Januar 2018

Filmvorführung und Podiumsdiskussion

Transilvania Mea

Von Gewinnern und Verlierern

30. Januar 2018, 18.30 Uhr, Einstein Kultur, München

Diskutanten: Fabian Daub (Filmregisseur), Theresa Grabinger (Referentin für Rumänien bei Renovabis), Hans Hedrich (Filmemacher, Umwelt- und Bürgerrechtsaktivist) und Traian Almăşan (Touristikexperte)

Den Trailer zum Film finden Sie hier (externer Link)

Februar 2018

Rundtischgespräch und Buchvorstellung

Ungarn 1848/49 und das europäische Umfeld

8. Februar 2018, 19:00 Uhr, Ungarisches Kulturinstitut Stuttgart

Domokos Kosáry (1913–2007), lange Zeit der von vielen verehrte Doyen unter Ungarns Historikern, hat in seinem Spätwerk den ungarischen Freiheitskrieg von 1848/49 in ungewohnter Perspektive dargestellt. Welche Interessen verfolgten die Großmächte, wie standen sie dem Abspaltungsversuch Ungarns gegenüber, über wie viel Spielraum verfügten die Ungarn in der damaligen internationalen Konstellation – auf solche Fragen suchte und gab Kosáry Antworten, die unter veränderten Verhältnissen auch heute noch gültig und beachtenswert erscheinen. Über Kosárys Buch, das seit dem Frühjahr 2017 auch auf Deutsch vorliegt, diskutieren die Historiker Dr. Andreas Oplatka (Schweiz), Dr. Zoltán Fónagy (Ungarn) und Dr. Florian Kührer-Wielach (IKGS).

Moderation: Dr. Zsolt K. Lengyel, Historiker an der Universität Regensburg

März 2018

Rumänien neu erzählen (I)

Lesung und Gespräch

Rumänien entdecken

Mo. 05.03.2018, 20:00 Uhr

Mit Mara-Daria Cojocaru und Jan Koneffke
Moderation: Michaela Nowotnick
Veranstaltungsort: Literaturforum im Brecht-Haus 
Webseite der Veranstaltung: Rumänien entdecken (externer Link)

Mara-Daria Cojocaru und Jan Koneffke laden zu einer literarischen Entdeckungsreise ein. In ihren Texten nähern sie sich abseits jeglicher Osteuroparomantik und Klischees einem Raum an, mit dem sie aus unterschiedlichen Gründen verbunden sind. Sie schildern Begegnungen zwischen Schwarzem Meer und pannonischer Tiefebene, zwischen Donautal und Karpatenrücken, die ein anderes Rumänien aufscheinen lassen.

Rumänien neu erzählen (II)

Lesung und Gespräch

Wiedersehen mit Rumänien

Di. 06.03.2018, 20:00 Uhr
Mit Dana Grigorcea, Frieder Schuller und William Totok
Moderation: Florian Kührer-Wielach (IKGS)

Webseite der Veranstaltung: Wiedersehen mit Rumänien (externer Link)

Vor 100 Jahren, in der Folge des Ersten Weltkriegs, entstand das moderne Rumänien.  Die aus Rumänien stammenden Autoren Dana Grigorcea, Frieder Schuller und William Totok blicken mit ihren Texten auf ein wechselvolles, von Hoffnung und Modernisierung, aber auch von Enttäuschungen und politischer Repression geprägtes Jahrhundert zurück. Wie europäisch ist Rumänien – und wie rumänisch Europa?

Workshop

Scholarship on Romania and Moldova within German Academia

13. – 14. März 2018, Bukowina Institut Augsburg

Der Workshop versteht sich als Treffpunkt für Wissenschaftler, die derzeit zu Rumänien und der Republik Moldau forschen. Initiiert wurde die Forschungsgruppe am University College London und wuchs über die letzten Jahre zu einer Workshopreihe heran, die bisher in Oxford, Cluj-Napoca, Leicester und Flensburg gastierte. Der diesjährige Veranstalter ist das Bukowina Institut, das in seine Räumlichkeiten nach Augsburg lädt.

Weitere Informationen finden Sie im Programm des Bukowina Instituts (externer Link). Das Programm des Workshops finden Sie hier (PDF-Datei).

Das IKGS auf der Leipziger Buchmesse – Gastland: Rumänien

15. – 18. März 2018

Hier geht’s zur Webseite der Leipziger Buchmesse (externer Link).

Hier geht’s zur Webseite von „Leipzig liest“ (externer Link).

