in Prag der Tschechoslowakische Staat ausgerufen. Im November wurde Tomáš Garrigue Masaryk dessen erster Präsident. Tschechen und Slowaken bildeten mit rund 65% der Bevölkerung die Mehrheit im neuen Staat. Daneben lebten in der Ersten Tschechoslowakischen Republik aber auch rund 3 Millionen Deutsche (mit einem Bevölkerungsanteil von rund 23 %).
Wie kam es zur Entstehung der Tschechoslowakei, welche Rolle spielten ihre Vertreter bei den Friedensverhandlungen nach dem Ersten Weltkrieg? Welche Auswirkungen hatte die Staatsgründung auf das deutsch-tschechische Verhältnis und besonders auf das Verhältnis deutschsprachiger und tschechischsprachiger Bürger im neuen Staat? Inwieweit war die deutsche Minderheit am Aufbau des neues Staates beteiligt und welche Minderheitenrechte galten? Diese und weitere Fragen werden im Vortrag erörtert.

In Kooperation mit: Tschechisches Zentrum München, Generalkonsulat der Tschechischen Republik

#daslangeendevon1918

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9. Juli 2019,
19.00 Uhr

Haus des Deutschen Ostens (HDO)

Vortrag

Der vergessene Weltkrieg Europas Osten 1912–1923

Buchpräsentation von Prof. Dr. Włodzimierz Borodziej und Prof. Dr. Maciej Górny

9. Juli 2019, 19.00 Uhr Haus des Deutschen Ostens (HDO) Am Lilienberg 5, 81669 München (Karte, externer Link)

Die Erinnerung an den Ersten Weltkrieg ist noch immer geprägt vom Stellungskrieg und den Materialschlachten an der Westfront. Die Ereignisse und Tragödien im östlichen Europa treten dahinter oft zurück. Die Autoren Włodzimierz Borodziej und Maciej Gorny versuchen nun diesen „vergessenen Weltkrieg“ im europäischen Osten ins Bewusstsein zu rücken. Schon ihr zeitlicher Ansatz ist dabei ein anderer als bei bisherigen Publikationen zum Ersten Weltkrieg. Der erste Band betrachtet die Zeit von 1912 bis 1916 unter dem Titel „Imperien“ und beginnt mit dem ersten Balkankrieg 1912. Der zweite Band reicht unter dem Titel „Nationen“ von 1917 bis 1923 und geht damit über die Pariser Friedensverhandlungen hinaus.
„Borodziej und Górny erzählen detailreich, sie beleuchten die Rolle der Eisenbahn ebenso genau wie die machtpolitische Bedeutung von Uhrzeit und Kalender […]. ‚Der vergessene Krieg’ hat wissenschaftlichen Anspruch und richtet sich zugleich an ein breiteres Publikum.“ (Deutschlandfunk Kultur)

Referenten: Professor Dr. Włodzimierz Borodziej, Historisches Institut der Universität Warschau, Professor Dr. Maciej Górny, Deutsches Historisches Institut (DHI) Warschau

Grußwort: Carolina Trautner, Staatssekretärin im Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales

#daslangeendevon1918

 

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September 2019

19. September, 
20 Uhr

Autorenbuchhandlung, München

Buchpräsentation

Die ganze Welt ist ein Orchester. Der Dirigent Adam Fischer

Adam Fischer und Andreas Oplatka im Gespräch

19. September 2019, 20 Uhr
Autorenbuchhandlung, Wilhelmstraße 41, München (Karte)

Eine Veranstaltung des IKGS und des Hungaricum – Ungarischen Instituts der Universität Regensburg in Kooperation mit der Autorenbuchhandlung
Eintritt frei

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Mehr über das Buch erfahren Sie hier (externer Link).
Zur Website der Autorenbuchhandlung.

25.–26. September

ISPMN,
Cluj-Napoca/Klausenburg

Internationale Tagung

Von der „Selbsthilfe“ zur Fremdsteuerung.

Zur politischen Geschichte der Deutschen in Rumänien 1933–1938

25.−26. September 2019
Institut für die Erforschung nationaler Minderheiten/Institutul pentru Studierea Problemelor Minorităților Naționale (ISPMN), Cluj-Napoca/Klausenburg (Karte)

Veranstalter: Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München (IKGS); Institut für die Erforschung nationaler Minderheiten/Institutul pentru Studierea Problemelor Minorităților Naționale (ISPMN), Cluj-Napoca/Klausenburg; Arbeitskreis für Siebenbürgische Landeskunde, Heidelberg und Sibiu/Hermannstadt (AKSL).

Oktober 2019

2.–4. Oktober

Staatsarchiv Pazin,
Pula,
Kroatien

Internationale Tagung

Writing History in Multicultural Regions of Southeastern Europe: The Role of Regional Libraries and Archives

2.–4. Oktober 2019
Staatsarchiv Pazin, ulica Vladimira Nazora 3, 5200 Pazin, Kroatien (Karte) und Pula, Kroatien

Eine Veranstaltung des IKGS und des Staatsarchivs Pazin in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Pula und der Abteilung für Geschichte an der Universität Juraj Dobrila, Pula

Gefördert vom IKGS/Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und vom Ministerium für Kultur der Republik Kroatien

Mehr über die internationale Tagung erfahren Sie in Kürze

23. Oktober, 
19:30 Uhr

Stadtbibliothek Sendling,
München

Lesung und Gespräch

Cătălin Mihuleac liest aus seinem Roman „Oxenberg & Bernstein“

Durch den Abend führt Dr. Enikő Dácz (IKGS)

23. Oktober 2019, 19:30 Uhr
Stadtbibliothek Sendling, Albert-Roßhaupter-Str. 8 München (Karte)

Eine Veranstaltung des IKGS und der Stadtbibliothek München.

Der Eintritt ist frei.