Rezension zu Lothar Quinkensteins Buch „Die Brücke aus Papier. Sprachen der Bukowina“

 

Auf Fixpoetry ist eine Rezension von Barbara Zeizinger zu Lothar Quinkensteins Buch „Die Brücke aus Papier. Sprachen der Bukowina“ erschienen.

„Wir müssen uns erinnern. Dieses elfte Gebot, das die polnisch-israelische Dichterin Irit Amiel dem Dekalog hinzugefügt hat, steht Pate für das in der Lyrikreihe edition textfluss des danube books Verlags erschienenen Buchprojekts. Denn: Wo kein Gedächtnis mehr verbleibt, wird niemand mehr wissen, niemand mehr spüren, dass etwas fehlt.“

Zur Rezension

Presseinformation/Einladung: Veranstaltungsreihe „Shared Heritage – Gemeinsames Erbe“ – Berlin, Hamburg, Leipzig, München, Weimar / 3.11. – 8.12.2020

 

Seit einigen Jahren nehmen auffallend viele Schriftstellerinnen und Schriftsteller in ihrem Schreiben Bezug auf das östliche Europa im 20. Jahrhundert. Häufig spielen ihre literarischen Texte in multiethnischen Regionen mit deutschsprachigen Bevölkerungsanteilen wie etwa Schlesien, Siebenbürgen, Böhmen, Kärnten, aber auch in der früheren Sowjetunion. Dieses Phänomen einer literarischen Rekonstruktion verloren gegangener kultureller Interferenzräume soll im Kulturprogramm zur Begleitung der EU-Ratspräsidentschaft Deutschlands im Herbst 2020 in den Blick gerückt werden. Geplant sind – neben einer literaturwissenschaftlichen Konferenz in Berlin – Lesungen für ein breiteres Publikum, ebenfalls in Berlin sowie in Hamburg, Leipzig, München und Weimar.

Organisation
Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE), Oldenburg

Kooperationspartner
– Literaturhaus Berlin
– Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Berlin
– Deutsches Kulturforum östliches Europa, Potsdam
– Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas, München
– Institut für Kultur und Geschichte der Deutschen in Nordosteuropa, Lüneburg
– Adalbert Stifter Verein, München
– Klassik Stiftung Weimar, Herzogin Anna Amalia Bibliothek, Weimar
– Österreichisches Kulturforum Berlin

 

Veranstaltungsorte und Termine

03.11.2020: Münchner Stadtbibliothek:
Alles Geschichte? Mitteleuropäisches Erbe in der tschechischen Gegenwartsliteratur
Gespräch mit Dora Kaprálová und Marek Toman
Anmeldung für die Veranstaltung am 3.11.2020 in München

04.11.2020: Warburg-Haus Hamburg:
Literatur im Baltikum: „Die Bienen”
Lesung und Gespräch mit Meelis Friedenthal
Anmeldung für die Veranstaltung am 4.11.2020 in Hamburg

12.11.2020: Literaturhaus Leipzig:
Fokus Minderheiten: Interferenzen?
Lesung und Gespräch mit mit Kateřina Tučková und Slobodan Šnajder
Anmeldung für die Veranstaltung am 12.11.2020 in Leipzig

18.11.2020: Österreichisches Kulturforum Berlin
Auf einer Brücke leben
Lesung und Gespräch mit Tanja Maljartschuk und Katharina Raabe
Anmeldung für die Veranstaltung am 18.11.2020 in Berlin

19.11.2020: Staatsbibliothek zu Berlin:
Shared Heritage – gemeinsames Erbe in den Literaturen Europas?
Podiumsgespräch mit Joseph Zoderer, Catalin Dorian Florescu und Sabrina Janesch
Anmeldung zur Warteliste für die Veranstaltung am 19.11.2020 in Berlin

20.11.2020: Literaturhaus Berlin
„was dringt durch die brennweite der zeit?”
Lyriklesung und Gespräch mit Maja Haderlap
Anmeldung für die Veranstaltung am 20.11.2020 in Berlin