 

Das Programm umfasste unter anderem folgende Veranstaltungen:

Lesung und Buchpräsentation

„Wohnblockblues mit Hirtenflöte“ – Rumänien neu erzählen

15. März 2018, 14:00 Uhr, Forum OstSüdOst, Halle 4, Stand D401

Rumänien. Das sind Walachei und Schwarzes Meer, Transsilvanien und Karpaten. Uralte Städte, verwunschene Landschaften, bewegte Vergangenheit und radikale Moderne. Ein Land der Gegensätze. Die Autoren der im Verlag Klaus Wagenbach erschienenen Anthologie „Wohnblockblues mit Hirtenflöte – Rumänien neu erzählen“ nähern sich abseits von Osteuroparomantik und Klischees einem Raum an, mit dem sie aus unterschiedlichen Gründen verbunden sind. Sie schildern Begegnungen zwischen Schwarzem Meer und pannonischer Tiefebene, zwischen Donautal und Karpatenrücken, die ein anderes Rumänien aufscheinen lassen.

Noémi Kiss, William Totok, Elmar Schenkel, Alexandru Bulucz und Iris Wolff blicken in ihren Texten auf ein wechselvolles, von Hoffnung und Modernisierung, aber auch von Enttäuschungen und politischer Repression geprägtes Jahrhundert zurück. Wie europäisch ist Rumänien – und wie rumänisch Europa?

Lesung mit Noémi Kiss, William Totok, Elmar Schenkel, Alexandru Bulucz, Iris Wolff Moderation: Michaela Nowotnick, Florian Kührer-Wielach.

Veranstalter: IKGS, Institut für deutsche Literatur an der Humboldt-Universität zu Berlin, Verlag Klaus Wagenbach

Podiumsdiskussion

Der andere Blick: Rumänien in der deutschen Gegenwartsliteratur

16. März 2018, 12:00 – 13:30 Uhr, Rumänischer Stand, Halle 4, E501

Mit Iris Wolff, Jan Koneffke, Carmen-Francesca Banciu und Jochen Schmidt; Moderation: Markus Bauer Veranstalter: Kulturministerium Rumänien, Deutsches Kulturforum östliches Europa

Buchpräsentation Wohnblockblues mit Hirtenflöte, Rumänien neu erzählen Deutschsprachige Autoren schreiben über ihr Rumänien, Verlag Klaus Wagenbach Teilnehmer: Michaela Nowotnick und Florian Kührer-Wielach (Hrsg.)

Lesung und Diskussion im Rahmen von „Leipzig liest“

Am Rande: Rumänien. Literarische Begegnung mit der Bukowina

16. März 2018, 19:00 Uhr, Modeatelier Silke Wagler Couture, Thomaskirchhof 20, Leipzig

Die Bukowina mit ihrer Hauptstadt Czernowitz, einst östlichster Punkt der Habsburgermonarchie, gehörte zwischen den beiden Weltkriegen zu Rumänien. Hier entstand eine einzigartige deutsch-jüdische Literatur, zu deren bekanntesten Vertretern Rose Ausländer, Paul Celan und Selma Meerbaum-Eisinger gehören. Der Zweite Weltkrieg und der Holocaust führten zur unwiederbringlichen Vernichtung dieser höchst produktiven Literatur am Rande des deutschsprachigen Raumes. Es gehört zu den Zynismen des „Jahrhunderts der Extreme“, dass erst der Untergang zu ihrem Weltruhm führte. Heute lebt der Mythos der Region vor allem in der Exilliteratur und ihren Einflüssen auf spätere Generationen fort, seine Spuren führen zuerst nach Rumänien. Drei Autoren unterschiedlicher Generation und Prägung erkunden für einen Abend die Bukowina. Sie begeben sich auf die Spuren der wechselvollen Geschichte und treten in einen literarischen Dialog. Im anschließenden Gespräch werden Wechsel- und Rückwirkungen der Bukowiner Lyrik auf die Literaturen Europas, Israels und in Übersee diskutiert.

