„wir gingen weil alle gingen.“ – Der Schriftsteller Thomas Perle las in der Münchner Stadtbibliothek

Moderatorin Enikő Dácz (IKGS) im Gespräch mit dem Autor Thomas Perle | © Heike Bogenberger

 

In der Siebenbürgischen Zeitung berichtet Prof. Dr. Mariana-Virginia Lăzărescu über die Online-Lesung „wir gingen weil alle gingen.“ mit dem Schriftsteller Thomas Perle im Rahmen der Reihe „Shared Heritage – gemeinsames Erbe“, dem Kulturprogramm der EU-Ratspräsidentschaft Deutschlands, in Kooperation mit dem Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas e. V. (IKGS) an der Ludwig-Maximilians-Universität München und dem Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland.

Zum Bericht

Ehrung des Schriftstellers Hans Bergel in seinem 95. Lebens­jahr

 

Die ursprünglich als „Liveevent“ geplante Festveranstaltung „Mit der Prägnanz kleistischer Sprachkunst. Ehrung des Schriftstellers Hans Bergel in seinem 95. Lebensjahr“ wurde aufgrund der Entwicklung der Corona-Krise im Videoformat umgesetzt. Das Video wurde in der Allerheiligen-Hofkirche in München aufgezeichnet. Neben dem Protagonisten selbst kommen Josef Balazs, freischaffender Autor und Moderator, Hannes Höchsmann, Schauspieler und Lilia Antipow vom HDO zu Wort. Grußworte sprechen unter anderen Professor Dr. Andreas Otto Weber (Direktor des HDO) und Dr. Florian Kührer-Wielach (Direktor des IKGS). Die Festveranstaltung ist eine Kooperation des Hauses des Deutschen Ostens, München, des IKGS, des rumänischen Generalkonsulats und des Verbandes der Siebenbürger Sachsen.

Video der Festveranstaltung

Stellenausschreibung | Bibliothekarin/Bibliothekar (m/w/d)

 

Das Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München ist eine von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien institutionell geförderten Einrichtung, welche die regionalen Verflechtungen südosteuropäischer und deutscher Kultur und Geschichte erforscht sowie durch Lehre und Fachpublikationen verbreitetIm Fachbereich Bibliothek und Archiv soll zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Stelle


einer Bibliothekarin/eines Bibliothekars
 (m/w/d)


bef
ristet bis zum 31.12.2023 (Entgeltgruppe 9c, TVöD-Bund, 70 % der regelmäßigen Arbeitszeit) besetzt werden

Link zur pdf-Version der Ausschreibung

 

Ihre Aufgaben: 

  • Betreuung einer wissenschaftlichen Spezialbibliothek und eines Archivs 
  • Erwerbung und Katalogisierung von Print- und E-Medien (Monografien und Fortsetzungswerke sowie Zeitschriften und Zeitungen) nach RDA, darunter auch fremdsprachige Titel aus Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa 
  • inhaltliche Erschließung von Print- und E-Medien 
  • Mitarbeit bei der Einführung eines Lokalsystems 
  • Benutzerbetreuung und Bearbeitung wissenschaftlicher Anfragen, Ausleihe, nationale und internationale Fernleihe, Magazindienst
  • Koordination und Durchführung von Erschließungsprojekten im Archiv (Vor- und Nachlässe, Autorenbibliotheken, Karten, Fotografien)sowie Führung von Zugangs- und Inventarverzeichnissen 
  • Durchführung von Bestandserhaltungsmaßnahmen 
  • Öffentlichkeitsarbeit für Bibliothek und Archiv 
  • Fachliche Betreuung von PraktikantInnen, ehrenamtlichen MitarbeiterInnen und ggf. Projektpersonal in Bibliothek und Archiv 
  • Koordination von Kooperationsprojekten mit Partnereinrichtungen, insbesondere von Digitalisierungsmaßnahmen sowie Einwerbung von Drittmittelprojekten in Zusammenarbeit mit der Bibliotheks- und der Institutsleitung 
  • Vertretung der Bibliotheksleitung 
  • Übernahme von Querschnittsaufgaben 

 

