Brücke zur Toleranz (6. Ausgabe) | Die Brücke zur Akzeptanz und Anerkennung

Am 19. Juni 2019 findet in der Aula der Rumänischen Akademie die 6. Ausgabe von Brücke zur Toleranz statt. Das Thema dieses Mal: Der Beitrag der nationalen Minderheiten zur wirtschaftlichen Entwicklung Rumäniens
Mit in der Diskussionsrunde IKGS-Vorstandsmitglied Prof. Dr. Konrad Gündisch.

19. Juni 2019
11-11:30 Uhr
Aula der Rumänischen Akademie
Blvd. Primăverii Nr. 33
011972 Bucureşti, România (Karte, externer Link)

Das komplette Programm können Sie als PDF-Datei hier anschauen.

Relaunch | Keine Revolution, aber eine Evolution

Kulturpolitische Korrespondenz, Ausgabe Mai 2019

Kulturpolitische Korrespondenz, Ausgabe Mai 2019

 

Deutsches Kulturforum östliches Europa relauncht Traditionsblatt
Das Deutsche Kulturforum östliches Europa hat mit der Mai-Ausgabe die traditionsreiche Zeitschrift Kulturpolitische Korrespondenz (KK) relauncht. Neben einem modernisierten, leserfreundlichen Gewand fällt vor allem die strukturelle Neuausrichtung der Hefte auf, wie KK-Redakteur Markus Nowak aufzählt.

„Neu sind Schwerpunktthemen, Interviews oder längere essayistische Beiträge zum deutschen Kulturerbe im östlichen Europa und zum heutigen Umgang damit.“ 

Das Titelbild mit dem Spielzeug-Fontane illustriert, wohin die Reise mit der Zeitschrift geht. Als Kulturpolitische Korrespondenz bildete das Blatt seit nunmehr fünfzig Jahren die Vielfalt deutscher, oft grenzübergreifender Kulturarbeit im östlichen Europa ab. Bisher wurde die Zeitschrift monatlich von der Stiftung Deutsche Kultur im östlichen Europa OKR herausgegeben. Mit der Mai-Ausgabe 2019 löst das Deutsche Kulturforum östliches Europa die Stiftung als Herausgeber ab. Im Zuge dessen hat sich die Zeitschrift inhaltlich neu aufgestellt und trägt nun den Namen Kulturkorrespondenz östliches Europa.
Harald Roth, der Direktor des Deutschen Kulturforums östliches Europa, zum  Relaunch:

„In einer sich ständig wandelnden Medienlandschaft bedarf es auch einer stetigen Anpassung und Neuausrichtung.“

Neben dem monatlich erscheinenden gedruckten Heft gibt es dazu einen Newsletter und ein Internetmagazin.
Redakteurin Schwarz bemerkt dazu:

„Die KK wird digital und so auch einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht.“

Auch die Themen öffnen einem breiteren, auch jüngeren Publikum den Zugang zur deutschen Kultur im östlichen Europa. Co-Redakteur Nowak sagt dazu:

„Von Comicbesprechungen, der Vorstellung von Handy-Apps bis hin zur Perspektive von fremdsprachigen Autoren. Themen, die uns auch persönlich interessieren.“

„Klassische“ Ausstellungs- und Buchrezensionen und Tagungsberichte werde es aber auch weiterhin geben.

Die „neue“ KK-Redaktion besteht aus einem Zweier-Team: dem Historiker und Journalisten Markus Nowak und der Slawistin Marie Schwarz. Überarbeitet wurde auch das Logo der Zeitschrift und kommt nun abgerundeter und moderner daher. Kulturforums-Direktor Roth fasst zusammen:

„Es ist keine Revolution, aber eine Evolution.“

 

Die Kulturkorrespondenz östliches Europa erscheint zwölf Mal im Jahr jeweils zu Monatsbeginn. Die Bezugsgebühr beträgt jährlich 35 €.

Pressekontakt
Markus Nowak & Marie Schwarz
Deutsches Kulturforum östliches Europa
Berliner Straße 135
14467 Potsdam
Telefon: +49 (0)331 20098-16
Fax: +49 (0)331 20098-50
E-Mail: nowak@kulturforum.info; schwarz@kulturforum.info

Preisverleihung | Georg Dehio-Kulturpreis 2019 für Dr. Maciej Łagiewski und das Jugendensemble „Canzonetta“

Georg Dehio-Kulturpreis 2019

Georg Dehio-Kulturpreis 2019

 

Das Deutsche Kulturforum östliches Europa verleiht den Georg Dehio-Kulturpreis in diesem Herbst zum neunten Mal. Mit dem von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters, dotierten Preis werden Persönlichkeiten und Initiativen geehrt, die sich in vorbildlicher Weise mit den Traditionen und Interferenzen deutscher Kultur und Geschichte im östlichen Europa bewahrend, zukunftsorientiert und im partnerschaftlichen Dialog auseinandersetzen.