24.11.2020 Literaturhaus Berlin:
„Die Wolga teilte die Welt in zwei Hälften.”
Lesung und Gespräch mit mit Gusel Jachina und Helmut Ettinger
Georg-Dehio-Preis 2020
Anmeldung für die Veranstaltung am 24.11.2020 in Berlin

26.11.2020: Herzogin Anna Amalia Bibliothek Weimar
Den Osten übersetzen
Gespräch in der Reihe Übersetzen! Das Schreiber-Sofa im Bücherkubus der Herzogin Anna Amalia Bibliothek mit Noémi Kiss, Silke Pasewalck und Katharina Raabe
Anmeldung für die Veranstaltung am 26.11.2020 in Weimar

08.12.2020: Münchner Stadtbibliothek:
wir gingen weil alle gingen
Lesung mit Thomas Perle
Anmeldung für die Veranstaltung am 8.12.2020 in München

Plakat
Gesamtprogramm

Bericht zum IKGS-Projekt „Nimm ihm Saures!“ auf der Seite der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK)

 

Auf ihrer Seite hat die Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) den Bericht unserer wissenschaftlichen Bibliothekarin Helene Dorfner über das IKGS-Projekt „Nimm ihm Saures!“ veröffentlicht.

Inhalt des Projekts ist die Massenentsäuerung und konservatorische Behandlung seltener Monografien des deutschen Kulturerbes aus Siebenbürgen und dem Banat. Die 850 Bände und 600 Kapselschriften stammen aus dem Zeitraum von Beginn des 19. Jahrhunderts bis 1990. Durch diese Maßnahme wurde deren dauerhafter Originalerhalt sichergestellt.

#koordiniertSchützen

Hier geht es zum Bericht
IKGS-Projektseite „Nimm ihm Saures!“

Digitalisierte Zeitungen aus der Bukowina

 

Ein besonderes Schmankerl des erweiterten OnlineAngebots des IKGS sind die Digitalisate aus dem Projekt Jüdisch-deutsche Bukowina 1918+“. Die Zeitungen Czernowitzer Allgemeine ZeitungCzernowitzer MorgenblattCzernowitzer TagblattDas freie Wort, Das neue jüdische Palästina, Die Bombe und Die Gemeinschaft wurden aus Mikrofilmbeständen des IKGS durch das Digitale Forum Mittel- und Osteuropas (DiFMOE) digitalisiert und sind nun in der Digitalen Bibliothek kostenfrei zugänglich und im Volltext durchsuchbar.

Neuer Opac für die IKGS-Bibliothek

 

Die Einschränkungen der Bibliothek während des Lockdowns wegen der Covid-19-Pandemie haben eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig die Möglichkeit zum digitalen Lernen, Arbeiten und Forschen ist. Deshalb hat das IKGS einen neuen Bibliotheks-Opac mit Zugriff auf elektronische Dokumente eingeführt. Ein wesentliche Verbesserung sind neben dem ansprechenderen Layout der Suchoberfläche die neuen Suchfunktionen: Freitextsuche über alle Felder in der einfachen Suche, Durchsuchbarkeit von eingescannten Inhaltsverzeichnissen und die Möglichkeit der Facettierung der Suchergebnisse. Zusätzlich ermöglicht der Katalog nun die direkte Anzeige von Open-Access-Dokumenten im Volltext. Insgesamt sind im Opac des IKGS über 20.000 Titel nachgewiesen, darunter über 700 frei zugängliche E-Medien und 100 E-Journals. Hier gehtlos

Neuerscheinung: Die Brücke aus Papier. Sprachen der Bukowina

 

In elf Sprachen und vier Schriftsystemen erscheint der fünfte Band der Lyrikreihe edition textfluss im danube books Verlag: Der preisgekrönte Gedichtzyklus „Die Brücke aus Papier – Sprachen der Bukowina“ von Lothar Quinkenstein ist eine Hommage an das jüdische Erbe der historischen Kulturregion Bukowina. Herausgegeben wird das Buch von Florian Kührer-Wielach, Direktor des IKGS.

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