Ihr Profil: 

  • erfolgreich abgeschlossenes Studium im Bereich Bibliotheks- oder Informationswissenschaft (Bachelor/FH-Diplom) oder auf das Aufgabengebiet bezogene gleichwertige Fähigkeiten und nachgewiesene Erfahrungen 
  • Kenntnisse von RDA, GND und bibliothekarischen Metadaten 
  • hohe IT-Affinität und Interesse an aktuellen Entwicklungen, insbesondere im Bereich Digitalisierung 
  • Kenntnisse in der Anwendung integrierter Bibliothekssoftware und der Verbundkatalogisierung 
  • sicherer Umgang mit MS Office 365 
  • hohe Serviceorientierung, GestaltungsmotivationFlexibilität und Belastbarkeit 
  • Bereitschaft zur Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen und Bibliothekstagungen 
  • selbständige, lösungsorientierte Arbeitsweise, Teamfähigkeit und ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein 

 

Darüber hinaus freuen wir uns über folgende Kenntnisse, welche jedoch keine Voraussetzung sind: 

  • Kenntnisse in der archivarischen Erschließung 
  • Kenntnisse archivarischer und bibliothekarischer Bestandserhaltungsmaßnahmen 
  • Kenntnisse in Kalliope und Koha 
  • Lesekenntnisse einer südosteuropäischen Sprache 

 

Wir bieten: 

  • eine intensive Einarbeitung 
  • ein aktives Mitgestalten neuer, innovativer Dienstleistungsangebote und die Möglichkeit zur Verwirklichung eigenverantwortlicher Projekte 
  • Möglichkeit der beruflichen und persönlichen Weiterentwicklung durch Fortbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten  
  • flexible Arbeitszeitgestaltung und Möglichkeit zur Vier-Tage-Woche  
  • 30 Tage Erholungsurlaub (bezogen auf eine 5-Tage-Woche) 
  • betriebliche Altersvorsorge über den Versorgungsverband bundes- und landesgeförderter Unternehmen (VBLU) 
  • Job-Ticket-Vergünstigung im ÖPNV 

 

Die Beschäftigung erfolgt vorbehaltlich der Bewilligung der Mittel im Bundeshaushalt. 

Bewerbungen mit aussagekräftigen Unterlagen (Lebenslauf, Zeugnisse und Beurteilungen, Nachweis über die Erfüllung der formalen Voraussetzungen etc.) sind bis zum 17.1.2021 ausschließlich per E-Mail in einer PDF-Datei zu richten an ikgs@ikgs.de. 

Begrüßt werden auch Bewerbungen von BerufseinsteigerInnen. 

Wir fördern die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern; daher sind Bewerbungen von Frauen besonders erwünscht. Bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung werden Frauen nach dem Bundesgleichstellungsgesetz, schwerbehinderte Menschen nach Maßgabe des Sozialgesetzbuches IX besonders berücksichtigt 

Die Bewerbungen werden ausschließlich zum Zwecke des Auswahlverfahrens verwendet und nach Abschluss des Verfahrens unter Beachtung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen vernichtet. 

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an Helene Dorfner unter dorfner@ikgs.de. 

Dr. Florian Kührer-Wielach
Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas
an der Ludwig-Maximilians-Universität München
www.ikgs.de 

Rezension zu Lothar Quinkensteins Buch „Die Brücke aus Papier. Sprachen der Bukowina“

 

Auf Fixpoetry ist eine Rezension von Barbara Zeizinger zu Lothar Quinkensteins Buch „Die Brücke aus Papier. Sprachen der Bukowina“ erschienen.