Teilnehmende: Alexandru Bulucz, Frieder Schuller, Lothar Quinkenstein Moderation: Florian Kührer-Wielach, Michaela Nowotnick

Veranstalter: Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas, Institut für deutsche Literatur an der Humboldt-Universität zu Berlin, Wagenbach Verlag Berlin

Podiumsdiskussion

Hundert Jahre modernes Rumänien

17. März 2018, 13:00 Uhr, Rumänischer Stand, Halle 4, E501

Historiker Gheorghe Iacob im Gespräch mit Florian Kührer-Wielach (IKGS)

Dolmetscher: Alex Sterescu

Veranstalter: Kulturministerium Rumänien

Buchvorstellung

Streiflichter. Fénycsóvák

Dienstag, 20. März 2018, 20 Uhr, Lyrik Kabinett
Das neue ‚Blaue Buch‘ wird vorgestellt von Orsolya Kalász, Ákos Győrffy, Gábor Schein und Tibor Zalán Moderation: Enikő Dácz

Mit großem Gespür für poetische Qualität hat Julia Schiff, geb. 1940 im Banat, über Jahrzehnte ungarische Dichtung leidenschaftlich, hingebungsvoll und kompetent ins Deutsche übertragen. Vor dem Hintergrund der Entwicklungen in Ungarn veröffentlichte das Lyrik Kabinett eine Blütenlese dieser unermüdlichen Kulturvermittlung: die Anthologie Streiflichter, die deutsche Leser für die ungarische Lyrikszene sensibilisieren und den ungarischen Dichterinnen und Dichtern zeigen möchte, dass sie hier wahrgenommen werden.

Mai 2018

Podiumsdiskussion

Stadt- und Literatursprachen in der Bukowina und Galizien 

9. Mai 2018, 18:30 Uhr, Bukowina-Institut, Alter Postweg 97A, Augsburg

„Vier Sprachen / Viersprachenlieder / Menschen / die sich verstehn“.

Moderation: Enikő Dácz (IKGS)

Wie Rose Ausländer, die in einer deutschsprachigen jüdischen Familie im rumänischen Czernowitz zur Welt kam, thematisieren viele Dichter aus der Bukowina und Galizien das multikulturelle und mehrsprachige Erbe dieser Regionen. Was die einen als Idylle einer kulturell fruchtbaren Situation der Mehrsprachigkeit beschrieben, galt anderen als Zentrum des „Sprachenkampfes“.
Im Rahmen der gemeinsam mit der Professur für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft der Universität Augsburg und dem Bukowina-Institut Augsburg veranstalteten Podiumsdiskussion, die gleichzeitig die Auftaktveranstaltung zum Projekt „Die Nationalsprache der Juden oder eine jüdische Sprache?“ ist, stehen das Mit-, Neben- und Gegeneinander der Sprachen in den urbanen Zentren Galiziens und der Bukowina nach der Wende zum 20. Jahrhundert im Fokus.

Nach einer Einführung von Carmen Reichert (Universität Augsburg) diskutierten Natalia Blum-Barth (Komparatistin an der Universität Mainz) und Stefaniya Ptashnyk (Sprachwissenschaftlerin an der Heidelberger Akademie der Wissenschaften).

Hier geht’s zum Veranstaltungsbericht

Autorenlesung

Carmen-Francesca Banciu: Lebt wohl, Ihr Genossen und Geliebten!

mit Vorstellung der Anthologie „Wohnblockblues mit Hirtenflöte“

15. Mai 2018, 18:15 Uhr, Ludwig-Maximilians-Universität München, Geschwister-Scholl-Platz 1, Raum A 022

Moderation: Dr. Michaela Nowotnick

Weitere Information zu Carmen-Francesca Banciu finden Sie hier (externer Link), mehr über das Buch können Sie hier (externer Link) erfahren.

Lesung

Blaueuleleid

Gedichte aus der Bukowina

Gelesen von Franziska Bronnen

15. Mai 2018, 20:00 Uhr, Lyrik-Bibliothek, Amalienstr. 83a, München

Schwerpunkt der Lesung dieses Abends waren Ausschnitte aus dem reichen lyrischen Werk dieser Gegend, ergänzt durch einige Prosatexte. Erzählt wurde vom Zusammenleben verschiedener Völker, Sprachen und Religionen in dieser Stadt, aus der Weltliteratur hervorging.

Veranstalter: Dr. Bernhard Albers & Dr. Reinhard Kiefer Stiftung

Mit freundlicher Unterstützung des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Weitere Information zu der Veranstaltung finden Sie auf lyrik-kabinett/blaueuleleid (externer Link).

