Ausstellungseröffnung | „Kirchenburgenlandschaft Siebenbürgen. Ein europäisches Kulturerbe“


 

Ausstellung „Kirchenburgenlandschaft Siebenbürgen. Ein europäisches Kulturerbe“
20.2. bis 22.3.2019
Montag bis Freitag 10 bis 20 Uhr
Haus des Deutschen Ostens
Am Lilienberg 5
81669 München

(Weitere Informationen hier)

 

Vernissage mit Philipp Harfmann, Geschäftsführer der Stiftung Kirchenburgen e. V.: 19.2.2019, 18 Uhr
im Haus des Deutschen Ostens, München

 

Durch kaum eine andere Region Europas wird der Choral Martin Luthers »Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen« architektonisch so versinnbildlicht wie durch die im südlichen Siebenbürgen gelegene Kirchenburgenlandschaft. Hier entstanden vom Beginn der Einwanderung der Siebenbürger Sachsen Ende des 12. Jahrhunderts mehr als 300 befestigte Kirchenburgen, von denen noch rund 160 erhalten sind.

Mit ihren Verteidigungsanlagen, beeindruckender Sakralarchitektur und einer reichen Ausstattung bilden die Kirchenburgen pittoresk wirkende ländliche Gesamtkunstwerke. Sie prägen die siebenbürgische Kulturlandschaft, in der seit Jahrhunderten Rumänen, Ungarn, Deutsche und Roma neben- und miteinander leben. Die Kirchenburgen zeugen von einem besonderen Kapitel europäischer Geschichte und stehen stellvertretend für die lange, pluriethnisch geprägte Tradition dieses Landstriches. Als Teil des internationalen Kulturerbes bedürfen sie eines besonderen Schutzes. Ihr Erhalt ist jedoch nicht einfach. Die meisten Siebenbürger Sachsen haben in den letzten Jahrzehnten die Region verlassen. Die stark geschrumpften evangelisch-deutschen Gemeinden vor Ort sind kaum noch in der Lage, das kulturelle Erbe aus eigener Kraft zu erhalten. Neue Ideen und Konzepte sind nötig.

Eine Ausstellung der Stiftung Kirchenburgen, der Technischen Universität Berlin, der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien sowie des Deutschen Kulturforums östliches Europa. Gefördert wurde die Ausstellung von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien auf Grundlage eines Beschlusses des deutschen Bundestages.

Kontakt:
Dr. Harald Roth
Deutsches Kulturforum östliches Europa
Berliner Straße 135 | Haus K1
14467 Potsdam
Tel. +49 (0)331 20098-0
Fax  +49 (0)331 20098-50
deutsches@kulturforum.info

„Von der Macht des Verdächtigens“ | Filmvorführung und Gespräch am 26. Januar 2019 um 15:30 Uhr im Berliner Bundesplatz-Kino

 

Filmvorführung & Gespräch
Von der Macht des Verdächtigens
Ein Dokumentarfilm von Walter Wehmeyer

Samstag, 26. Januar 2019, 15:30 Uhr
Bundesplatz-Kino
Bundesplatz 14
10715 Berlin

Eintritt: 6 €

 

Die Reihe 7Bürgen und 7Bürger in 7 Filmen startet mit Walter Wehmeyers Dokumentarfilm Von der Macht des Verdächtigens (A 2008).

Der rumäniendeutsche Schriftsteller Eginald Schlattner wurde als Student Ende der 1950er Jahre von der Securitate festgenommen. Nach Monaten schwerer Verhöre entschied er sich, damals vom Kommunismus überzeugt, Informationen über regimekritische Autoren preiszugeben. Im Film begegnen wir dem in Siebenbürgen lebenden Autor und einigen seiner Schicksalsgenossen.

Begrüßung: Dr. Heinke Fabritius, Kulturreferentin für Siebenbürgen am Siebenbürgischen Museum

Nach der Filmvorführung beantworten Regisseur Walter Wehmeyer und Literaturwissenschaftlerin Dr. Michaela Nowotnick Publikumsfragen.

