Filmvorführung und Gespräch | Hermann Oberth – Flucht aus der Terra

 

Samstag, 15. Juni 2019
15:30 Uhr
Bundesplatz-Kino
Bundesplatz 14
10715 Berlin
(Karte, externer Link)
Eintritt: 6,– €

 

Im Rahmen der Reihe „7Bürgen und 7Bürger in 7 Filmen“ ist Cristian Amzas Dokumentarfilm Hermann Oberth (RO 2017) der letzte, den das Deutsches Kulturforum östliches Europa präsentiert. Die Reise zum Mond beschäftigte Hermann Oberth nicht nur, weil er als Gymnasiast gerne Jules Vernes Romane las. Zeit seines Lebens faszinierte den siebenbürgisch-sächsischen Physiker die Raumfahrt. Mit seinen beiden Fachpublikationen Die Rakete zu den Planetenräumen (1923) und Wege zur Raumschiffahrt (1929) zählt Oberth zu den Begründern der Raketentechnik. Anlässlich seines 125. Geburtstages und 30. Todestages zeigen wir ein filmisches Porträt, das die Stationen eines bewegten Lebens heranzoomt.

Nach der Filmvorführung beantworten Regisseur Cristian Amza und Dr. Anneli Ute Gabanyi, Südosteuropa-Expertin, Autorin des Drehbuchs zum Film, Publikumsfragen.

Begrüßung
Dr. Heinke Fabritius, Kulturreferentin für Siebenbürgen am Siebenbürgischen Museum

Moderation
Dr. Ingeborg Szöllösi, Südosteuropa-Referentin des Deutschen Kulturforums östliches Europa

Weitere Informationen hier (externer Link).

Das Deutsche Kulturforum östliches Europa empfiehlt allen Interessierten, bereits im Vorfeld Kinokarten online oder telefonisch (030 / 85 40 60 85) beim Bundesplatz-Kino zu reservieren und 20 Minuten vor Beginn der Vorstellung abzuholen.

Sommerakademie 2019 in Berlin | Gemeinsames Erbe. Die gegenwärtige Rezeption des deutschen Kulturerbes im östlichen Europa

 

Bewerbungsfrist: 30. Juni 2019
Zeit: 25. – 31. August 2019
Ort: Mosse Palais, Voßstr. 22, 10117 Berlin-Mitte (Potsdamer Platz)
Karte (externer Link)

Schwerpunkt der diesjährigen Sommerakademie liegt auf der aktuellen Rezeption des deutschen Kulturerbes im östlichen Europa. Wie aktuell, öffentlichkeitspräsent und grenzüberschreitend deutsches Kulturerbe ist, zeigt in diesem Jahr das Bauhaus-Jubiläum als nur eines von vielen Beispielen.

Welche Formen des kulturellen Erbes werden in der Gegenwart rezipiert? Was meint „gemeinsames“ Kulturerbe? Wie kann diese Gemeinsamkeit verdeutlicht werden? Drohen nationalistische Strömungen das gemeinsame Erbe zu vereinnahmen oder zu verwerfen?

Mit Unterstützung der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien lädt die Deutsche Gesellschaft e.V. alle Student*innen zur Teilnahme an der Sommerakademie ein, die sich im Rahmen ihres Studiums, eines Forschungsvorhabens oder auch aus Interesse mit dem Thema beschäftigen. Bewerben können sich Studierende und Promovierende aller Fachrichtungen per Bewerbungsformular – hier abrufbar.

Eine Fachjury wählt anschließend bis Mitte Juli zwanzig Teilnehmer*innen aus.
Reise- und Übernachtungskosten (inkl. Frühstück, 2 Abendessen) übernimmt die Deutsche Gesellschaft e. V.
Neben einer eigenen Kurzpräsentation des Themas erwartet die Teilnehmenden ein breit gefächertes Programm an Einführungs- und Fachvorträgen, Workshops, kulturelle Veranstaltungen und eine Plattform für einen inspirierenden und vielseitigen Austausch. Im Ergebnis sollen bis Ende Oktober 5- bis 10-seitige Beiträge von den Teilnehmenden für die Online-Publikation verfasst werden (vgl. hier).

Ansprechpartnerin: Dr. Evelyna Schmidt
evelyna.schmidt@deutsche-gesellschaft-ev.de
Weitere Informationen finden Sie hier.

Vortrag | Käthe Kollwitz und Grete Csaki-Copony – Künstlerinnenleben in Berlin

 

Am Donnerstag, 13. Juni 2019, 19 Uhr, hält Dr. Heinke Fabritius einen Vortrag über Käthe Kollwitz und Grete Csaki-Copony.

