Virtuelle Ausstellung

Autoritarismus und Minderheiten

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Graue Zeiten – Bunte Seiten

Deutschsprachige Kinder- und Jugendbücher im sozialistischen Rumänien

Diese Ausstellung zeigt eine repräsentative Auswahl von deutschsprachigen Kinder- und Jugendbüchern im sozialistischen Rumänien. Sie beschreibt die Umstände, unter denen deutschsprachige Bücher in Rumänien erscheinen konnten. Wie haben sich Inhalt und Form der Kinder- und Jugendbücher im Laufe der Jahrzehnte unter sich wandelnden politischen Vorzeichen entwickelt? Wie wirkte sich die Zensur auf den Inhalt und wie die Materialknappheit auf die Produktion der Kinder- und Jugendbücher aus? Wer waren die Autor:innen und Illustrator:innen?

Zur virtuellen Kinderbuchausstellung in der Deutschen Digitalen Bibliothek

​Unser Dank gilt allen Förderern, Kooperationspartnern, Leihgebern, dem Team der Deutschen Digitalen Bibliothek sowie insbesondere allen Autor:innen, Illustrator:innen und Verleger:innen, die uns die digitale Publikation der Werke ermöglicht haben.

Wir wünschen Ihnen viel Freude mit unserer Online-Ausstellung „Graue Zeiten – Bunte Seiten“ und freuen uns auf Ihr Feedback!

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Das „Making of“ im Podcast

In der aktuellen Folge unseres Podcasts „Donauwellen. Der Südostcast“ spricht Dr. Florian Kührer-Wielach mit der Kuratorin Birgit Fernengel über Idee, Hintergründe und Konzept der Ausstellung.

Zur Podcast-Folge #12 „Graue Zeiten – Bunte Seiten“

Werden Sie Teil unserer Ausstellung!

Das Thema berührt die Angehörigen der „Erlebnisgeneration“ wohl auch emotional: Wer erinnert sich nicht gerne an die Bücher der Kindheit und Jugend, an die Geschichten und Illustrationen, die die „grauen Zeiten“ des kommunistischen Rumänien ein wenig bunter gemacht haben?

Wenn Sie selbst Zeitzeugin bzw. Zeitzeuge sind, möchten wir Sie gerne einladen, Teil unserer virtuellen Ausstellung zu werden. Schicken Sie uns Ihre Erinnerungen an Ihre liebsten rumäniendeutschen Kinder- und Jugendbücher in dieser Epoche, als Text, Tonspur oder Videoaufnahme. Wir nehmen diese dann als Zeitdokument in unsere Ausstellung auf.

Kontakt: kinderbuchausstellung@ikgs.de

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Über das Projekt

Das sozialistische Rumänien betrieb über Jahrzehnte hinweg eine für den ehemaligen Ostblock einmalige liberale Minderheitenpolitik. So konnten in den Jahren 1949–1989 rund 1.300 deutschsprachige Titel für Kinder und Jugendliche erscheinen. Die Bibliothek des IKGS besitzt einen großen Bestand an Kinder- und Jugendliteratur des Jugendverlages sowie der in den Jahren 1969/1970 neu gegründeten Verlage Kriterion, Ion Creangă, Dacia und Albatros. So konnte für die Präsentation der nahezu 100 Kinder- und Jugendbücher zu einem Großteil auf die Bestände der IKGS-Fachbibliothek zurückgegriffen werden.

Anhand ausgewählter Titel aus der Institutsbibliothek wird die Bandbreite der Kinder- und Jugendliteratur dieser Zeit gezeigt: Bilderbücher, Märchenbücher, Tiergeschichten, Abenteuerromane für Jugendliche, Liederbücher u. v. m. Namhafte zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler aus Rumänien, die mit der Illustration der Bücher beauftragt wurden, werden in der Ausstellung porträtiert. Neben Büchern von rumäniendeutschen Autorinnen und Autoren spielen auch Übersetzungen aus dem Ungarischen und dem Rumänischen bzw. Bücher von Autorinnen und Autoren aus anderen Ländern eine Rolle.

Ein Ausblick auf die Zeit nach 1989 rundet die Ausstellung ab. Denn es handelt sich um ein Kapitel der Zeitgeschichte, das noch nicht zu Ende geschrieben ist: nach wie vor entstehen im (örtlichen wie virtuellen) rumäniendeutschen Kommunikations- und Kulturraum neue Geschichten für Kinder und Jugendliche.

Die Idee dahinter

Die Idee zu dieser Ausstellung entstand während  des Projektes „Gelesen, geliebt, gesichert. Massenentsäuerung und konservatorische Sicherung von (Kinder-)Büchern der deutschsprachigen Minderheit im sozialistischen Rumänien“, das aus Mitteln der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) gefördert wurde, die durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und die Kulturstiftung der Länder (KSL) finanziert wird. Zahlreiche Kinderbücher, die im Rahmen dieses Projektes restauriert wurden, können nun in der Ausstellung präsentiert werden.

Projektchronologie

  • Projektantrag beim HDO München: November 2020
  • Bewilligung der Projektmittel: Februar 2021
  • Laufzeit des Drittmittelprojekts: März – August 2021
  • Laufzeit des aus Bordmitteln finanzieren Projektabschnitts: September 2021 – Oktober 2022
  • Freischaltung der virtuellen Ausstellung: Herbst 2022
  • Offizielle Präsentation: Januar 2023

Jana Augustin, M. A.
Leitung Bibliothek und Archiv
Projektmitarbeit „Nachlass Zillich“

E-Mail: augustin@ikgs.de
Tel.: 089/78 06 09 13

 

Helene Dorfner, M. A.
Ko-Projektleitung bis Februar 2022

Gefördert von:

Das Ausstellungsprojekt wird aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales gefördert. (Projektförderung nach § 96 BVFG für die Vermittlung und Sichtbarmachung von kulturellen Beständen)

Projektpartner

Leihgeber