Einzelpublikationen

 

Michaela Nowotnick / Florian Kührer-Wielach (Hgg.)
Wohnblockblues mit Hirtenflöte: Rumänien neu erzählen
WAT, EUR 13,90

Rumänien. Das sind Walachei und Schwarzes Meer, Transsilvanien und Karpaten. Verwunschene Landschaften, uralte Städte, Armut und Idyll. Abseits von Klischees schreiben Autorinnen und Autoren hier über eine weitgehend unbekannte, ganz zeitgenössische europäische Literaturlandschaft.

Mara-Daria Cojocaru, Tanja Dückers, Elke Erb, Dana Grigorcea, Noémi Kiss, Jan Koneffke, Eginald Schlattner, Ingo Schulze, Uwe Tellkamp und andere nähern sich dem Land, seinem historischen und landschaftlichen Reichtum und seinen Bewohnern, die in diesem vielfältigen Mikrokosmos leben.

Es ist Europa im Kleinen. Insider und Außenseiter, Eingeweihte und Staunende, Gegangene und Gekommene, Bleibende und Suchende sind die Handlungsträger dieser radikal persönlichen Texte, in denen sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, Erlebtes und Gehörtes auf ungeahnte Weise verdichten. Rumänien, für die einen Heimat oder Wahlheimat, für die anderen Station auf einer Reise oder Sehnsuchtsort, immer aber ein literarisches Herzensland – trotz oder gerade wegen der verwirrenden Widersprüchlichkeit und der Gleichzeitigkeit vieler sprachlicher und kultureller Welten.

In diesem Resonanzraum eröffnen sich bislang ungeahnte Verbindungen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur zu einer wenig bekannten europäischen Literaturlandschaft an der unteren Donau, die darauf wartet, entdeckt zu werden.

Rezensionen in der ADZ, der Siebenbürgischen Zeitung, der Landsmannschaft der Banater Schwaben (externe Links) und des Observator Cultural (PDF-Datei).

 

Richard Wagner / Christina Rossi
Poetologik. Der Schriftsteller Richard Wagner im Gespräch
Wieser Verlag, EUR 20,00

Das Buch reflektiert in Gesprächsform die poetologischen Grundlagen und ästhetischen Achsen des umfangreichen Werkes des zeitgenössischen rumäniendeutschen Schriftstellers Richard Wagner (*1952). Wagner formuliert anhand zahlreicher Einlassungen zu Sprache, Literatur, Politik und Zeitgeschehen sein dichterisches Selbstverständnis und sein literarisches Anliegen. Immer wieder plädiert er in pointierter und provokanter Weise für das Querdenken und das Hinterfragen und Brechen des öffentlichen Diskurses. Mit Blick auf seine fortgeschrittene Parkinsonerkrankung und seine dadurch radikal veränderte Lebenswirklichkeit öffnet er im Nachdenken über die Grenzen der menschlichen Logik und Existenz den Raum der Sprache hinein in das essenzielle Anliegen der Literatur. In diesem Gespräch tritt so das Bild eines feinsinnigen Intellektuellen zu Tage, dessen künstlerischer Anspruch von zahlreichen Diskursen geformt und durchdrungen ist und dessen Werk in der Lektüre in einer unvermuteten Vielschichtigkeit erscheint.
Das Gespräch wird durch eine Materialsammlung in Form von Debuttexten und Essays Wagners aus dem Zeitraum 1967–2015 ergänzt, die teilweise unveröffentlicht bzw. an heute nicht mehr verfügbaren Stellen veröffentlicht sind und in denen Wagner sein spezifisches Verhältnis zu Sprache und Ästhetik diskutiert.

Volume 23, Number 4, August 2016
European Review of History: Revue européenne d’histoire
Taylor & Francis Group

The European Review of History – Revue européenne d’histoire is an international journal covering European history of all centuries and subdisciplines. It aims to create a forum for ideas from across Europe, to encourage the most innovatory research, to make diverse historiographies better known and to practically assist exchanges between young historians.
The new issue includes a dossier on „Transformation in East Central Europe: 1918 and 1989. A Comparative Approach“ guest edited by Florian Kührer-Wielach and Sarah Lemmen.

Enikő Dácz, Christina Griessler, Henriett Kovács (Hgg.)
Der Traum vom Frieden – Utopie oder Realität? Kriegs- und Friedensdiskurse aus historischer, politologischer und juristischer Perspektive (1914-2014)
Das Werk ist Teil der Reihe Andrássy Studien zur Europaforschung, Band 15, Nomos Verlag, Baden-Baden, EUR 58,00

Der Konferenzband setzt sich die Aufgabe, auf Kriegs- und Friedensdiskurse aus historischer, ideengeschichtlicher und politologischer Perspektive einzugehen und aus der Vergangenheit einen Bogen in die Gegenwart zu spannen, indem er den Krieg als „Auslöser“ für Friedensbemühungen wahrnimmt. Zeitlich sind die präsentierten Themen vor dem Ersten Weltkrieg bis in der heutigen Zeit verortet und haben einen geografischen Schwerpunkt auf Mittel- und Südosteuropa. Ziel der Herausgeberinnen war, durch eine interdisziplinäre Herangehensweise (Kulturwissenschaft, Geschichte, Internationales Recht und Politische Theorie) neue Perspektiven und weiße Flecken in der Forschung aufzuweisen. Die grundlegende Frage ist, ob eher die Entwicklung der menschlichen Gesellschaft, der internationalen Institutionen und Ansätze einer Verrechtlichung von Frieden, oder aber die Entwicklung der Waffentechnik Kriege verhindern und verunmöglichen.

Enikö Dácz (Hg.)
Minderheitenfragen in Ungarn und in den Nachbarländern im 20. und 21. Jahrhundert
Das Werk ist Teil der Reihe Andrássy Studien zur Europaforschung, Band 8. Nomos-Verlag 2013, 393 S., Broschiert, € 69,-

Der Band sammelt Beiträge der internationalen Tagung Minderheitenfragen in Ungarn und in den Nachbarländern im 20. und 21. Jahrhundert, die am 21.-22. Februar 2013 an der Andrássy Universität Budapest stattfand. Das Buch gliedert sich in drei Teile. Der erste Abschnitt widmet sich rechtlichen Fragen und der europäischen Dimension der Thematik. Der zweite Teil bietet historische Perspektiven an, wobei zwei Schwerpunkte gesetzt wurden. Der erste liegt auf der multiethnischen Region Siebenbürgen zu Beginn des 20. Jahrhunderts, der zweite auf den Ungarndeutschen in Zeiten des Umbruchs und der Krise. Der dritte Teil des Bandes widmet sich Minderheitenfragen in der Gegenwart, indem er drei Themenfelder fokussiert: Beziehungen zwischen Minderheiten sowie Mehrheiten, Romastrategien und rumänische Minderheitenpolitik im europäischen Kontext.

Rezension
Rainer Hofmann, MenschenRechtsMagazin, Jg. 20 (2015), H. 1, S. 64