Alexandra Stahl wird Stadtschreiberin von Rijeka

 

Eine vom Deutschen Kulturforum östliches Europa berufene Jury, der auch Dr. Angela Ilić, wissenschaftliche Mitarbeiterin des IKGS, angehörte, entschied sich für die Journalistin Alexandra Stahl als Stadtschreiberin von Rijeka (ung./it. Fiume, dt. St. Veit am Pflaum). Die kroatische Hafenstadt an der Adria ist Europäische Kulturhauptstadt 2020.
Das Stadtschreiber-Stipendium des Deutschen Kulturforums östliches Europa, das im Jahr 2020 zum zwölften Mal vergeben wird, soll das gemeinsame kulturelle Erbe der Deutschen und ihrer Nachbarn in jenen Regionen Mittel- und Osteuropas, in denen auch Deutsche gelebt haben oder heute noch leben, in der breiten Öffentlichkeit bekannt machen. Des Weiteren soll es außergewöhnliches Engagement für gegenseitiges Verständnis und interkulturellen Dialog fördern. Als Wanderstipendium konzipiert, war es bisher in Danzig/Gdańsk (2009), Fünfkirchen/Pécs (2010), Reval/Tallinn (2011), Marburg an der Drau/Maribor (2012), Kaschau/Košice (2013), Riga/Rīga (2014), Pilsen/Plzeň (2015), Breslau/Wrocław (2016), Kronstadt/Brașov (2017), Lemberg/Lwiw (2918) und Allenstein/Olsztyn (2019) angesiedelt. Das Stipendium wird von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) dotiert und vom Deutschen Kulturforum östliches Europa in Zusammenarbeit mit der Stadt Rijeka und der Agentur Rijeka 2020 durchgeführt.

Alexandra Stahl wird ihren fünfmonatigen Aufenthalt in Rijeka Anfang Mai 2020 antreten. Während dieser Zeit wird sie ein Internettagebuch führen und dort über Begegnungen und Begebenheiten berichten. Über ihren Blog kann man mit der Autorin ab Mai 2020 in Kontakt treten. Eine Übersetzung der Einträge ins Kroatische ist vorgesehen.

Alexandra Stahl, 1986 in Bayern geboren, lebt als Autorin in Berlin. Sie hat Amerikanistik, englische Literaturwissenschaft und Geschichte an der Universität Würzburg studiert und war währenddessen für Praktika in New York, Washington und Stockholm. Nach ihrem Magister-Abschluss 2010 absolvierte sie ein Volontariat bei der Deutschen Presse-Agentur, für die sie als Redakteurin und Reporterin arbeitet. Ihre Schwerpunkte sind Literatur, Gesellschaft und Reise – ihre Reportagen stammen aus Italien, Österreich, Kroatien, Portugal und den USA. Sie schreibt außerdem Kurzgeschichten und arbeitet an einem Roman. Im November 2019 war sie Finalistin beim internationalen Literaturwettbewerb open mike in Berlin mit der Kurzgeschichte Mein Vater badet morgens.

Träger des Stipendiums sind das Deutsche Kulturforum östliches Europa, die Stadt Rijeka und die Agentur Rijeka 2020.

Ausschreibung | Schroubek-Fonds Östliches Europa (LMU München)

 

Der Schroubek-Fonds Östliches Europa am Institut für Empirische Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie an der LMU gibt folgende Ausschreibungen bekannt: Stipendien, Georg R. Schroubek-Preis 2020 für Masterarbeiten und Georg R. Schroubek-Dissertationspreis 2020. Der späteste Abgabetermin ist der 15. März 2020.

Bewerbungen richten an:
Prof. Dr. Klaus Roth
Schroubek-Fonds Östliches Europa
Institut für Empirische Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie
Oettingenstraße 67
D – 80538 München
E-Mail: schroubekfonds@vkde.fak12.uni-muenchen.de

 

Detaillierte Informationen zum Förderprogramm

Georg R. Schroubek-Preis 2020 für Masterarbeiten –
Hinweise zu den Themenschwerpunkten des Schroubek-Fonds

Georg R. Schroubek-Preis 2020 für Masterarbeiten –
Weiterführender Link

Georg R. Schroubek Dissertationspreis 2020 –
Hinweise zu den Themenschwerpunkten des Schroubek-Fonds

Georg R. Schroubek Dissertationspreis 2020 –
Weiterführender Link

„Erinnerungen und Entwicklungen in Siebenbürgen“ | DVD ab sofort bestellbar

 

