Vortrag | Käthe Kollwitz und Grete Csaki-Copony – Künstlerinnenleben in Berlin

 

Am Donnerstag, 13. Juni 2019, 19 Uhr, hält Dr. Heinke Fabritius einen Vortrag über Käthe Kollwitz und Grete Csaki-Copony.

Zahlreiche deutschsprachige Künstlerinnen aus dem östlichen Europa haben sich im Laufe des 20. Jahrhunderts in den großen Metropolen – Berlin, München, Köln oder Düsseldorf – niedergelassen. Die Gründe dafür sind vielfältige, oft auch politische. Einige dieser jungen Frauen haben mit ihrem bildnerischen Werk markante Positionen errungen und die Kunstszene geprägt. Nicht zuletzt aus den Erfahrungen ihrer Herkunft schöpfend, geben sie unerwartete Hinweise um Europa in seiner Vielfalt zu denken.
Die Kulturreferentin stellt in ihrer Reihe DEUTSCHSPRACHIGE KÜNSTLERINNEN AUS DEM ÖSTLICHEN EUROPA Leben und Werk von jeweils zwei Frauen vor und beleuchtet dabei sowohl deren spezifische Lebenswege als auch maßgebende Hauptwerke.

Dr. Heinke Fabritius ist Kulturreferentin für Siebenbürgen, Bessarabien, Bukowina, Dobrudscha, Maramuresch, Moldau und Walachei am Siebenbürgischen Museum in Gundelsheim am Neckar. Als Kunsthistorikerin ist sie mit der Kunst der Moderne und Gegenwart bestens vertraut und seit vielen Jahren in deren Vermittlung tätig.

Kontakt:
Martin-Opitz-Bibliothek
Arkadiusz Danszczyk
Berliner Platz 5
44623 Herne
Karte (externer Link)
arkadiusz.danszczyk@herne.de

Preisverleihung | Georg Dehio-Kulturpreis 2019 für Dr. Maciej Łagiewski und das Jugendensemble „Canzonetta“

Georg Dehio-Kulturpreis 2019

Georg Dehio-Kulturpreis 2019

 

Das Deutsche Kulturforum östliches Europa verleiht den Georg Dehio-Kulturpreis in diesem Herbst zum neunten Mal. Mit dem von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters, dotierten Preis werden Persönlichkeiten und Initiativen geehrt, die sich in vorbildlicher Weise mit den Traditionen und Interferenzen deutscher Kultur und Geschichte im östlichen Europa bewahrend, zukunftsorientiert und im partnerschaftlichen Dialog auseinandersetzen.

Die siebenköpfige Jury unter dem Vorsitz von Dr. Felix Ackermann sprach den Hauptpreis dem polnischen Historiker und Museumsdirektor Dr. Maciej Łagiewski zu. In der Begründung heißt es:

„Sein beharrliches Engagement gilt der Erforschung, Bewahrung und Vermittlung des gemeinsamen wissenschaftlichen und kulturellen Erbes Schlesiens mit seiner Hauptstadt Breslau und seinem konsequenten Einsatz für die Verständigung zwischen Deutschen, Polen und Juden. In den 1980er Jahren initiierte er die konservatorische Arbeit am Alten Jüdischen Friedhof in Breslau und trug maßgeblich zur Rettung dieses Kulturdenkmals bei. 1991 wurde Maciej Łagiewski Direktor des Historischen Museums der Stadt Breslau und 1999 Direktor aller städtischen Museen. Sein erfolgreicher Einsatz, der manche Widerstände überwinden musste, galt der baulichen Wiederherstellung des Schlosses und insbesondere der Konzeption einer Dauerausstellung, die die Stadtgeschichte erstmals multiperspektivisch und ohne Auslassungen erzählte, und die Polen und Deutsche in gleicher Weise ansprach. Auf seine Initiative wurde u.a. auch die im Alten Breslauer Rathaus befindliche Galerie mit Büsten von bedeutenden Breslauerinnen und Breslauern zusammengestellt, die eine Verbindung zwischen der Vergangenheit der Hauptstadt Schlesiens mit ihrer Gegenwart symbolisiert. Dr. Łagiewski ist ein im europäischen Geist wirkender herausragender Brückenbauer zwischen den Menschen.“