Die siebenköpfige Jury unter dem Vorsitz von Dr. Felix Ackermann sprach den Hauptpreis dem polnischen Historiker und Museumsdirektor Dr. Maciej Łagiewski zu. In der Begründung heißt es:

„Sein beharrliches Engagement gilt der Erforschung, Bewahrung und Vermittlung des gemeinsamen wissenschaftlichen und kulturellen Erbes Schlesiens mit seiner Hauptstadt Breslau und seinem konsequenten Einsatz für die Verständigung zwischen Deutschen, Polen und Juden. In den 1980er Jahren initiierte er die konservatorische Arbeit am Alten Jüdischen Friedhof in Breslau und trug maßgeblich zur Rettung dieses Kulturdenkmals bei. 1991 wurde Maciej Łagiewski Direktor des Historischen Museums der Stadt Breslau und 1999 Direktor aller städtischen Museen. Sein erfolgreicher Einsatz, der manche Widerstände überwinden musste, galt der baulichen Wiederherstellung des Schlosses und insbesondere der Konzeption einer Dauerausstellung, die die Stadtgeschichte erstmals multiperspektivisch und ohne Auslassungen erzählte, und die Polen und Deutsche in gleicher Weise ansprach. Auf seine Initiative wurde u.a. auch die im Alten Breslauer Rathaus befindliche Galerie mit Büsten von bedeutenden Breslauerinnen und Breslauern zusammengestellt, die eine Verbindung zwischen der Vergangenheit der Hauptstadt Schlesiens mit ihrer Gegenwart symbolisiert. Dr. Łagiewski ist ein im europäischen Geist wirkender herausragender Brückenbauer zwischen den Menschen.“

Der Förderpreis geht an das Kinder- und Jugendensemble Canzonetta mit seiner Gründerin und langjährigen Leiterin Ingeborg Acker. Das im siebenbürgischen Kronstadt/Brașov beheimatete und im Umfeld des deutschsprachigen Johannes-Honterus-Lyzeums und der evangelischen Honterusgemeinde entstandene Ensemble hat Generationen von Kindern und Jugendlichen verschiedener ethnischer und konfessioneller Zugehörigkeit für das gemeinsame Singen und Musizieren begeistert. Aus der Begründung der Jury:

„Sein breites und facettenreiches Repertoire reicht von traditionellen Volksgesängen über geistliche Werke bis hin zu internationalen Klassikern. Es zeugt von einer intensiven, qualitätsvollen Auseinandersetzung mit dem vielstimmigen und vielsprachigen europäischen Kulturerbe, das seine Rückbindung stets im multikulturellen Gefüge Kronstadts und der Region findet. Das Ensemble, das sich über das Musikalische hinaus der Vermittlung von so dringend benötigen Werten wie Kollegialität, Teamgeist und Selbstbewusstsein an eine junge Generation verschrieben hat, entfaltet seine Wirkung weit über die Region hinaus, wie zahlreiche Auftritt im In- und Ausland belegen.“

Der Hauptpreis ist mit 7.000 €, der Förderpreis mit 3.000 € dotiert.

Die Preisverleihung findet am 26. September in Berlin statt.

Ausführliche Informationen zur Begründung der Jury und Pressefotos finden Sie in demnächst unter www.kulturforum.info

Zusammensetzung der Jury:

  • Dr. Felix Ackermann(Vorsitzender), Deutsches Historisches Institut Warschau
  • Dr. Ernst Gierlich, Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen
  • Karoline Gil, Institut für Auslandsbeziehungen
  • Dr. Florian Kührer-Wielach, Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der LMU München (IKGS)
  • Bára Procházkova, Česká televize, Prag/Praha
  • Prof. Dr. Matthias Weber, Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deut-schen im östlichen Europa, Oldenburg

Neuerscheinung | „Blickwechsel“ 2019 mit einem Beitrag von Tobias Weger (IKGS)

BLICKWECHSEL 2019: Grenzenlos regional. Landschaft und Identität im östlichen Europa

 

 

Die siebente Ausgabe der Zeitschrift BLICKWECHSEL, Journal für deutsche Kultur und Geschichte im östlichen Europa ist erschienen. Das Journal widmet sich 2019 dem Europa der Regionen, das dem vielerorts erstarkenden Nationalismus ein länderübergreifendes Konzept von Identität entgegensetzt. Menschen aus Deutschland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Polen, Russland, Rumänien, Slowenien, Tschechien und den USA berichten über sehr diverse Spielarten des Regionalen: Vom Volkskundearchiv über Stahlstiche und Filme bis zur Pop-Art, vom Literaturfestival über schlesische Weißwürste bis zum international erfolgreichen Kammerchor reicht das Spektrum. Weitere Themen wie das Bauhaus-Centennium, die Unterzeichnung des Hitler-Stalin-Pakts vor 80 Jahren, der 250. Geburtstag des schlesischen Komponisten Joseph Elsner und der 90. Geburtstag von Christa Wolf sowie Streiflichter aus der Arbeit des Kulturforums und seiner Partnereinrichtungen runden die Lektüre des reich bebilderten Heftes ab.

Mit Texten von Christa Wolf, Miljenko Jergović, Alena Mornštajnová, Alvydas Šlepikas, Rosa Tahedl, Arno Surminski und vielen anderen.

Mit einem Beitrag von PD Dr. Tobias Weger, wissenschaftlicher Mitarbeiter am IKGS (München):
Heimat auf Zeit. Deutsche in der Dobrudscha, Deutsche aus der Dobrudscha.

 

Der BLICKWECHSEL erscheint seit 2013 einmal jährlich und möchte ein breites Publikum neugierig auf die Vielfalt deutscher Kultur und Geschichte im östlichen Europa machen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Der aktuelle BLICKWECHSEL kann gegen eine Schutzgebühr von 2,50 € zzgl. Porto beim Stuttgarter Verlagskontor bezogen werden (Bestellungen per Mail unter svk@svk.de oder per Telefon unter 0711–66721483, jeweils unter Angabe der Bestellnummer DF117 für das Einzelheft, FF15913 für ein Abonnement). Institutionen, die am Ankauf einer größeren Stückzahl interessiert sind, wenden sich bitte an becker@kulturforum.info.

Die digitale Version (PDF, 9,4 MB) können Sie hier kostenfrei herunterladen. Oder Sie blättern direkt in der Online-Ausgabe.

Pressekontakt
Bestellung von Rezensionsexemplaren unter:
+49 331 20098-0
+49 331 20098-50
deutsches@kulturforum.info