Tagung: V. Jahrestagung des Forschungszentrums Deutsch in Mittel-, Ost- und Südosteuropa (FZ DiMOS)

Das Forschungszentrum Deutsch in Mittel-, Ost- und Südosteuropa (FZ DiMOS) lädt zur fünften Jahrestagung in Regensburg ein:

Von 27. bis 29. September 2018

im Wissenschaftszentrum Ost- und Südosteuropa Regensburg (Landshuter Straße 4).

Die Tagung bietet Vorträge zur aktuellen Forschung über die historische und gegenwärtige Rolle des Deutschen im östlichen Europa aus verschiedenen Bereichen: Sprachwissenschaft, Didaktik, Literatur- und Kulturwissenschaften. Die Schwerpunkte bilden das Deutsche als Mutter- und Zweitsprache im östlichen Europa, die Stadtsprachen und Sprachbiografien zwischen den Generationen sowie der Bereich der Mehrsprachigkeit und des Dialekts.

Zu diesen Themengebieten erbittet das Forschungszentrum Vorschläge für Vorträge, die bis 31. Mai 2018 in Form eines kurzen Abstracts an fz.dimos@ur.de geschickt werden können.

Für weitere Informationen: Einladung V. Jahrestagung Regensburg 2018 (PDF-Datei)

Call for Papers: Werte – Zeiten – Orte. Die Macht der Multikulturalität in Sprache und Literatur

26. und 27. April 2018

Department für deutsche Sprache und Literatur der Babeş-Bolyai-Universität Klausenburg

 

Kultur kann eine Quelle von Distinktion, Abgrenzung, Konflikt oder aber ein Feld von Kontakt, Austausch, Diffusion und Integration sein.

Der Begriff Multikulturalität besitzt eine sozialpolitische Dimension, deren Tragweite nicht zu unterschätzen ist. Von ihr hängt ab, welche Bedeutung dem Terminus zugeschrieben wird: Die positive Bewertung multiethnischen Zusammenlebens, Anerkennung kultureller Unterschiede, das Einfordern von Verständnis, Akzeptanz und Respekt? Oder werden Assimilation und Identitätsverlust, Gewalt und Unterdrückung als unweigerliche Folgen multikultureller Gesellschaften befürchtet?

Von besonderer Relevanz waren Fragen zum multiethnischen, multikulturellen Zusammenleben stets in Siebenbürgen – einem Raum, in dem seit Jahrhunderten verschiedene Sprachen, Kulturen und Religionen nebeneinander existieren. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass Hugo Meltzl und Samuel Brassai die erste komparatistische Zeitschrift überhaupt, Acta Comparationis, hier in Klausenburg publizierten: Dies ist ein frühes Beispiel dafür, wie oben genannte Fragen auch in die Literatur- und Sprachwissenschaft eingeflossen sind.

Beide Disziplinen erforschen, wie sich Fremdes begegnet und wie sich diese Begegnung mit dem Fremden in Literatur und Sprache niederschlägt. Dabei ist es notwendig, über Kulturgrenzen hinauszudenken. Dies stellt für uns als Germanistik in Klausenburg (Cluj, Kolozsvár) im Alltag wie in der Wissenschaft die Norm dar. Daher ist es für uns naheliegend, zu einer Tagung zum Thema Multikulturalität einzuladen.

Das Thema bietet vielfältige Fragestellungen in unterschiedlichen Disziplinen: Welche Rolle spielte und spielt Sprachenpolitik in Fragen des multikulturellen Zusammenlebens? Wie drücken sich interkulturelle Machtverhältnisse sowohl in der Sprachenpolitik als auch im alltäglichen Diskurs aus und wie können sie überwunden werden?

Welche Rolle kommt der Sprache zu, wenn es um Fragen der kulturellen Identität geht? Hier sind sowohl eigene Wahrnehmungen von Sprecher*innen wie Zuschreibungen von außen interessant – wenn es bspw. darum geht, wie Akzente wahrgenommen und klassifiziert werden.

Ein anderes Themenfeld wären Fragestellungen zu Mehrsprachigkeit: Welche Rolle, welcher Wert kommt ihr zu? Wie benutzen Sprecher*innen Code-Switching, und was sagt dies über die betreffenden Sprachen aus?