Zahlreiche deutschsprachige Künstlerinnen aus dem östlichen Europa haben sich im Laufe des 20. Jahrhunderts in den großen Metropolen – Berlin, München, Köln oder Düsseldorf – niedergelassen. Die Gründe dafür sind vielfältige, oft auch politische. Einige dieser jungen Frauen haben mit ihrem bildnerischen Werk markante Positionen errungen und die Kunstszene geprägt. Nicht zuletzt aus den Erfahrungen ihrer Herkunft schöpfend, geben sie unerwartete Hinweise um Europa in seiner Vielfalt zu denken.
Die Kulturreferentin stellt in ihrer Reihe DEUTSCHSPRACHIGE KÜNSTLERINNEN AUS DEM ÖSTLICHEN EUROPA Leben und Werk von jeweils zwei Frauen vor und beleuchtet dabei sowohl deren spezifische Lebenswege als auch maßgebende Hauptwerke.

Dr. Heinke Fabritius ist Kulturreferentin für Siebenbürgen, Bessarabien, Bukowina, Dobrudscha, Maramuresch, Moldau und Walachei am Siebenbürgischen Museum in Gundelsheim am Neckar. Als Kunsthistorikerin ist sie mit der Kunst der Moderne und Gegenwart bestens vertraut und seit vielen Jahren in deren Vermittlung tätig.

Kontakt:
Martin-Opitz-Bibliothek
Arkadiusz Danszczyk
Berliner Platz 5
44623 Herne
Karte (externer Link)
arkadiusz.danszczyk@herne.de

Stellenausschreibung | Wissenschaftliche Mitarbeiterin/Wissenschaftlicher Mitarbeiter

 

An der Eberhard Karls Universität Tübingen, Sonderforschungsbereich 923 „Bedrohte Ordnungen“, Teilprojekt G03 „Eine ,Genealogie von Hybridität‘. Die Bedrohten Ordnungen Istriens“ ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Stelle einer/eines Wissenschaftlichen Mitarbeiterin/Mitarbeiters (m/w/d; Entgeltgruppe 13 TV-L, 65%) zu besetzen. Bewerbungsschluss ist der 12. Juli 2019; die Stelle ist bis zum 30. Juni 2023 befristet.

Zu den Aufgaben gehören die Mitarbeit im Teilprojekt und die Anfertigung einer Dissertation in der Teiluntersuchung: „Inklusion durch ,Hybridität‘ – die Konstruktion einer istrianischen Regionalidentität“ sowie Teilnahme und Mitarbeit an den zentralen Veranstaltungen des Sonderforschungsbereichs (Kolloquien, Workshops).

Alle Details finden Sie hier (PDF-Datei).

Relaunch | Keine Revolution, aber eine Evolution

Kulturpolitische Korrespondenz, Ausgabe Mai 2019

Kulturpolitische Korrespondenz, Ausgabe Mai 2019

 

Deutsches Kulturforum östliches Europa relauncht Traditionsblatt
Das Deutsche Kulturforum östliches Europa hat mit der Mai-Ausgabe die traditionsreiche Zeitschrift Kulturpolitische Korrespondenz (KK) relauncht. Neben einem modernisierten, leserfreundlichen Gewand fällt vor allem die strukturelle Neuausrichtung der Hefte auf, wie KK-Redakteur Markus Nowak aufzählt.

„Neu sind Schwerpunktthemen, Interviews oder längere essayistische Beiträge zum deutschen Kulturerbe im östlichen Europa und zum heutigen Umgang damit.“ 

Das Titelbild mit dem Spielzeug-Fontane illustriert, wohin die Reise mit der Zeitschrift geht. Als Kulturpolitische Korrespondenz bildete das Blatt seit nunmehr fünfzig Jahren die Vielfalt deutscher, oft grenzübergreifender Kulturarbeit im östlichen Europa ab. Bisher wurde die Zeitschrift monatlich von der Stiftung Deutsche Kultur im östlichen Europa OKR herausgegeben. Mit der Mai-Ausgabe 2019 löst das Deutsche Kulturforum östliches Europa die Stiftung als Herausgeber ab. Im Zuge dessen hat sich die Zeitschrift inhaltlich neu aufgestellt und trägt nun den Namen Kulturkorrespondenz östliches Europa.
Harald Roth, der Direktor des Deutschen Kulturforums östliches Europa, zum  Relaunch:

„In einer sich ständig wandelnden Medienlandschaft bedarf es auch einer stetigen Anpassung und Neuausrichtung.“

Neben dem monatlich erscheinenden gedruckten Heft gibt es dazu einen Newsletter und ein Internetmagazin.
Redakteurin Schwarz bemerkt dazu:

„Die KK wird digital und so auch einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht.“

Auch die Themen öffnen einem breiteren, auch jüngeren Publikum den Zugang zur deutschen Kultur im östlichen Europa. Co-Redakteur Nowak sagt dazu:

„Von Comicbesprechungen, der Vorstellung von Handy-Apps bis hin zur Perspektive von fremdsprachigen Autoren. Themen, die uns auch persönlich interessieren.“

„Klassische“ Ausstellungs- und Buchrezensionen und Tagungsberichte werde es aber auch weiterhin geben.

Die „neue“ KK-Redaktion besteht aus einem Zweier-Team: dem Historiker und Journalisten Markus Nowak und der Slawistin Marie Schwarz. Überarbeitet wurde auch das Logo der Zeitschrift und kommt nun abgerundeter und moderner daher. Kulturforums-Direktor Roth fasst zusammen:

„Es ist keine Revolution, aber eine Evolution.“

 

Die Kulturkorrespondenz östliches Europa erscheint zwölf Mal im Jahr jeweils zu Monatsbeginn. Die Bezugsgebühr beträgt jährlich 35 €.

