Kritzeleien Anno Dartzumal

Besonders die Rara in unserer Bibliothek sind immer wieder für eine unterhaltsame Überraschung gut. Wer erwartet in einem Buch aus dem Jahre 1792 eine per Hand eingezeichnete, jedoch offensichtlich nie benutzte Dartscheibe? Nun, wir zumindest nicht. Die Lösung, zerrissene Seiten mit Briefmarkenresten zu kleben, finden wir allerdings durchaus recht kreativ und nachhaltig. Schade nur: Wir wissen nicht, wann diese Modifikationen jeweils vorgenommen wurden.

PD Dr. Tobias Weger auf dem diesjährigen Dobrudscha-Seminar

Vom 9. bis 12. April 2026 beteiligte sich IKGS-Mitarbeiter PD Dr. Tobias Weger mit drei Referaten am diesjährigen Dobrudscha-Seminar im Katholischen Bildungshaus St. Ursula in Erfurt. Im Mittelpunkt stand die Zeit der deutschen Kolonisten in Südrussland vor der Einwanderung in die damals noch osmanische Dobrudscha. Unter den weiteren Referenten befanden sich Dr. Josef Sallanz (Chișinău), Dr. Dmytro Myeshkov (IKGN Lüneburg) und die Kulturreferentin Dr. Heinke Fabritius, die ihre aktuellen Dobrudscha-Projekte präsentierte.

Das Dobrudscha-Seminar fand in diesem Jahr zum zehnten Mal statt und wird von Titus Möllenbeck (Erbacher Hof, Mainz) in Zusammenarbeit mit dem Bessarabiendeutschen Verein organisiert. Für 2027 ist als Ort Ulm vorgesehen.

© Foto: Viktor Fritz

Angela Ilić auf Forschungsreise in Serbien und Kroatien

PD Dr. Angela Ilić war von Ende März bis Anfang April auf Forschungsreise in Serbien und Kroatien unterwegs. In Belgrad traf sie sich mit Kolleginnen und Kollegen vom Balkanologischen Institut der Serbischen Akademie der Wissenschaften und Künste sowie vom Institut für die neuere Geschichte Serbiens, um über die Weiterführung der Zusammenarbeit zu sprechen. Sie forschte unter anderen in der Nationalbibliothek Serbiens, im Archiv Jugoslawiens und im Staatsarchiv in Esseg/Osijek. Zudem besuchte sie ausgewählte Erinnerungsorte und Institutionen der deutschen Minderheit in beiden Ländern, darunter den St.-Gerhard-Verein in Sombor.

© Foto: Angela Ilić/IKGS

Neue Rezension zu „Deutschsprachige literarische Felder und Akteure in Zentraleuropa im postimperialen Kontext“

Zu dem Band „Deutschsprachige literarische Felder und Akteure in Zentraleuropa im postimperialen Kontext“, herausgegeben von IKGS-Mitarbeiterin Dr. Enikő Dácz, Réka Jakabházi und János Szabolcs, ist im „Jahrbuch für Internationale Germanistik“, Ausgabe 3, Band: 57 (2025) eine neue Rezension erschienen. „Indem die Beiträge die Grenzen einer unidimensionalen Herangehensweise überwinden, eröffnen sie als bereichernde Mikrostudien neue Perspektiven auf die symbolische Kartografierung multikultureller Literaturfelder“, schreibt dort Raluca Macovei. 

Die ganze Rezension im Open Access finden Sie hier. 

Näheres zum Band „Deutschsprachige literarische Felder und Akteure in Zentraleuropa im postimperialen Kontext“ finden sie hier. 

© Foto: Paula Ruppert/IKGS

Neuer Aufsatz von Dr. Enikő Dácz: „Wo sich die ‚Nachtigall der Karpaten‘ und Johnny treffen“ 

Im „Jahrbuch für Internationale Germanistik“, Ausgabe 3, Band: 57 (2025), ist ein neuer Aufsatz von IKGS-Mitarbeiterin Dr. Enikő Dácz unter dem Titel „Wo sich die ‚Nachtigall der Karpaten‘ und Johnny treffen. Raumkonstruktionen in Dana Grigorceas Die nicht sterben“ erschienen. 

Dana Grigorcea gehört zu den anerkannten deutschsprachigen Autor:innen, deren Werke sich nationalliterarischen Zuordnungen entziehen und aus der Selbstverständlichkeit des Dazwischen schöpfen: Ihre Texte entstehen zwischen Sprachen, Ländern und Künsten. Daraus ergibt sich eine Fluidität, die mit einem intermedialen Spiel einhergeht, das literarische Räume in steter Bewegung zwischen Künsten entstehen lässt. 

Den ganzen Aufsatz im Open Access finden Sie hier. 

Den ganzen Band im Open Access finden Sie hier. 

© Foto: Paula Ruppert/IKGS 

Das IKGS auf dem 2. Tag der Münchner Osteuropastudien

Auf dem 2. Tag der Münchner Osteuropastudien unter dem Thema „Der Holocaust und der Zweite Weltkrieg in Osteuropa“ war das IKGS wieder mit Workshops und einem Infostand vertreten. 

Neben einem Workshop „Deutsch-jüdische Interferenzen in Südosteuropa“ von den IKGS-Mitarbeitenden PD Dr. Angela Ilić und PD Dr. Tobias Weger hielt auch unsere Bibliotheks­mitarbeiterin Laura Schmid, M.A. in Kooperation mit weiteren Bibliotheken einen Workshop zu Beständen der Münchner Bibliotheken zum Zweiten Weltkrieg und dem Holocaust im östlichen Europa.

Der Tag wurde von der Abteilung für Geschichte Ost- und Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München in Kooperation mit der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung Dillingen und der Münchner Zweigstelle der DGO organisiert; ferner waren acht Münchner Einrichtungen der Osteuropastudien vertreten.

© Foto: Paula Ruppert/IKGS