In der Literaturwissenschaft spielt nicht erst seit den Postcolonial Studies die Frage nach dem Anderen, Fremden eine Rolle – diese lässt sich auch auf Werke umlegen, die in multikulturellen Regionen entstehen oder solche thematisieren.

Inwiefern verfügen literarische Werke über eine ‚kulturelle Prägung‘, und was verraten die Inhalte und Motive darüber? Lassen sich Spuren der Mehrsprachigkeit, der multikulturellen Lebensrealität einer Autorin oder eines Autors einem Werk nachzeichnen?

Welchen Einfluss haben politische, soziale und kulturelle Rahmenbedingungen für ein literarisches Werk? Wie wird also Literatur in einer multikulturellen Gesellschaft produziert, rezipiert und bewertet?

Fragestellungen dieser Art lassen sich natürlich nicht nur anhand literarischer Texte abhandeln; sie haben ihren Weg auch in die Theater-, Film- und Medienwissenschaft gefunden. Auch damit werden wir uns auseinandersetzen. Wie präsentieren, thematisieren oder reflektieren Theaterstücke, Filme und Medienerzeugnisse Multikulturalität?

Nicht von minderer Bedeutung sind diese Aspekte auch in der Didaktik: Wie werden hier die Forschungsergebnisse der genannten Disziplinen aufgegriffen? Werden didaktische Materialien einer multikulturellen Realität gerecht?

Diesen und ähnlichen Fragen gehen wir bei der Tagung nach, die am 26. und 27. April 2018 am Department für deutsche Sprache und Literatur der Babeş-Bolyai-Universität Klausenburg stattfinden wird.

Anmeldungen bis zum 30. März 2018 mit einem Abstract an laura.laza@gmx.de.

Die Beiträge werden in einem Tagungsband erscheinen.

 

Call for Papers: Istraživanja– Journal of Historical Researches

We are happy to invite you to submit your papers and review articles for the 29th (2018) volume of ISTRAŽIVANJA – JOURNAL OF HISTORICAL RESEARCHES, the official journal of the Department of History (Faculty of Philosophy), University of Novi Sad (Serbia).

Deadline for the submission is 15th of May 2018. The contributions should be sent via e-mail to the following address: istrazivanja@ff.uns.ac.rs.

You can find instructions for preparation of manuscript and style guidelines in this file: CfP Istraživanja (PDF File)

Tagung: 1918-1938-2018: Beginnt ein autoritäres Jahrhundert?

Tagung: 4.-7. September 2018

Tagungsort: Schloss Eckartsau (Niederösterreich) [Unterbringung in Bratislava]

Die Bundeszentrale für politische Bildung (Bonn/Berlin) und die Universität Wien rufen zum Call for Papers auf.

Um einen Beitrag einzureichen, senden Sie bitte ein Abstract Ihres Beitrags (inkl. Titel) im Umfang von maximal 1.500 Zeichen (inkl. Leerzeichen) und einen tabellarischen Lebenslauf von maximal einer Seite Din A4 an folgende E-Mail-Adresse: eckartsau2018.zeitgeschichte@univie.ac.at. Die Einreichfrist endet am 15. April 2018. Einreichungen können in deutscher und englischer Sprache erfolgen. Der Vortrag ist auf Englisch zu halten und darf 20 Minuten nicht überschreiten. BewerberInnen erhalten im Mai 2018 eine definitive Zu- oder Absage.

Weitere Informationen finden Sie unter folgenden Links: CfP Deutsch (PDF-Datei), CfP English (PDF File)

Konferenz: Cosmopolitanism and (Post-) Imperial Space. German-speaking Networks in Eastern Europe (ca. 1850-1950)

Die Technische Universität Dresden lädt zur Konferenz vom 18. bis 20. Juli ein und bittet ab sofort um Themenvorschläge für die Vorträge.

Informationen zum „Call for Papers“:

Eastern Europe was strongly affected by the multilingualism and multiethnicity of its inhabitants. The empires that ruled the region until the end of the Great War organised the various languages and ethnic group on their territories in hierarchical orders: they tried to centralise power and included socially and ethnically heterogenous elites into their ruling class.[1] Their successor states – both alleged nation states and the Soviet Union- launched attempts to change these modes of elite recruitment and established their new capitals as economic, cultural and political centres. The totalitarian regimes in Berlin and Moscow destroyed these new states in East Central Europe. Deprivation of rights, forced deportation and genocides were part of the occupation policy of Nazi Germany which involved local ethnic groups into murder and robbery. With the collapse of Hitler’s Empire and the expansion of Stalin’s sphere of influence, a new chapter of national statehood within impe rial strucures began. In vast parts of Eastern Europe linguistic and ethnic plurality seemed to have come to an end.

