Ausschreibung | Schroubek-Fonds Östliches Europa (LMU München)

 

Der Schroubek-Fonds Östliches Europa am Institut für Empirische Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie an der LMU gibt folgende Ausschreibungen bekannt: Stipendien, Georg R. Schroubek-Preis 2020 für Masterarbeiten und Georg R. Schroubek-Dissertationspreis 2020. Der späteste Abgabetermin ist der 15. März 2020.

Bewerbungen richten an:
Prof. Dr. Klaus Roth
Schroubek-Fonds Östliches Europa
Institut für Empirische Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie
Oettingenstraße 67
D – 80538 München
E-Mail: schroubekfonds@vkde.fak12.uni-muenchen.de

 

Detaillierte Informationen zum Förderprogramm

Georg R. Schroubek-Preis 2020 für Masterarbeiten –
Hinweise zu den Themenschwerpunkten des Schroubek-Fonds

Georg R. Schroubek-Preis 2020 für Masterarbeiten –
Weiterführender Link

Georg R. Schroubek Dissertationspreis 2020 –
Hinweise zu den Themenschwerpunkten des Schroubek-Fonds

Georg R. Schroubek Dissertationspreis 2020 –
Weiterführender Link

„Erinnerungen und Entwicklungen in Siebenbürgen“ | DVD ab sofort bestellbar

 

Von den Weltkriegen bis zur Wende. Sechs Zeitzeugen der Geschichte der Siebenbürger Sachsen kommen im Interviewfilm „Der Vogel träumt vom Maismehl“ (Laufzeit: 90 Minuten) zu Wort und erzählen ihre Geschichte. Von der ganz persönlichen Sicht auf die Ereignisse des 20. Jahrhunderts berichten Altbischof Dr. D. Christoph Klein, der Filmemacher Frieder Schuller, die Pfarrfrau Inge Galter sowie der bereits verstorbene Pfarrer Heinz Galter, der verstorbene Pfarrer und Humorist Walter Gottfried Seidner und der verstorbene Prof. Dr. Paul Philippi. In den Jahren 2014 bis 2016 wurden sie vom Filmemacher und Geschichtsdramaturgen Manuel Stübecke interviewt. Der Film, der unter anderem mit Fördermitteln des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der LMU München, des Landes Bayern (Bayrisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales), des Haus des deutschen Ostens (München) sowie der Evangelischen Kirche von Westfalen entstand, hatte im Mai 2019 seine Uraufführung in der Kinoreihe des Deutschen Kulturforums östliches Europa. Zudem lief er noch einmal im August im Berliner Bundesplatzkino und gehörte zum Kinoprogramm des siebenbürgischen Kulturherbsts im österreichischen Lenzing.

„Der Film und die vorgestellten Interviewpartner sind unbedingt sehenswert und stellen ein nicht unbeträchtliches Stück Zeitgeschichte dar.“ (Hermannstädter Zeitung, 29. März 2019)

Zum Weihnachtsfest ist der Film auf DVD verfügbar und direkt beim Filmemacher Manuel Stübecke bestellbar (Lieferung ab Dezember 2019). Außerdem enthält die DVD eine Interviewsammlung mit weiteren Zeitzeugen unter der Überschrift „Sie sollen sich nicht lassen“ (Laufzeit: 85 Minuten). Darüber hinaus ist ein Booklet mit über 20 Seiten unter dem Titel „Auf dem Weg zum finis saxoniae?“ enthalten.

Die DVD „Erinnerungen und Entwicklungen in Siebenbürgen“ – mit dem ersten Filmteil „Der Vogel träumt vom Maismehl“, der Interviewsammlung „Sie sollen sich nicht lassen“ sowie dem Booklet ist für 25 Euro (zzgl. 2 Euro Versandkostenpauschale pro DVD in Deutschland; Ausland evt. höher) – ist beim Filmemacher erhältlich. Versand am Anfang Dezember 2019.