Der Förderpreis geht an das Kinder- und Jugendensemble Canzonetta mit seiner Gründerin und langjährigen Leiterin Ingeborg Acker. Das im siebenbürgischen Kronstadt/Brașov beheimatete und im Umfeld des deutschsprachigen Johannes-Honterus-Lyzeums und der evangelischen Honterusgemeinde entstandene Ensemble hat Generationen von Kindern und Jugendlichen verschiedener ethnischer und konfessioneller Zugehörigkeit für das gemeinsame Singen und Musizieren begeistert. Aus der Begründung der Jury:

„Sein breites und facettenreiches Repertoire reicht von traditionellen Volksgesängen über geistliche Werke bis hin zu internationalen Klassikern. Es zeugt von einer intensiven, qualitätsvollen Auseinandersetzung mit dem vielstimmigen und vielsprachigen europäischen Kulturerbe, das seine Rückbindung stets im multikulturellen Gefüge Kronstadts und der Region findet. Das Ensemble, das sich über das Musikalische hinaus der Vermittlung von so dringend benötigen Werten wie Kollegialität, Teamgeist und Selbstbewusstsein an eine junge Generation verschrieben hat, entfaltet seine Wirkung weit über die Region hinaus, wie zahlreiche Auftritt im In- und Ausland belegen.“

Der Hauptpreis ist mit 7.000 €, der Förderpreis mit 3.000 € dotiert.

Die Preisverleihung findet am 26. September in Berlin statt.

Ausführliche Informationen zur Begründung der Jury und Pressefotos finden Sie in demnächst unter www.kulturforum.info

Zusammensetzung der Jury:

  • Dr. Felix Ackermann(Vorsitzender), Deutsches Historisches Institut Warschau
  • Dr. Ernst Gierlich, Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen
  • Karoline Gil, Institut für Auslandsbeziehungen
  • Dr. Florian Kührer-Wielach, Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der LMU München (IKGS)
  • Bára Procházkova, Česká televize, Prag/Praha
  • Prof. Dr. Matthias Weber, Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deut-schen im östlichen Europa, Oldenburg

Filmvorstellung | “Der Vogel träumt vom Maismehl – Erinnerungen und Entwicklungen in Siebenbürgen” in Wien vorgeführt.

 

“Manuel Stübecke konnte uns bloß Filmfragmente vorführen, da die eigentliche Filmpremiere in Berlin erst im Monat Mai stattfinden soll. Der Vorgeschmack der gezeigten Bruchstücke macht aber Appetit auf den integralen Filmablauf […]”

Hier geht zum vollständigen Bericht der Siebenbürgischen Zeitung Online (externer Link).

Der Dokumentarfilm, der zwischen 2013 und 2016 von Manuel Stübecke gedreht wurde, besteht aus insgesamt 15 Interviews mit älteren und jüngeren Vertretern der Rumäniendeutschen. Die Interviews bilden einen Querschnitt der Geschichte der Minderheit im 20. Jahrhundert ab. Diese Interviews bleiben einer Nachwelt erhalten, die bereits zwei verstorbene Interviewpartner (Paul Philippi und Walter G. Seidner) nicht mehr erleben können.

Die Postproduktion wurde mit Fördermitteln des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS) an der LMU München, des Hauses des Deutschen Ostens in München, des Bayerischen Staatsministers für Familie, Arbeit und Soziales und nicht zuletzt von der Evangelischen Kirche Westfalens unterstützt.
 

Aviso:

Das Deutsche Kulturforum Östliches Europa lädt am 25. Mai 2019 um 15:30 Uhr zur Filmpremiere im Bundesplatz-Kino, Bundesplatz 14 in Berlin ein:

Filmvorführung und Gespräch mit dem Regisseur Manuel Stübecke und Frieder Schuller im Rahmen der Dokumentarfilmreihe »7bürgen 7bürger in 7 Filmen«

Hier geht es zum Veranstalter (externer Link).

