Rückblick auf die Veranstaltung zu Eginald Schlattner 

Am 30. April fand im Rahmen des Literaturfest München ein Gespräch über Eginald Schlattner (Jahrgang 1933) und das Schreiben in (und trotz) Diktaturen statt. Die Diskussion mit Ingo Schulze, dem Präsidenten der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, und der Berliner Literaturwissenschaftlerin Michaela Nowotnick moderierte Robert Schwartz, Intendant von Radio România.  

Die Literaturfest-Kuratorin Dana Grigorcea las dem zahlreich erschienenen Publikum Passagen aus Schlattners Roman „Rote Handschuhe“ vor. 

Eginald Schlattner ist einer der wichtigsten literarischen Zeitzeugen der kommunistischen Diktatur in Rumänien, für sein Werk und seine Erinnerungsarbeit wurde der rumäniendeutsche Pfarrer vielfach ausgezeichnet. Unter dem Druck der Securitate wurde er in den 1950er-Jahren selbst zum Denunzianten; in seinen Romanen „Rote Handschuhe“ (Hanser, 2001) und „Der geköpfte Hahn“ (dtv, 1998) setzt er sich eindringlich damit auseinander, erzählt von eigener und fremder Schuld und dem Ringen um innere Freiheit.

© Foto: Enikő Dácz/IKGS

Video: Auf den Spuren von Dr. Rudolf Hartmann 

Es ist so weit: Diesen Mittwoch geht unser Video zu den Fotografien des Ethnologen Dr. Rudolf Hartmann (1902-2001) online. Gemeinsam mit unseren Partnerinstituten – dem Institut für Kulturanalyse der Deutschen des östlichen Europa (IKDE) sowie dem Institut für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde (IdGL) – beleuchten wir innerhalb von knapp 20 Minuten einen Nachlass, der auf drei Institute verteilt ist und der spannende Einblicke in lang vergangene Lebenswelten birgt.  

Seien Sie gespannt! 

Das IKGS-Projekt zur Digitalisierung und Erfassung des fotografischen Teilnachlasses von Dr. Rudolf Hartmann wurde aus Mitteln des Beauftragten für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten – Bundesministerium des Innern – AUSB finanziert. 

© Fotos: Angela Ilić/IKGS, Paula Ruppert/IKGS

© Fotos: Angela Ilić/IKGS, Paula Ruppert/IKGS

Neuer Artikel in der Siebenbürgischen Zeitung 

In der Siebenbürgischen Zeitung auf Siebenbuerger.de erschien ein Artikel über den Vortrag zur Geschichte der deutschen Minderheiten in Rumänien, den IKGS-Direktor Dr. Florian Kührer-Wielach im März im Haus des Deutschen Ostens gehalten hatte. 

„In seinem Vortrag gab er einen fundierten Überblick über die Ansiedlung von Deutschen in Großrumänien und erläuterte anschaulich die historischen Hintergründe. Dabei ging er auf die verschiedenen deutschen Minderheiten ein, veranschaulichte anhand von Karten ihre Herkunft, Wanderungsbewegungen und zeitliche Einordnung der Siedlungen und hob die unterschiedlichen Prägungen der Gruppen hervor“, schreibt Jennifer Markel-Hassany. 

Den ganzen Artikel finden Sie hier. 

Neuer Praktikant im IKGS

Zwischen 21. April und 19. Mai 2026 ist Nemanja Novakov, Student an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, als Praktikant im IKGS tätig. Er übernimmt Aufgaben vor allem im Bereich Archiv. Wir freuen uns auf die Unterstützung!

© Foto: Paula Ruppert/IKGS

Tobias Weger zur Geschichte der Moldau

IKGS-Mitarbeiter PD Dr. Tobias Weger beteiligte sich am 17.4.2026 an dem von der Friedrich-Schiller-Universität Jena ausgerichteten Studientag „unterwegs / pe drum / в пути: Moldovas (Sonder)Weg im Gespräch“. Die Veranstaltung fand im Haus auf der Mauer, dem Internationalen Centrum der Universität, statt. Sie gliederte sich in drei Sektionen und eine Abschlussdiskussion. Im ersten Panel diskutierten der Politikberater Lorin Stan und der Doktorand Levi Schlegtendal über russische Einflussnahmen in der Republik Moldau. Eine autonome und eine sezessionistische Region standen im Fokus des zweiten Rundtischgesprächs, das die Publizistin Yelizaveta Landenberger und der Kulturwissenschaftler Tim Wenzel bestritten. Die dritte Einheit nahm Bezug auf den Roman „Legată cu funia de pământ“ („Dieses Seil, das mich an die Erde bindet“) der aus der Moldau stammenden Schriftstellerin Lorina Bălteanu. Unter der Moderation der Jenaer Romanistin Prof. Dr. Valeska Bopp-Filimonov stellte die Übersetzerin Dr. Gundel Große das Buch vor, während PD Dr. Tobias Weger auf die historischen Bezüge des Romans einging, der die Zeit des Sowjetkommunismus aus der Sicht eines Mädchens beschreibt. Neben allgemein interessiertem Publikum wurde die Veranstaltung auch von Student/innen des Instituts für Slavistik besucht, die sich im Mai im Rahmen einer Exkursion in die Republik Moldau begeben werden.

© Foto: Jörg Becken, Berlin

Neue Rezension zu „‚besser spät als nie‘. Manfred Winklers Korrespondenz mit Eveline und Hans-Jürgen Schrader“ erschienen

Zu dem im IKGS-Verlag erschienenen Band „‚besser spät als nie‘. Manfred Winklers Korrespondenz mit Eveline und Hans-Jürgen Schrader“ wurde eine neue Rezension veröffentlicht. „Es ist vor allem die ungemein präzise und detaillierte Kommentierung durch Schrader, die in zahlreichen, auch längeren Anmerkungen zum Teil mit bisher unedierten Werkteilen ein differenziertes Bild nicht nur der institutionellen germanistischen Beziehungen zu Israel mitliefert, sondern zugleich auch die handelnden Menschen in den Blick geraten lässt“, schreibt Markus Bauer auf literaturkritik.de. 

Die ganze Rezension finden Sie hier. 

Alle Informationen zum Briefwechsel sowie das ganze Buch im Open Access finden Sie hier.