Bestellungen per E-Mail unter: mail@geschichtsdramaturgie.de

Stellenausschreibung | Kurator/in Geschichte des östlichen Europas

 

Das Deutsche Auswandererhaus sucht vom 15. Januar 2020 bis zum 30. April 2021 eine/n Kurator/in Geschichte des östlichen Europas.

Das Deutsche Auswandererhaus in Bremerhaven zeigt in seiner Dauerausstellung 300 Jahre Aus- und Einwanderungsgeschichte. Zur Zeit plant das Deutsche Auswandererhaus eine Erneuerung und Erweiterung des Museums.

Das Aufgabengebiet umfasst im Wesentlichen die eigenständige Aufbereitung der Themen „Deutsche Siedlungswanderung nach Osteuropa” sowie „Geschichte der Aussiedler und Spätaussiedler” für die neue Dauerausstellung.

Vorrausetzungen (Muss-Kriterien):

  • Promotion in der Geschichte des östlichen Europas
  • Berufserfahrung im Ausstellungsbereich und in der Betreuung eines Sammlungsbereiches
  • Erfahrung in selbständiger Projektarbeit
  • Sprachkenntnisse (C2-Niveau): Englisch sowie mind. eine osteuropäische Sprache wie Rumänisch, Russisch oder Tschechisch

Darüber hinaus sollten Sie verfügen über:

  • Kenntnisse der aktuellen Debatten der Migrationsforschung und der Museologie
  • Kenntnisse in der Durchführung und Dokumentation von Oral-History-Interviews
  • Kontakte zu den betreffenden Communities in Deutschland

Wir bieten:

  • Die Mitarbeit an einer neuen Dauerausstellung zu einem hochaktuellen Thema
  • die spannende Arbeit an einem lebendigen Museum mit internationalem Publikum und einem engagierten Team

Wir freuen uns auf Ihre schriftliche Bewerbung bis zum 13. Dezember 2019 an:

Deutsches Auswandererhaus
Meike Behrens
Leitung Personal
Columbusstr. 65
27568 Bremerhaven

Stellenausschreibung als PDF-Datei

Ausstellung, Buchpräsentation, Film | Fromme und tüchtige Leute …, Die deutschen Siedlungen in Bessarabien (1814–1940)

 

13. November–15. Dezember 2019
Eröffnung 12. November 2019, 17 Uhr
Ratshof Halle, Marktplatz 1, 06108 Halle (Saale) (Karte)

Eintritt frei
Öffnungszeiten: Mo–Fr: 8–18 Uhr, Sa: 9–12 Uhr

Bessarabien gehört heute teils zur Ukraine, teils zur Republik Moldau. Diese Region ist gegenwärtig im Fokus der internationalen Aufmerksamkeit. In beiden Ländern stößt die Wiederentdeckung der verschütteten Geschichte, darunter auch die der deutschen Minderheit, auf großes Interesse.
Im Jahr 1812 lud Zar Alexander I. deutsche Siedler ein, sich in Bessarabien niederzulassen, und versprach ihnen Land und Freiheitsrechte. Die Einwanderer stammten überwiegend aus Südwestdeutschland und aus Preußen. Im Laufe ihrer 125-jährigen Siedlungsgeschichte entwickelten die Deutschen hier ein prosperierendes Gemeinwesen, das durch lokale Autonomie und eine religiös-pietistisch grundierte Ethik geprägt war. Als kleine Minderheit in einer bunten Vielfalt ethnischer und religiöser Gemeinschaften lebten sie mit Moldauern, Russen, Ukrainern, Bulgaren, Juden und anderen Gruppen in friedlicher Nachbarschaft. Während des Ersten Weltkrieges entgingen sie nur knapp der Deportation nach Sibirien. 1918 kam Bessarabien unter rumänische Oberhoheit. 1940 wurden, als Folge des deutsch-sowjetischen Nichtangriffspaktes (»Molotow-Ribbentrop-Pakt« 1939), 93 500 Deutsche aus Bessarabien ausgesiedelt und 1941/42 größtenteils im besetzten Polen angesiedelt. Anfang 1945 mussten sie flüchten und sich im geteilten Deutschland eine neue Existenz schaffen.

Programmheft