Moderation: Dr. Ingeborg Szöllösi, Südosteuropa-Referentin des Deutschen Kulturforums östliches Europa

Wir empfehlen allen Interessierten, bereits im Vorfeld Kinokarten online oder telefonisch beim Bundesplatz-Kino zu reservieren und 20 Minuten vor Beginn der Vorstellung abzuholen.

Weitere Infos auf unserer Internetseite (externer Link) und der Internetseite des Regisseurs (externer Link).

Ein Projekt des Deutschen Kulturforum östliches Europa, Potsdam, und der Kulturreferentin für Siebenbürgen am Siebenbürgischen Museum in Gundelsheim in Zusammenarbeit mit dem Bundesplatz-Kino, Berlin.

Kontakt
Dr. Ingeborg Szöllösi
Deutsches Kulturforum östliches Europa
Berliner Straße 135
14467 Potsdam
T: +49 (0)331 20098-11
F: +49 (0)331 20098-50
E-Mail: szoelloesi@kulturforum.info

(Bildnachweis: Eginald Schlattner auf dem Kirchhof in Rothberg/Roşia (Kreis Hermannstadt/Sibiu), © Walter Wehmeyer)

Filmvorführungen und Gespräche | 7bürgen & 7bürger in 7 Filmen

Das Deutsche Kulturforum östliches Europa engagiert sich für die Vermittlung deutscher Kultur und Geschichte des östlichen Europa. Dabei sind alle jene Regionen im Blick, in denen Deutsche gelebt haben oder bis heute leben. Zusammen mit Partnern aus dem In- und Ausland organisiert das Kulturforum Ausstellungen und Veranstaltungen. In seiner Potsdamer Bibliothek östliches Europa erscheinen Sachbücher und Kulturreiseführer. Die Internetpräsenz des Kulturforums informiert über Publikationen, Projekte und Entwicklungen innerhalb des Themenbereichs. In der ersten Jahreshälfte, jeweils samstags, 15:30 bis 17:45, präsentieren das Deutsche Kulturforum östliches Europa, die Kulturreferentin für Siebenbürgen und das Bundesplatz-Kino sieben Dokumentarfilme zu Siebenbürgen, einer multiethnischen Region im Zentrum Rumäniens, und zu einzelnen Persönlichkeiten der dort seit dem 12. Jahrhundert ansässigen deutschen Minderheit: 26. Januar 2019 Von der Macht des Verdächtigens, A 2008 Regisseur: Walter Wehmeyer Gast: Dr. Michaela Nowotnick, Literaturwissenschaftlerin 23. Februar 2019 Der Verrat, HU 2005 Regisseur: Dr. Farkas-Zoltán Hajdú 30. März 2019 Zuwanderung nach Siebenbürgen – Erfolgsgeschichten, D/RO 2017 Regisseur: Florin Besoiu 27. April 2019 Die Gründer, D/RO 2018 Regisseur: Günter Czernetzky Großkokler Botschaften, RO 2015 Regie: Studierende der Lucian-Blaga-Universität Hermannstadt/Sibiu 25. Mai 2019 Erinnerungen und Entwicklungen in Siebenbürgen – Der Vogel träumt vom Maismehl, D 2019 Regisseur: Manuel Stübecke Gast: Frieder Schuller, Schriftsteller und Filmemacher 15. Juni 2019 Hermann Oberth, RO 2017 Regisseur: Cristian Amza Gast: Dr. Anneli Ute Gabanyi, Südosteuropa-Expertin Alle Regisseure sind anwesend und beantworten Publikumsfragen. Moderation: Dr. Ingeborg Szöllösi, Deutsches Kulturforum östliches Europa Hier finden Sie weitere Informationen zu der Dokumentarfilmreihe: 7bürgen & 7bürger in 7 Filmen (PDF-Datei).