Juni 2018

Sektion

Erinnerungsorte in südosteuropäischen Literaturen im Vergleich

3.–7. Juni 2018, Oradea/Großwardein/Nagyvárad

Gemeinsame Sektion des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der LMU Münchnen (IKGS) und der Christlichen Universität Partium am 11. Internationalen Kongress der Germanisten Rumäniens in Oradea/Großwardein/Nagyvárad

Im Mittelpunkt der Sektion stand die Frage nach der Bedeutung, Konstruktion und Repräsentation geteilter Erinnerungsorte im multikulturellen Südosteuropa in der Literatur, wobei historische, literatur- und kulturwissenschaftliche Zugänge zur Region vorgestellt wurden. Teilnehmer aus Deutschland, Rumänien, Ungarn, Bosnien und Herzegowina sowie der Türkei beleuchteten divergierende Perspektiven auf Raumkonstruktionen, die zwischen lokaler Wahrnehmung, nationalen Identitätsnarrativen und europäischer Bedeutsamkeit entstanden sind. Sie zeigten einerseits Kontinuitäten in der Darstellung von Erinnerungsorten, andererseits die Brüche und Differenzen unterschiedlicher Diskurse dazu auf. Als lieux de mémoire wurden neben geographischen Räumen wie z. B. Bosnien, Istanbul, Kronstadt/Brașov, Birthälm/Biertan oder der Krönungshügel in Pest auch Persönlichkeiten, wie Stefan Ludwig Roth und Objekte, z. B. Fotografien analysiert. Die Sektion wurde von Dr. Enikő Dácz (IKGS München) und Dr. János Szabolcs (Christliche Universität Partium, Oradea) gemeinsam konzipiert und organisiert. Berichte über den 11. Internationalen Kongress der Germanisten Rumäniens, in dessen Rahmen die Sektion stattgefunden hat, gibt es online in der Allgemeinen Deutschen Zeitung und der Siebenbürgischen Zeitung (externe Links).

Hier geht’s zum Veranstaltungsprogramm: Programm (PDF-Datei)

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Veranstalter (externer Link)

Vortrag und Buchpräsentation

Philipp Ther: Die Außenseiter – Flucht, Flüchtlinge und Integration im modernen Europa

7. Juni 2018, 19:00 Uhr, Kleine Aula der Ludwig-Maximilians-Universität München (Raum A 120), Geschwister-Scholl-Platz 1, 80539 München

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Haus des Deutschen Ostens, dem Institut für Deutsch als Fremdsprache an der LMU München und der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien.

Weitere Informationen zum Buch (externer Link)

Rezension des Buches in der Süddeutschen Zeitung / Rezension in DIE ZEIT (externe Links)

Vortrag

Transylvania in transition: national integration, political regionalism, and minority issues after World War I

27. Juni 2018, 8:30–10:30 Uhr, Bukarest, Piața Romană 6, ASE-Gebäude

im Rahmen des Panels „1918 and Beyond: the integration of the new provinces into Romania (from individual and group perspective)“ hielt Dr. Florian Kührer-Wielach den Vortrag auf der Tagung „#Romania100: Looking Forward through the Past“ (25. bis 30. Juni 2018). Die Tagung wurde von der Society for Romanian Studies (SRS) veranstaltet.

Das Panel wurde von Dr. Irina Levezeanu geleitet und beinhaltete neben dem Vortrag von Florian Kührer-Wielach auch die Vorträge „A no man’s land. Dobruja (1918–1919)“ von Daniel Cain und „Neither easy, nor difficult?! The Romanianization policy in Bessarabia and reactions to it“ von Svetlana Suveică.

435 Teilnehmer aus 27 Nationen wurden bei der Konferenz erwartet. Es fanden Vorträge aus den Bereichen der Politikwissenschaft, Historik, Literatur, Wirtschaft, Soziologie, Anthropologie und Rechtswissenschaft statt.

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf society4romanianstudies.org (externer Link).

Juli 2018

Panel

Romania: Border-Making and Its Consequences: Perspectives from Romania / Moving Mountains: The Carpathians after 1918

11. Juli 2018, 17:00–18:30 Uhr, Wien, Spitalgasse 2, Hof 3

im Rahmen der II. Convention der Association for Borderland Studies (ABS)

HT-8, Session 11D2, Hörsaal 11

Organisator: Florian Kührer-Wielach

Diskutanten:

  • Kurt Scharr (Chair)
  • Romeo Asiminei (Iasi): Carpathians: Electoral boundary within Romania?
  • Enikö Dácz (IKGS München): The Literary Metamorphosis of the Carpathians. German, Romanian, and Hungarian narratives.
  • Madalina Diaconu (Wien): The symbolism of the mountain in the modern Romanian culture
  • Catherine Roth (Mulhouse): Die Karpaten als geologisierte Grenzen dreier Nationen

Weitere Informationen auf der Webseite der ABS (externer Link)