Veranstaltungen

März 2020

5. März 2020
19 Uhr

Monacensia im Hildebrandhaus,  München

Lesung und Autorengespräch

MON liest: Jonas Lüscher

„Ins Erzählen flüchten“ – mit Dr. Enikő Dácz (IKGS)

5. März 2020, 19 Uhr
Monacensia im Hildebrandhaus, Maria-Theresia-Straße 23, 81675 München (Karte)

Was liest München? Und was schreiben die Münchner Autorinnen und Autoren gerade? In der Reihe „MON liest“ stellen waschechte Münchner Autorinnen und Autoren in Lesung und Gespräch ihre aktuellen Romane vor. In dieser Ausgabe stellt der preisgekrönte Autor Jonas Lüscher seine Poetik vor.
Wie erklären wir uns die Welt? Welche Sprache, welche Zeichen und Modelle nutzen wir hierfür und warum? Für Jonas Lüscher, der seit seiner Novelle „Frühling der Barbaren“ und seinem Roman „Kraft“ ein viel beachteter Autor der Gegenwartsliteratur ist, sind dies ganz persönliche Fragen. Sie betreffen unmittelbar sein eigenes Schreiben. Gemeinsam mit der Literaturwissenschaftlerin Enikő Dácz (IKGS) spricht er über seine Vorstellungen vom Erzählen, über engagierte Literatur und darüber, was Literatur kann.

Jonas Lüscher, geboren 1976 in der Schweiz, lebt in München. Seine Novelle „Frühling der Barbaren“ (C. H. Beck 2017) stand auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis und wurde in rund 20 Sprachen übersetzt. Lüschers Roman „Kraft“ (C. H. Beck 2017) gewann 2017 den Schweizer Buchpreis. Jonas Lüscher wurde u. a. mit dem Hans-Fallada-Preis und dem Prix Franz Hessel ausgezeichnet.

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7. März 2020
18:30 Uhr

Filmmuseum, München

Filmvorführung und Diskussion

Genezis | Genesis

Regisseur Árpád Bogdán im Gespräch mit Dr. Enikő Dácz

Im Rahmen des Filmfests Mittelpunkt Europa – München und Regensburg

7. März 2020, 18:30 Uhr
Filmmuseum München, Sankt-Jakobs-Platz 1, 80331 München (Karte)

Ein brutaler Überfall auf eine Roma-Siedlung führt die Schicksale dreier Menschen aus sehr unterschiedlichen Milieus zusammen: eines Jungen, dessen Mutter dabei ermordet wurde; einer jungen Frau, deren Freund das Verbrechen verübte und einer Anwältin, die den Täter verteidigen soll. Drei Protagonisten, deren Wege sich nie direkt kreuzen, aber deren Leben von diesem Ereignis grundlegend verändert wird. Hintergrund der motivisch durchkomponierten Geschichte in drei Teilen sind Angriffe ungarischer Neonazis auf Roma-Dörfer in den Jahren 2008 und 2009. Árpád Bogdáns mit einer Handkamera gedrehter Film fasziniert durch eine Vielschichtigkeit und Bildgewalt, die über das Drama weit hinausweisen und wurde mehrfach international ausgezeichnet, darunter auch mit dem Preis für die beste Regie auf dem 22. Internationalen Filmfestival Shanghai.

Árpád Bogdán (geb. 1976 in Nagykanizsa, Ungarn) war zunächst Theaterschauspieler und -regisseur. Er arbeitete schon früh mit sozial benachteiligten Kindern an Theater-, Film- und Literaturprojekten und drehte mehrere Kurz- und Dokumentarfilme. 2018 war er neben „Genesis“ auch mit dem Dokumentarfilm „Ghetto Balboa“ erfolgreich.

Dr. Enikő Dácz ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am IKGS München.