Filmvorführung: „Transilvania mea – Von Gewinnern und Verlierern“

Das Donauschwäbische Zentralmuseum Ulm (DZM) lädt am 17. Oktober zur Vorführung des Dokumentarfilms „Transilvania mea – Von Gewinnern und Verlierern“ von Regisseur Fabian Daub in das Kino Obscura in Ulm ein.

Turbo-Kapitalismus, Subventionen, ausländische Investoren, Arbeitsmigration … Welche Folgen hatte Rumäniens EU-Beitritt für die Menschen in Siebenbürgen?

Auf einer filmischen Reise durch das „Land jenseits der Wälder“ im Jahr 2016 erkundete das Filmteam heutige Lebenswelten. Der Film zeigt eine Gesellschaft, die noch immer unter Korruption und politischer Apathie leidet. Und in der sich viele Menschen, trotz starker sozialer Gegensätze, ihre Lebenskraft und Selbstgenügsamkeit bewahrt haben.

Anschließend findet eine Diskussion mit Regisseur Fabian Daub statt.

Kooperation mit Dietrich Theater Neu-Ulm

Eintritt: 8,50 Euro, ermäßigt 7,50 Euro

Weitere Informationen finden Sie auf dzm-museum.de/veranstaltungen (externer Link).

Dokumentarfilm und Werkstattbericht: Sie sollen sich nicht lassen – Erinnerungen und Entwicklungen in Siebenbürgen

Das Haus des Deutschen Ostens präsentiert im Rahmen einer Veranstaltung am 5. Juli 2018 den Dokumentarfilm „Sie sollen sich nicht lassen – Erinnerungen und Entwicklungen in Siebenbürgen“ von Filmemacher Manuel Stübecke.

Manuel Stübecke, Journalist, Regisseur und Bildungsreferent, stellt mit Hilfe von Vortrags- und Filmelementen die Welt der Rumänien-Deutschen vor. Er hat zeitweise unter den Siebenbürger Sachsen gelebt und gearbeitet. Seine Dokumentarfilmreihe ist in den Jahren 2013 bis 2015 entstanden – 15 Interviews mit Vertretern der deutschen Minderheiten in Rumänien. Bekannte und unbekannte Menschen teilten ihre Erfahrungen. Nicht nur die Erinnerungen, sondern auch die aktuellen wie kommenden Entwicklungen sind Teil der Geschichte. Und die Entwicklungen haben eine klare Botschaft: In der letzten Folge wird der junge Bukarester Pfarrer Andrei Pinte, der orthodox getauft wurde und konvertierte, bei einem Hausabendmahl begleitet. Einer alten Siebenbürger Sächsin sagt er: „Sie sollen sich nicht lassen!“ Geben Sie sich nicht auf! Die Geschichte ist noch nicht zu Ende!

Hier geht’s zum Veranstaltungskalender des HDO: HDO Veranstaltungen (externer Link)

Haus des Deutschen Ostens
Am Lilienberg 5
81669 München

Sachsen, Rumänen, Roma und andere Begegnungen

Vom 15.–17.12.2017 findet in Bad Kissingen ein Seminar zum Thema „Sachsen, Rumänen, Roma und andere Begegnungen mit einem multiethnischen und -kulturellen Rumänien in Dokumentar- und Zeitzeugenfilmen“ statt.

