Neue Video-Podcast-Folge | Zwischen literarischem Feilen und „orientalischem Feilschen“. Kristiane Kondrat spricht über den Mentor Franz Liebhard

Dr. Enikő Dácz spricht mit der Schriftstellerin, Lyrikerin und Journalistin Kristiane Kondrat über den Temeswarer Autor und Kulturvermittler Robert Reiter, alias Franz Liebhard, dessen Nachlass am IKGS im Rahmen eines vom Kulturwerk der Banater Schwaben und vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales geförderten Projektes archivalisch bearbeitet und zu Forschungszwecken sowie der interessierten breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.

Kristiane Kondrat erinnert sich an ihren Mentor Franz Liebhard, der sie in den 1960er-Jahren in den Temeswarer Schriftstellerverband eingeführt und zum „Feilen“ an literarischen Texten ermutigt hat. Sie spricht über die Empfehlungen und Ratschläge des Expressionisten, der sie an die Wiener Moderne herangeführt hat, und die gemeinsamen Erfahrungen in Temeswarer Literaturkreisen. Zudem geht sie auf das „orientalische Feilschen“ mit Zensoren und auch darauf ein, worüber man damals nicht gesprochen hat.

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Vortrag von Dr. Enikő Dácz an der Universität Ljubljana

IKGS-Mitarbeiterin Enikő Dácz hielt am 24. Oktober einen Vortrag bei der Tagung „Reflexionen zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur“, die von den Lehrstühlen für Germanistik der Universitäten Ljubljana und Zagreb organisiert wurde. Sie ging der Frage nach, wie ausgewählte Werke von Thomas Perle und Iris Wolff traditionelle ungarisch–, rumänisch– und deutschsprachige Karpatendiskurse kritisch reflektieren, ohne durch Wiederholung zu ihrer Verfestigung beizutragen. Es wurde untersucht, wie die Texte Karpaten-Narrative variieren und sie durch ökokritische Neuperspektivierung oder Ansätze wie Nature Writing überschreiben.

© Foto: Milka Car

9. Spendenfahrt in die Bukowina

Prof. Dr. Tobias Arand der PH Ludwigsburg und sein Team auf der 9. Spendenfahrt nach Czernowitz/Tscherniwzi in die Bukowina: Dort haben sie u.a. eine Spende der Firma Jack Links/Bifi – 1000 Kisten Bifi-Salamibrot mit 20 000 Einzelportionen – an das Netzwerk Gedankendach übergeben. Die Transportkosten wurden aus Spendengeldern des Netzwerks Gedankendach finanziert.

Wir danken all unseren Spender:innen ganz herzlich; ohne Sie wären diese Fahrten in die Ukraine nicht möglich!

Weitere Informationen zur Spendenaktion

© Foto: Prof. Dr. Tobias Arand

Keynote von Florian Kührer-Wielach im Rahmen der Tagung „Traditions, National Identities, and State Building in East-Central Europe“ in Cluj-Napoca/Klausenburg

Am 16. Oktober hielt IKGS-Direktor Dr. Florian Kührer-Wielach im Rahmen der „Akademischen Tage“ des Institutul de Istorie „George Bariţiu” al Academiei Române die Keynote „German, but Austrian: The Ethnic Germans and the Dollfuß-Schuschnigg-Regime“.

Im Mittelpunkt standen die Hauptakteure und die Ideologie des Österreichischen Verbandes für Volksdeutsche Auslandsarbeit, der von 1934 bis 1938 bestand. Er repräsentiert den Versuch, im Rahmen des autoritären „Ständestaates“ eine genuin-österreichische Politik zu den „Volksdeutschen“ auf dem Gebiet des Donau-Karpaten-Raumes zu etablieren und sich gleichzeitig von NS-Deutschland abzugrenzen.

© Foto:  Andreea Beatrix Pantiloi (Academia Romana Filiala Cluj)

Neue Rezension zu „Identitäten in regionalen Zentren…“

„Die vorliegende Studie liefert […] einen wichtigen Beitrag zu großen Forschungsthemen der gegenwärtigen Identitäts- und Empiregeschichte, indem sie gesamteuropäische Phänomene in ihren lokalen Ausprägungen nachvollzieht. Ihre Bedeutung liegt in einer genauen und differenzierten Neubewertung regionaler Verhältnisse und Verflechtungen, die auch auf die Identitäten der Beteiligten reflektieren konnten. So entsteht ein facettenreiches Bild urbaner Alltagsgeschichte, das direkt mit den Entwicklungen des 19. Jahrhunderts und der Zwischenkriegszeit in Verbindung gebracht werden kann.“

So resümiert Marion Averbeck-Dotter ihre Rezension der Monografie von PD Dr. Angela Ilić, „Identitäten in regionalen Zentren der Habsburgermonarchie. Die Fallbespiele Rijeka und Maribor“.

Die Rezension ist in der Historischen Zeitschrift 321 (2025) H. 2, S. 501–504 erschienen. Zur Open Access-Version geht es hier.

Buchvorstellung „Building a Nazi Racial Community. Mobility and Transnational Transfers between Nazi Germany and the South-Eastern European ‚Volksdeutsche‘“

Im Rahmen der Tagung „Traditions, National Identities, and State Building in East-Central Europe” in Klausenburg/Cluj-Napoca wurde Band 144 der IKGS-Buchreihe, „Building a Nazi Racial Community. Mobility and Transnational Transfers between Nazi Germany and the South-Eastern European ‚Volksdeutsche‘“, in Anwesenheit der Herausgeber Ottmar Trașcă, Virgiliu Țârău und Corneliu Pintilescu vorgestellt. Nach einer kurzen Einleitung vom Mitherausgeber der Buchreihe, Dr. Florian Kührer-Wielach, in der er die gute Zusammenarbeit mit dem Verlag Friedrich Pustet betonte, präsentierten Dr. Attila Gidó vom Institutul pentru Studierea Problemelor Minorităţilor Naţionale und Dr. Cristian Cercel vom IdGL Tübingen.

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© Foto: Enikő Dácz/IKGS