Germans and German-speaking individuals and groups in Eastern Europe were significantly caught by these developments and took action to shape their fate. Shifts in status and changing assumptions associated with the use of German as well as altering options of agency of German speakers open doors to a better understanding of the history of Eastern Europe in its entanglement with German nationalism and imperialism. Cosmopolitan networks that altered in composition and range offer access for the study of the transformation of everyday life under the impact of regimes during imperial, post-imperial and war times. In particular, a comparing view on German-speaking nobility and German-speaking Jewry promise new perspectives.[2] Unlike more static models of the group or the nation, the structural and phenomenological network theory [3] emphasizes the dynamics and openness of community building and reveals the multiple involvement of individuals in different social, economic, and po litical contexts. At the same time, networks always communicate values and ideas of self-identification and their members tend to distinguish themselves from the outside world. Changes in German-language networks can be used to identify shifts in the criteria of affiliation and the related changes in status or the significance of nationalism in everyday life. In particular cosmopolitan, geographically far-reaching networks map cultural, economic and social change as well as social and spatial mobility depending on language and its connection with ethnic assignment and political loyalty.

The following questions (among others) should be discussed during the conference:

Where and when was the use of the German language an attractive instrument of advancement and integration into international networks? How did the fringes of networks relate to the borders of empires, or later nation states? When did cross-border interactions become problematic or particularly significant? To what extent did attributions to the German nation and an increasingly exclusionary German nationalism affect the integration into German-speaking networks? How did (cosmopolitan) networks observe and react (or avoid) a nationalizing world? To what extent did networks create alternative social spaces? How did networks react towards ideas of a „German mission in the East“ and how did they act during the occupations in the World Wars?

We are looking for contributions on all kinds of networks which communicated significantly (also) in German and can provide information on the influence of imperial and national politics on multi-ethnic coexistence in Eastern Europe. In particular, supra-regional and international family-, economic-, professional-, religious-, academic-, political-, military- and artistic networks are of interest.

Conference languages are German and English. The conference contributions will be published in a bilingual volume. The text drafts of no more than 20 pages will circulate among the participants before the conference commences and will serve as a basis for discussion during the panels.

MIRJAM ZADOFF (Bloomington) and WILLARD SUNDERLAND (Cincinnatti) will deliver key-note speeches.

Accomodation and catering will be provided, travel costs can be reimbursed if necessary.

Please send a short proposal and a cv until February 20, 2018 to tim.buchen@tu-dresden.de Participants will be informed by March 1.

Tim Buchen
BKM-Assistant Professor Social and Economic Networks of Germans in Modern Eastern Europe.

1. Charles S. Maier, Among Empires: America’s Ascendancy and its Predecessors, Cambridge 2006.

2. Cathy Gilber and Sander Gilman, Cosmopolitanisms and the Jews, Ann Arbor 2017. 3. Jan Fuhse, Gibt es eine Phänomenologische Netzwerktheorie? Geschichte, Netzwerk und Identität, in: Soziale Welt, 59/1 (2008), 31-52.

Konferenz: Religion als Bedrohung oder Hafen – religiöse Stereotypen in medialen Vermittlungen des 20. Jahrhundert

Oldenburg 14.11.2018 – 16.11.2018

Die Konferenz konzentriert sich auf die Rolle von Stereotypen der drei monotheistischen
Religionen Christentum, Islam und Judentum samt all ihren Binnendifferenzierungen, auf das 20.
Jahrhundert und auf die mediale Vermittlung (im breiteren Sinn des Wortes Medium) der
Stereotypen.

Institut für Evangelische Theologie und Religionspädagogik der Universität Oldenburg;
Arbeitsstelle Historische Stereotypenforschung im Institut für Geschichte der Universität
Oldenburg; Herausgeberkreis Contemporary Church History / Kirchliche Zeitgeschichte –
Internationale Zeitschrift für Theologie und Geschichtswissenschaft.

Hier finden Sie den „Call for Papers“ als PDF-Datei: Call for Papers HSK