Pressekontakt
Markus Nowak & Marie Schwarz
Deutsches Kulturforum östliches Europa
Berliner Straße 135
14467 Potsdam
Telefon: +49 (0)331 20098-16
Fax: +49 (0)331 20098-50
E-Mail: nowak@kulturforum.info; schwarz@kulturforum.info

Preisverleihung | Georg Dehio-Kulturpreis 2019 für Dr. Maciej Łagiewski und das Jugendensemble „Canzonetta“

Georg Dehio-Kulturpreis 2019

Georg Dehio-Kulturpreis 2019

 

Das Deutsche Kulturforum östliches Europa verleiht den Georg Dehio-Kulturpreis in diesem Herbst zum neunten Mal. Mit dem von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters, dotierten Preis werden Persönlichkeiten und Initiativen geehrt, die sich in vorbildlicher Weise mit den Traditionen und Interferenzen deutscher Kultur und Geschichte im östlichen Europa bewahrend, zukunftsorientiert und im partnerschaftlichen Dialog auseinandersetzen.

Die siebenköpfige Jury unter dem Vorsitz von Dr. Felix Ackermann sprach den Hauptpreis dem polnischen Historiker und Museumsdirektor Dr. Maciej Łagiewski zu. In der Begründung heißt es:

„Sein beharrliches Engagement gilt der Erforschung, Bewahrung und Vermittlung des gemeinsamen wissenschaftlichen und kulturellen Erbes Schlesiens mit seiner Hauptstadt Breslau und seinem konsequenten Einsatz für die Verständigung zwischen Deutschen, Polen und Juden. In den 1980er Jahren initiierte er die konservatorische Arbeit am Alten Jüdischen Friedhof in Breslau und trug maßgeblich zur Rettung dieses Kulturdenkmals bei. 1991 wurde Maciej Łagiewski Direktor des Historischen Museums der Stadt Breslau und 1999 Direktor aller städtischen Museen. Sein erfolgreicher Einsatz, der manche Widerstände überwinden musste, galt der baulichen Wiederherstellung des Schlosses und insbesondere der Konzeption einer Dauerausstellung, die die Stadtgeschichte erstmals multiperspektivisch und ohne Auslassungen erzählte, und die Polen und Deutsche in gleicher Weise ansprach. Auf seine Initiative wurde u.a. auch die im Alten Breslauer Rathaus befindliche Galerie mit Büsten von bedeutenden Breslauerinnen und Breslauern zusammengestellt, die eine Verbindung zwischen der Vergangenheit der Hauptstadt Schlesiens mit ihrer Gegenwart symbolisiert. Dr. Łagiewski ist ein im europäischen Geist wirkender herausragender Brückenbauer zwischen den Menschen.“

Der Förderpreis geht an das Kinder- und Jugendensemble Canzonetta mit seiner Gründerin und langjährigen Leiterin Ingeborg Acker. Das im siebenbürgischen Kronstadt/Brașov beheimatete und im Umfeld des deutschsprachigen Johannes-Honterus-Lyzeums und der evangelischen Honterusgemeinde entstandene Ensemble hat Generationen von Kindern und Jugendlichen verschiedener ethnischer und konfessioneller Zugehörigkeit für das gemeinsame Singen und Musizieren begeistert. Aus der Begründung der Jury:

„Sein breites und facettenreiches Repertoire reicht von traditionellen Volksgesängen über geistliche Werke bis hin zu internationalen Klassikern. Es zeugt von einer intensiven, qualitätsvollen Auseinandersetzung mit dem vielstimmigen und vielsprachigen europäischen Kulturerbe, das seine Rückbindung stets im multikulturellen Gefüge Kronstadts und der Region findet. Das Ensemble, das sich über das Musikalische hinaus der Vermittlung von so dringend benötigen Werten wie Kollegialität, Teamgeist und Selbstbewusstsein an eine junge Generation verschrieben hat, entfaltet seine Wirkung weit über die Region hinaus, wie zahlreiche Auftritt im In- und Ausland belegen.“

Der Hauptpreis ist mit 7.000 €, der Förderpreis mit 3.000 € dotiert.

Die Preisverleihung findet am 26. September in Berlin statt.

Ausführliche Informationen zur Begründung der Jury und Pressefotos finden Sie in demnächst unter www.kulturforum.info

Zusammensetzung der Jury:

  • Dr. Felix Ackermann(Vorsitzender), Deutsches Historisches Institut Warschau
  • Dr. Ernst Gierlich, Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen
  • Karoline Gil, Institut für Auslandsbeziehungen
  • Dr. Florian Kührer-Wielach, Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der LMU München (IKGS)
  • Bára Procházkova, Česká televize, Prag/Praha
  • Prof. Dr. Matthias Weber, Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deut-schen im östlichen Europa, Oldenburg