HU 2018, 115 MIN., OmeU
Regie: Árpád Bogdán
Darsteller: Milán Csordás, Anna Marie Cseh, Enikő Anna Illési, Lídia Danis

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24. März 2020
19 Uhr

Haus des Deutschen Ostens (HDO), München

Vortrag von Professor Dr. Gertrud Pickhan (Freie Universität Berlin)

Jüdische Lebenswelten in Polen 1918–1939

24. März 2020, 19 Uhr
Haus des Deutschen Ostens (HDO), Am Lilienberg 5, 81669 München (Karte)

Die ost- und ostmitteleuropäischen Juden stellten in den multiethnischen Imperien bis 1914 eine Minderheit unter vielen dar. Der Untergang der Habsburger Monarchie und des Russischen Reiches führte zur Konstituierung neuer Staaten, die nunmehr auf ethnische Homogenität setzten. Zugleich zeigten sich dort die Folgen des modernen Antisemitismus. Welche Auswirkungen dies auf die Lebensbedingungen und Identitätskonzepte der jüdischen Bevölkerung hatte, soll in diesem Vortrag am Beispiel Polens beleuchtet werden. Sein Schwerpunkt liegt dabei auf den „Wir“-Identitäten der Juden und Jüdinnen und den wichtigsten kulturellen Komponenten ihrer lebensweltlichen Verortung in der Zeit zwischen den Weltkriegen.

Professor Gertrud Pickhan (geb. 1956 in Dortmund) ist Professorin an der Abteilung Geschichte des Osteuropa-Instituts der Freien Universität Berlin. Von ihr liegen u.a. folgende Publikationen vor: Gospodin Pskov. Entstehung und Entwicklung eines städtischen Herrschaftszentrums in Altrußland (1992); zus. mit Frank Golczewski, Russischer Nationalismus. Die russische Idee im 19. und 20. Jahrhundert (1998); „Gegen den Strom“. Der Allgemeine Jüdische Arbeiterbund („Bund“) in Polen 1918-1939 (2001); zus. mit Ulrich Bauche (Hgg.), Joseph Berkowitz Kohn. Erinnerungen. Ein Leben als polnischer Freiheitskämpfer und Hamburgischer Sozialdemokrat 1841-1905 (2006); zus. mit Maximilian Preisler (Hgg.), Von Hitler vertrieben, von Stalin verfolgt. Der Jazzmusiker Eddie Rosner (2010).

In Kooperation mit: Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS) an der LMU München

#daslangeendevon1918

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April 2020

18. April 2020
16 Uhr

Universität Innsbruck

IKGS-Panel mit Enikő Dácz, Florian Kührer-Wielach und Tobias Weger

„Südostdeutsche“ Kulturarbeit auf dem Prüfstand. Kontinuitäten, Netzwerke, Forschungs­potentiale

18. April 2020, 16 Uhr
Universität Innsbruck, Universitätsstraße 15, 6020 Innsbruck, Österreich, Hörsaal U 1 (Karte)

Im Rahmen des 13. Österreichischen Zeitgeschichtetags

Ein erheblicher Teil der Politiker und Kulturschaffenden der „Südostdeutschen“ hatte sich zum Nationalsozialismus bekannt oder sich zumindest mit ihm arrangiert.

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Mai 2020

5. Mai 2020
18 Uhr

Philosophicum, Mainz

Vortrag von Dr. Angela Ilić

„Kampf um die nationale Selbsterhaltung“

Interethnische und interkonfessionelle Dynamiken in Marburg/Maribor, 1859–1919

5. Mai 2020, 18 Uhr
Philosophicum, Hörsaal P 110, Jakob-Welder-Weg 18, 55128 Mainz (Karte)

Der Vortrag stellt einen Teil des wissenschaftlichen Forschungsprojektes „Identitäten in regionalen Zentren der Habsburgermonarchie 1867–1918. Die Fallbeispiele Rijeka (Fiume/Reka/St. Veit am Pflaum) und Maribor (Marburg an der Drau)“ vor, das am Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der LMU München (IKGS) angesiedelt ist.
Der Vortrag wird im Rahmen der Kolloquiumsreihe des Arbeitsbereichs für Osteuropäische Geschichte am Historischen Seminar der Johannes Gutenberg-Universität Mainz gehalten.