Rezension zu „Überwachung und Infiltration“: Alternativlose „Katakomben“ und „Tarnwohnungen“

Bei Ion Mihai Pacepa kommt Emil Bodnăraș denkbar schlecht weg. Rumäniens Ex-Spitzenspion, der sich 1978 über West-Deutschland in die USA abgesetzt hatte und 1987 als Autor des Bestsellers „Red Horizons“ hüben wie drüben für Aufruhr sorgte, konnte den 1976 verstorbenen Spitzenfunktionär des rumänisch-kommunistischen Regierungsapparates niemals gut leiden. Im 1993 veröffentlichten Buch „The Kremlins Legacy“ (Die Altlast des Kreml) spart Pacepa nicht mit rauer Kritik an Bodnăraș. Aus gutem Grund, denn Emil Bodnăraș, der sich am 6. März 1945 als Übersetzer des Ultimatums einschaltete, das ein sowjetischer Armeebeauftragter König Michael I. in Bukarest auf Russisch stellte, war „maßgeblich am Staatsstreich vom 23.8.1944 beteiligt“ gewesen, wie Hannelore Baier in einer Fußnote des inhaltsschweren Dokumentationsbands betreffend das Thema „Überwachung und Infiltration. Die Evangelische Kirche in Rumänien unter kommunistischer Herrschaft (1945-1969)“ zurecht anführt.

Zur Rezension in der Allgemeinen Deutschen Zeitung vom 11.11.2022
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36. Akademiewoche in Schäßburg/Sighișoara

Die 36. Siebenbürgische Akademiewoche ging am 9. Oktober in Schäßburg zu Ende. Die 19 Teilnehmer, Studenten und junge Erwachsene aus Rumänien und Deutschland trafen sich in der Zeit vom 4.–9. Oktober in der mittelalterlichen Burg in Schäßburg, um sich zu dem Thema „Kommunizierende und konkurrierende Kulturräume“ auszutauschen.

Bericht in der Siebenbürgischen Zeitung

Ausflug in die Kirchenburg Birthälm. Foto: Ulf Ziegler

Reportage: Czernowitz 2022. Eine Sommerreise

Seit dem Kriegsbeginn im Februar 2022 engagiert sich das IKGS München gemeinsam mit der Universität Czernowitz und vielen befreundeten Institutionen und Personen, finanzielle und materielle Hilfe für die ukrainische Nordbukowina zu organisieren. Im Juli hat Florian Kührer-Wielach, Direktor des IKGS, Czernowitz besucht, um Gespräche zu führen, auf akademischer wie humanitärer Ebene Solidarität zu zeigen und sich ein Bild von der Lage vor Ort zu machen. Was er dort erfahren und gesehen hat, erzählt er in dieser Reportage.

Zur Reportage

Neue Leitung für Archiv und Bibliothek des IKGS

Nachdem unsere Kollegin Helene Dorfner sich erfolgreich um die Leitung der Bibliothek des Instituts für Auslandsbeziehungen in Stuttgart beworben hat (wozu wir herzlich gratulieren), haben wir uns auf die Suche nach einer neuen Leitung unseres Archiv und unserer Bibliothek gemacht. Vor einigen Wochen durften wir die Historikerin Jana Augustin im IKGS-Team begrüßen. Sie stellt sich in der Folge selbst vor:

Hallo, ich heiße Jana Augustin und ich leite seit Februar 2022 die Bibliothek und das Archiv des IKGS. Außerdem bin ich als Projektmitarbeiterin im Projekt Erschließung, Zugänglichmachung und Präsentation des Nachlasses „Heinrich Zillich tätig. Ich habe 2020 meinen Master im Fachbereich Historische Wissenschaften mit dem Schwerpunkt Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Augsburg abgeschlossen. Meine Forschungsschwerpunkte umfassen den Nationalsozialismus, seine Aufarbeitung in der Bundesrepublik und die Gesellschaftsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland. 

Zur Personenseite von Jana Augustin

Rezension zu „Überwachung und Infiltration“

„Die langjährig einschlägig erfahrene Publizistin Hannelore Baier legt als Herausgeberin mit „Überwachung und Infiltration – Die Evangelische Kirche in Rumänien unter kommunistischer Herrschaft (1945 – 1969)“ eine akribisch und methodisch hochwertig erarbeitete Dokumentation vor, die mit Mythen aufräumt und aufzeigt, dass man schwersten Herausforderungen mit Raison beikommen und ver­ant­wor­tungs­­bewusst sogar Freiräume für die Mitmenschen schaffen kann.“
Die in der IKGS-Reihe veröffentlichte Dokumentation von Hannelore Baier wurde von Ortwin Bonfert auf seinem Feuilleton-Blog „diespiegelungen“ rezensiert.

Die Besprechung in voller Länge
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