Vernetzung von Lokalmuseen in Bessarabien

In zahlreichen Orten im ukrainischen Budschak und in der Republik Moldau, in denen bis 1940 Bessarabiendeutsche gelebt hatten, sind in den vergangenen Jahren Lokalmuseen entstanden, die sich dieser historischen Minderheit annehmen und die Erinnerung an sie aufrechterhalten. Eines dieser Museen befindet sich in dem 60 Kilometer südwestlich von Chișinău gelegenen Dorf Jekaterinowka/Ecaterinovca. Dessen Initiator Sergej Černeckij lud am 16. Mai 2026 Kollegen und Interessierte aus beiden Ländern sowie aus Deutschland – darunter auch Botschafter Hubert Knirsch – zu einer Vernetzungstagung ein. Seitens des IKGS nahm PD Dr. Tobias Weger an dieser Veranstaltung teil und gewann wertvolle Einblicke in diese vielfältigen Initiativen von unten. Vertreter des Bessarabiendeutschen Vereins e. V. aus Stuttgart schenkten dem Museum in Jekaterinowka originale Objekte, die künftig in der dortigen Ausstellung gezeigt werden.

© Fotos: Tobias Weger/IKGS

Neue Rezension zu „‚besser spät als nie‘. Manfred Winklers Korrespondenz mit Eveline und Hans-Jürgen Schrader“ erschienen

Zu dem im IKGS-Verlag erschienenen Band „‚besser spät als nie‘. Manfred Winklers Korrespondenz mit Eveline und Hans-Jürgen Schrader“ wurde in MATRIX Zeitschrift für Literatur und Kunst, Nr. 3/2025(81) eine neue Rezension, verfasst von Renate Windisch-Middendorf, veröffentlicht.

Zur MATRIX-Ausgabe kommen Sie hier. 

Alle Informationen zum Briefwechsel sowie das ganze Buch im Open Access finden Sie hier. 

Jan Schrastetter von DiFMOE zu Besuch im IKGS

Am 20. Mai 2026 trafen sich Jana Augustin und PD Dr. Angela Ilić mit Jan Schrastetter vom Digitalen Forum Mittel- und Osteuropa (DiFMOE), um über gemeinsame Projekte zu sprechen. Im Mittelpunkt der Besprechung stand die Bearbeitung und Zugänglichmachung des fotografischen Teilnachlasses von Dr. Rudolf Hartmann, die Ende 2025 durch Mittel vom Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten Dr. Bernd Fabritius begonnen hat und ab Juni 2026 dank Finanzierung vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales weitergeführt wird.

© Foto: Paula Ruppert/IKGS

Neuerscheinung: Die aktuelle Ausgabe der „Danubiana Carpathica“

Der 15. Band des jährlich im Auftrag der Kommission für Geschichte und Kultur der Deutschen in Südosteuropa, des Bukowina-Institut an der Universität Augsburg, des Institut für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde und des IKGS herausgegebenen „Jahrbuchs für Geschichte und Kultur in den deutschen Siedlungsgebieten Südosteuropas“ widmet sich in dieser Ausgabe dem Thema „Zwischen Bollwerk und Brücke? Kultur-Raum-Konzepte seit dem 18. Jahrhundert“. 

Der Band wurde von IKGS-Direktor Florian Kührer-Wielach, Kurt Scharr und Rudolf Gräf herausgegeben. 

Weitere Informationen 

© Foto: Paula Ruppert/IKGS

Übersetzungspreis für Andrei Corbea-Hoișie

Der Germanist Andrei Corbea-Hoișie, der im IKGS e.V. das Zentrum für die Erforschung der Deutschen Kultur der Universität Iași vertritt, hat für seine Übertragung Arnold Zweigs den Preis für Übersetzungen ins Rumänische des „Observator cultural“ erhalten. Der Preis wird vom Goethe-Institut unterstützt.

Wir gratulieren herzlich!

Alle Informationen zum Preis und alle Preisträger/innen im Überblick

© Foto: Tobias Weger/IKGS

Vortrag „War Narratives Between Fiction and Nonfiction in Hungarian Children’s and Young Adult Literature“

Am 18. Mai sprach IKGS-Mitarbeiterin Enikő Dácz im Rahmen der an der LMU stattfindenden Ringvorlesung „The Aesthetics and Politics of Nonfiction in Contemporary Children’s and Young Adult Literature: Eastern European Perspectives in a Global Context“. 

Ausgehend von Bachtins These, wonach es keine Literatur ohne Ideologie gibt, ging der englischsprachige Vortrag anhand ausgewählter Texte auf die ungarische Kinder- und Jugendliteratur zum Thema Krieg ein. Die untersuchten Publikationen umfassen sowohl Übersetzungen international bekannter als auch ungarische Werke, die sich mit dem Thema Krieg im Allgemeinen und dem Zweiten Weltkrieg im Besonderen befassen. Neben Sachbüchern wurden auch Romane einbezogen, die historische Diskurse reflektieren.

© Foto: Svetlana Efimova