„Wir müssen uns erinnern. Dieses elfte Gebot, das die polnisch-israelische Dichterin Irit Amiel dem Dekalog hinzugefügt hat, steht Pate für das in der Lyrikreihe edition textfluss des danube books Verlags erschienenen Buchprojekts. Denn: Wo kein Gedächtnis mehr verbleibt, wird niemand mehr wissen, niemand mehr spüren, dass etwas fehlt.“

Zur Rezension

Presseinformation/Einladung: Veranstaltungsreihe „Shared Heritage – Gemeinsames Erbe“ – Berlin, Hamburg, Leipzig, München, Weimar / 3.11. – 8.12.2020

 

Seit einigen Jahren nehmen auffallend viele Schriftstellerinnen und Schriftsteller in ihrem Schreiben Bezug auf das östliche Europa im 20. Jahrhundert. Häufig spielen ihre literarischen Texte in multiethnischen Regionen mit deutschsprachigen Bevölkerungsanteilen wie etwa Schlesien, Siebenbürgen, Böhmen, Kärnten, aber auch in der früheren Sowjetunion. Dieses Phänomen einer literarischen Rekonstruktion verloren gegangener kultureller Interferenzräume soll im Kulturprogramm zur Begleitung der EU-Ratspräsidentschaft Deutschlands im Herbst 2020 in den Blick gerückt werden. Geplant sind – neben einer literaturwissenschaftlichen Konferenz in Berlin – Lesungen für ein breiteres Publikum, ebenfalls in Berlin sowie in Hamburg, Leipzig, München und Weimar.

Organisation
Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE), Oldenburg

Kooperationspartner
– Literaturhaus Berlin
– Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Berlin
– Deutsches Kulturforum östliches Europa, Potsdam
– Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas, München
– Institut für Kultur und Geschichte der Deutschen in Nordosteuropa, Lüneburg
– Adalbert Stifter Verein, München
– Klassik Stiftung Weimar, Herzogin Anna Amalia Bibliothek, Weimar
– Österreichisches Kulturforum Berlin

 

Veranstaltungsorte und Termine

03.11.2020: Münchner Stadtbibliothek:
Alles Geschichte? Mitteleuropäisches Erbe in der tschechischen Gegenwartsliteratur
Gespräch mit Dora Kaprálová und Marek Toman
Anmeldung für die Veranstaltung am 3.11.2020 in München

04.11.2020: Warburg-Haus Hamburg:
Literatur im Baltikum: „Die Bienen”
Lesung und Gespräch mit Meelis Friedenthal
Anmeldung für die Veranstaltung am 4.11.2020 in Hamburg

12.11.2020: Literaturhaus Leipzig:
Fokus Minderheiten: Interferenzen?
Lesung und Gespräch mit mit Kateřina Tučková und Slobodan Šnajder
Anmeldung für die Veranstaltung am 12.11.2020 in Leipzig

18.11.2020: Österreichisches Kulturforum Berlin
Auf einer Brücke leben
Lesung und Gespräch mit Tanja Maljartschuk und Katharina Raabe
Anmeldung für die Veranstaltung am 18.11.2020 in Berlin

19.11.2020: Staatsbibliothek zu Berlin:
Shared Heritage – gemeinsames Erbe in den Literaturen Europas?
Podiumsgespräch mit Joseph Zoderer, Catalin Dorian Florescu und Sabrina Janesch
Anmeldung zur Warteliste für die Veranstaltung am 19.11.2020 in Berlin

20.11.2020: Literaturhaus Berlin
„was dringt durch die brennweite der zeit?”
Lyriklesung und Gespräch mit Maja Haderlap
Anmeldung für die Veranstaltung am 20.11.2020 in Berlin

24.11.2020 Literaturhaus Berlin:
„Die Wolga teilte die Welt in zwei Hälften.”
Lesung und Gespräch mit mit Gusel Jachina und Helmut Ettinger
Georg-Dehio-Preis 2020
Anmeldung für die Veranstaltung am 24.11.2020 in Berlin

26.11.2020: Herzogin Anna Amalia Bibliothek Weimar
Den Osten übersetzen
Gespräch in der Reihe Übersetzen! Das Schreiber-Sofa im Bücherkubus der Herzogin Anna Amalia Bibliothek mit Noémi Kiss, Silke Pasewalck und Katharina Raabe
Anmeldung für die Veranstaltung am 26.11.2020 in Weimar

08.12.2020: Münchner Stadtbibliothek:
wir gingen weil alle gingen
Lesung mit Thomas Perle
Anmeldung für die Veranstaltung am 8.12.2020 in München

Plakat
Gesamtprogramm