Von den Weltkriegen bis zur Wende. Sechs Zeitzeugen der Geschichte der Siebenbürger Sachsen kommen im Interviewfilm „Der Vogel träumt vom Maismehl“ (Laufzeit: 90 Minuten) zu Wort und erzählen ihre Geschichte. Von der ganz persönlichen Sicht auf die Ereignisse des 20. Jahrhunderts berichten Altbischof Dr. D. Christoph Klein, der Filmemacher Frieder Schuller, die Pfarrfrau Inge Galter sowie der bereits verstorbene Pfarrer Heinz Galter, der verstorbene Pfarrer und Humorist Walter Gottfried Seidner und der verstorbene Prof. Dr. Paul Philippi. In den Jahren 2014 bis 2016 wurden sie vom Filmemacher und Geschichtsdramaturgen Manuel Stübecke interviewt. Der Film, der unter anderem mit Fördermitteln des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der LMU München, des Landes Bayern (Bayrisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales), des Haus des deutschen Ostens (München) sowie der Evangelischen Kirche von Westfalen entstand, hatte im Mai 2019 seine Uraufführung in der Kinoreihe des Deutschen Kulturforums östliches Europa. Zudem lief er noch einmal im August im Berliner Bundesplatzkino und gehörte zum Kinoprogramm des siebenbürgischen Kulturherbsts im österreichischen Lenzing.

„Der Film und die vorgestellten Interviewpartner sind unbedingt sehenswert und stellen ein nicht unbeträchtliches Stück Zeitgeschichte dar.“ (Hermannstädter Zeitung, 29. März 2019)

Zum Weihnachtsfest ist der Film auf DVD verfügbar und direkt beim Filmemacher Manuel Stübecke bestellbar (Lieferung ab Dezember 2019). Außerdem enthält die DVD eine Interviewsammlung mit weiteren Zeitzeugen unter der Überschrift „Sie sollen sich nicht lassen“ (Laufzeit: 85 Minuten). Darüber hinaus ist ein Booklet mit über 20 Seiten unter dem Titel „Auf dem Weg zum finis saxoniae?“ enthalten.

Die DVD „Erinnerungen und Entwicklungen in Siebenbürgen“ – mit dem ersten Filmteil „Der Vogel träumt vom Maismehl“, der Interviewsammlung „Sie sollen sich nicht lassen“ sowie dem Booklet ist für 25 Euro (zzgl. 2 Euro Versandkostenpauschale pro DVD in Deutschland; Ausland evt. höher) – ist beim Filmemacher erhältlich. Versand am Anfang Dezember 2019.

Bestellungen per E-Mail unter: mail@geschichtsdramaturgie.de

Stellenausschreibung | Kurator/in Geschichte des östlichen Europas

 

Das Deutsche Auswandererhaus sucht vom 15. Januar 2020 bis zum 30. April 2021 eine/n Kurator/in Geschichte des östlichen Europas.

Das Deutsche Auswandererhaus in Bremerhaven zeigt in seiner Dauerausstellung 300 Jahre Aus- und Einwanderungsgeschichte. Zur Zeit plant das Deutsche Auswandererhaus eine Erneuerung und Erweiterung des Museums.

Das Aufgabengebiet umfasst im Wesentlichen die eigenständige Aufbereitung der Themen „Deutsche Siedlungswanderung nach Osteuropa” sowie „Geschichte der Aussiedler und Spätaussiedler” für die neue Dauerausstellung.

Vorrausetzungen (Muss-Kriterien):

  • Promotion in der Geschichte des östlichen Europas
  • Berufserfahrung im Ausstellungsbereich und in der Betreuung eines Sammlungsbereiches
  • Erfahrung in selbständiger Projektarbeit
  • Sprachkenntnisse (C2-Niveau): Englisch sowie mind. eine osteuropäische Sprache wie Rumänisch, Russisch oder Tschechisch

Darüber hinaus sollten Sie verfügen über:

  • Kenntnisse der aktuellen Debatten der Migrationsforschung und der Museologie
  • Kenntnisse in der Durchführung und Dokumentation von Oral-History-Interviews
  • Kontakte zu den betreffenden Communities in Deutschland

Wir bieten:

  • Die Mitarbeit an einer neuen Dauerausstellung zu einem hochaktuellen Thema
  • die spannende Arbeit an einem lebendigen Museum mit internationalem Publikum und einem engagierten Team

Wir freuen uns auf Ihre schriftliche Bewerbung bis zum 13. Dezember 2019 an:

Deutsches Auswandererhaus
Meike Behrens
Leitung Personal
Columbusstr. 65
27568 Bremerhaven

Stellenausschreibung als PDF-Datei