Rumänien hat in Deutschland teilweise ein sehr negatives Image. Dieses wurde über Jahrzehnte von den Medien geformt. Die wenigen in Rumänien tätigen westlichen Journalisten berichten – wie überall – vor allem von negativen Ereignissen: Krisen, Katastrophen, Korruption. Wer Rumänien aber aus eigener Anschauung kennen gelernt hat, kennt auch andere Seiten: gastfreundliche Menschen, wunderbare Landschaften. Es ist die Intention dieses Seminars mehrere, weitgehend unbekannte, in den letzten Jahrzehnten entstandene Dokumentar- und Zeitzeugenfilme über in Rumänien lebenden Personen aus verschiedenen Ethnien und ihre Lebenswelten zu zeigen. In Rumänien leben zahlreiche ethnische Minderheiten, die größten sind die Roma und Ungarn. Einst lebten in den Grenzen des heutigen Rumänien auch rund 600.000 Deutsche, vor allem Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben, daneben aber auch weitere kleine Gruppen. Die Deutschen Rumäniens sind gegen Ende des Zweiten Weltkriegs geflohen oder wurden deportiert. Seit den frühen 1960er Jahren bis 1989 wurden rund 220.000 von der Bundesregierung abgekauft und konnten nach Westdeutschland auswandern. Nach der rumänischen Revolution verließen weitere Deutsche das Land. Rumänien hat mehrfach, so im Sozialismus durch die Landflucht und Industrialisierung, nach der Wende durch Deindustrialisierung und zuletzt nach dem EU-Beitritt, jeweils einen grundlegenden – von unterschiedlichen Vorzeichen geprägten – sozialen Wandel mitgemacht. Das Leben in den großen Städten eifert dem in der westlichen Welt nach. Daneben gibt es aber entvölkerte und zurückgelassene Dörfer mit Menschen ohne zentrale Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, die das Feld mit Pferden und Pflügen bearbeiten und nur Subsistenzwirtschaft betreiben, fast ohne erreichbare Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen. Ebenso gibt es noch fast archaisch lebende Gruppen in Rumänien, wie die Roma und die Schafhirten. Diese Lebenswelten werden durch die gesellschaftliche Modernisierung bedroht und sind normalerweise für Außenstehende verschlossen. Durch Dokumentarfilme kann man in sonst unbekannte Lebenswelten Einblick nehmen.

Es ist vorgesehen folgende Filme zu zeigen und mit einigen der Regisseure über sie zu diskutieren: Die Leute von Michelsberg (1984) und Grüße aus der Alten Heimat (1991) von Peter Miroschnikoff, ehemaliger ARD-Korrespondent für Südosteuropa; Gherdeal/Gürteln (2004) und Die Siebenbürger Sachsen und ihre Häuser (2014) von Thomas Beckmann und Martin Nudow; Auf der Kippe (1996) von Andrei Schwartz; „Zigeunertränen“/Romane Iasfa (2006) von Luminiţa Mihai Cioaba; „Arbeit macht das Leben süß, Faulheit stärkt die Glieder“ (2015) von Claudia Funk; La drum – Auf dem Weg (1997) von Dumitru Budrala; Im Schatten der Karpaten. Rumäniens Weisheit. Rumäniens Reichtum (2015) von Detlev Konnerth. Aus der Werkstatt von Manuel Stübecke: „Sie sollen sich nicht lassen…“  gibt es 12 unfertige Filmporträts von Persönlichkeiten.

Die Tagung beginnt am Freitagabend mit dem gemeinsamen Abendessen und ist am Sonntag nach dem Mittagessen zu Ende. Die Teilnahme kostet 60 € (ermäßigt für Studierende, Teilnehmer aus Ostmitteleuropa, Bedürftige: 20 €) und ggf. EZ-Zuschlag 20 €, zuzüglich 3,50 € Kurtaxe, jeweils für den gesamten Zeitraum. Der Teilnahmebeitrag beinhaltet Unterkunft, Verpflegung und Programmkosten. Auf Wunsch können wir Ihnen das detaillierte Programm der Tagung sowie ein Anmeldeformular zusenden. Bitte melden Sie sich umgehend, spätestens bis zum 1. Dezember 2017, bei uns an. Anmeldungen und Anfragen sind unter dem Stichwort: „Filme“ ab sofort möglich an: Gustav Binder, „Der Heiligenhof“, Alte Euerdorfer Straße 1, 97688 Bad Kissingen, Telefon: 0971/ 714 714, Fax: 0971/714 747 oder per Mail an: studienleiter [ät] heiligenhof.de.