Autoritarismus und Minderheiten

Autoritarismus und Minderheiten

Graue Zeiten – Bunte Seiten

„Deutschsprachige Kinder- und Jugendbücher im sozialistischen Rumänien“ (1949–1989) – Digitales Ausstellungsprojekt

Das sozialistische Rumänien betrieb über Jahrzehnte hinweg eine für den ehemaligen Ostblock einmalige liberale Minderheitenpolitik. So konnten in den Jahren 1949–1989 rund 1.300 deutschsprachige Titel für Kinder und Jugendliche erscheinen. Die Bibliothek des IKGS besitzt einen großen Bestand an Kinder- und Jugendliteratur des Jugendverlages sowie der in den Jahren 1969/1970 neu gegründeten Verlage Kriterion, Ion Creangă, Dacia und Albatros.

Anhand ausgewählter Titel aus der Institutsbibliothek soll die Bandbreite der Kinder- und Jugendliteratur dieser Zeit gezeigt werden: Bilderbücher, Märchenbücher, Tiergeschichten, Abenteuerromane für Jugendliche, Liederbücher u. v. m. Namhafte zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler aus Rumänien, die mit der Illustration der Bücher beauftragt wurden, werden in der Ausstellung porträtiert. Neben Büchern von rumäniendeutschen Autorinnen und Autoren spielen auch Übersetzungen aus dem Ungarischen und dem Rumänischen bzw. Bücher von Autorinnen und Autoren aus anderen Ländern eine Rolle. Ein kurzer Ausblick auf die Zeit nach 1989 rundet die Ausstellung ab.

Die Idee zu dieser Ausstellung entstand während  des Projektes Gelesen, geliebt, gesichert. Massenentsäuerung und konservatorische Sicherung von (Kinder-)Büchern der deutschsprachigen Minderheit im sozialistischen Rumänien, das aus Mitteln der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) gefördert wurde, die durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und die Kulturstiftung der Länder (KSL) finanziert wird. Zahlreiche Kinderbücher, die im Rahmen dieses Projektes restauriert wurden, können nun in der Ausstellung präsentiert werden.

Die Ausstellung wird virtuell im Internet über die Webseite des IKGS und auf der Ausstellungsplattform der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB) präsentiert und im Herbst 2021 online gehen.

Zwischenergebnisse im Rahmen des Projekts

  • Projektantrag: November 2020
  • Bewilligung der Projektmittel: Februar 2021
  • Projektlaufzeit: März – August 2021
  • Freischaltung der virtuellen Ausstellung im ersten Quartal 2022

Jana Augustin, M. A.
Leitung Bibliothek und Archiv
Projektmitarbeit „Nachlass Zillich“

E-Mail: augustin@ikgs.de
Tel.: 089/78 06 09 13

 

Helene Dorfner, M. A.
Ko-Projektleitung bis Februar 2022

Gefördert von:

Das Ausstellungsprojekt wird aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales gefördert. (Projektförderung nach § 96 BVFG für die Vermittlung und Sichtbarmachung von kulturellen Beständen)

Projektpartner

Leihgeber