Autorenlesung | “Mutters Flucht. Auf den Spuren einer verlorenen Heimat”: ZDF-Journalist Andreas Wunn liest aus seinem Buch

 

 

Das Verein Haus der Donauschwaben e.V. lädt zur Autorenlesung:

Samstag, 16. März 2019, 14 Uhr
Haus der Donauschwaben Goldmühlestraße 30, 71065 Sindelfingen (Karte)

ZDF-Journalist Andreas Wunn, Chefredakteur des Morgenmagazins und des Mittagsmagazins, liest aus seinem aktuellen Buch “MUTTERS FLUCHT. Auf den Spuren einer verlorenen Heimat”.

Jahrzehntelang hat Andreas Wunns Mutter dazu geschwiegen, wie sie nach dem Zweiten Weltkrieg aus dem Gebiet Jugoslawiens nach Deutschland floh. Auch über ihre Wurzeln – jene der Donauschwaben im Banat – sprach sie nicht viel. 2017 endlich, siebzig Jahre nach ihrer Flucht, beschließt Wunn, zusammen mit seiner Mutter eine Reise in die Region ihrer Kindheit zu machen – entlang der damaligen Fluchtroute, die heute als „Balkan-Route“ bekannt ist.

Entstanden ist eine anrührende Erzählung eines Nachkriegsschicksals, aber auch die persönliche Wiederentdeckung eines fast vergessenen Stücks deutscher Geschichte, die vor Jahrhunderten begann und nach dem Zweiten Weltkrieg endete.

Eintritt frei.
Spenden erwünscht.

Anmeldung möglich unter 07031-79376-30 (nur Vormittags).

Hier geht es zur Einladung (PDF).

Vortrag | Otto Sendtners botanische Reise nach Bosnien im Jahr 1847

 

 

 
Die Bayerische Botanische Gesellschaft lädt zum Vortrag von Dr. Jozo Džambo (München):
“Otto Sendtners botanische Reise nach Bosnien im Jahr 1847. Ein wissenschaftliches Abenteuer im osmanischen Bosnien”.

12. März 2019, 19 Uhr

Großer Hörsaal der Botanischen Staatsanstalten
München-Nymphenburg, Menzinger Straße 67.

Eintritt frei.

Hier geht es zur Einladung (PDF-Datei)

Informationsabend | Entdecken Sie die Donaustadt Ruse in Bulgarien!

Entdecken Sie die Donaustadt Ruse in Bulgarien!
Informationsabend mit Verkostung

 

Donnerstag 14. Februar um 19 Uhr

Donauschwäbisches Zentralmuseum, Schillerstraße 1, Ulm

 

 

 

 
Die Ulmer Danube-Networkers werden Sie an diesem Abend mit Bulgarien ein wenig vertraut machen, vor allem mit der Stadt Ruse und der Region. Ruse ist mit 145.000 Einwohnern die größte Stadt Bulgariens an der Donau und über die Brücke der Freundschaft mit Rumänien verbunden. Im Frühsommer planen die Danube-Networkers eine Begegnungsreise nach Ruse. An diesem Abend werden sie ihre Partner vor Ort vorstellen und wollen Sie auf eine Begegnung neugierig machen.

Zudem wird Dr. Wolfgang Doster seine neue App Odda-SCT vorstellen. Die Anwendung ermöglicht eine einfache Unterhaltung ohne Kenntnis der Sprache des Gesprächspartners – auch ohne Internetanbindung. Derzeit ist die App für die Sprachen Deutsch und Bulgarisch konfiguriert. Weitere Sprachen werden folgen.

In der Pause gibt es Gelegenheit, sich bei einem Gläschen bulgarischen Weins und Fingerfood über das Gehörte und Gesehene auszutauschen.

Eine Veranstaltung der Danube-Networkers

Eintritt frei. Kostenbeitrag für Verköstigung

Stiftung
Donauschwäbisches Zentralmuseum
Schillerstraße 1
DE-89077 Ulm