Körper und Seele

Das Generalkonsulat von Ungarn in Bayern veranstaltet in Kooperation mit dem Europe Direct Informationszentrum München & Bayern die Filmvorführung „Körper und Seele” am 18. September 2017, um 19 Uhr im Gasteig ( Carl-Amery-Saal) München.

Der poetische Liebesfilm von Ildikó Enyedi gewann bei der 67. Berlinale den Goldenen Bären und war für den besten Fremdsprachigen Film bei den Oscars nominiert.

Im Anschluss findet ein Filmgespräch mit der Hauptdarstellerin Alexandra Borbély statt.

Der Eintritt ist frei.
Die Teilnahme ist wegen begrenzter Platzzahl an eine Anmeldung gebunden. Reservierungen werden per E-Mail unter europe-direct@muenchen.de erbeten.

Verbannung und Exil

Die Botschaft von Rumänien in der Bundesrepublik Deutschland in Berlin veranstaltet am 13. September 2017 den Thementag „Verbannung und Exil. Ovid|Rumänien|Europas Identität|Mutterland Wort“ anlässlich des zweitausendsten Todestags Ovids.

Ovid starb in der Verbannung – vor 2000 Jahren. Am Schwarzen Meer in der Stadt Tomis. Sie heißt heute Constanta und ist Rumäniens Stadt am Meer und zur Welt.
Ovids Verse klagen immer noch über das Ausgesetzsein, über Exil und Verbannung. Die Epistulae ex Ponto und die Tristia beschwören immer noch und ersehnen Rückkehr und Heimat. Zugleich lassen sie wie die Metamorphosen erkennen: es gibt nur eine wirkliche Zuflucht, ins „Mutterland Wort“, von der die aus der Bukowina stammende Dichterin Rose Ausländer dichtete.
Ohne die Leidensfähigkeit, ohne den Willen der Menschen, sich das innere Vaterland – die Freiheit – zu erkämpfen sowie Literatur und Kunst als Überlebensmittel zu erkennen, wäre Europa verloren. Wir brauchen die „Atemschaukel“ der Dichterinnen und Dichter, der Historiker und Juristen, die wie Herta Müller auf Menschenrechte, Selbstverantwortung und Solidarität setzen.
Rumänien liegt im Herzen Europas. Es ist ein Land im Aufbruch, ständig unterwegs zu sich und zu anderen Nationen. Es braucht gerade jetzt europäischen Geist und die Sprache der Dichter wie Ovid.
Deshalb lädt der Botschafter Rumäniens in der Bundesrepublik Deutschland, S.E. Emil Hurezeanu ein zu Vorträgen und Gesprächen, die Erkenntnisse weiten können. Verbannung, Ausgrenzung, Zensur und Exil gehören nicht zu Europa.

Programm

Reformation im östlichen Europa – Slowakei/Oberungarn

Das Deutsche Kulturforum östliches Europa zeigt in Kooperation mit der Botschaft der Slowakischen Republik Berlin vom 19.–29.9.2017 in der Botschaft der Slowakischen Republik in Berlin die Ausstellung „Reformation im östlichen Europa – Slowakei/Oberungarn“.

Bereits kurz nach Beginn der Reformation mit dem sogenannten Thesenanschlag Martin Luthers 1517 erreichte ihr Gedankengut die meist deutschsprachigen und mit Mitteleuropa eng vernetzten Städte in Oberungarn, der heutigen Slowakei. Die Gegenreformation setzte um 1600 ein, mit einem Höhepunkt ab den 1670er Jahren, der zu mehreren antihabsburgischen Erhebungen führte. Allerdings war das Habsburger Herrscherhaus bei der Türkenabwehr auf die Unterstützung der Protestanten angewiesen und stand ihnen 1681 die Errichtung von hölzernen, turmlosen Artikularkirchen außerhalb der Städte zu. Erst die Toleranzpatente von 1782 und mehr noch die 1868 erlassenen entsprechenden Gesetze ermöglichten den Protestanten die freie Religionsausübung. Evangelische Lyzeen und Kollegien spielten eine wichtige Rolle bei der Ausbildung deutsch- und slowakischsprachiger Gelehrter und damit im 19. Jahrhundert auch für die kulturelle Vorbereitung der slowakischen Nationalstaatsbildung. Heute gehören der Evangelischen Kirche A. B. in der Slowakei etwa sechs Prozent der Bevölkerung an. Das nach Flucht und Vertreibung 1946 gegründete Hilfskomitee der Evangelisch-Lutherischen Slowakeideutschen unterhält zur ihr partnerschaftliche Kontakte.

Die deutsch-slowakisch-ungarische Ausstellung besteht aus zehn reich bebilderten Bannern zu folgenden Themen: Die Region im 16. Jahrhundert, Reformatorische Anfänge, Rekatholisierung und protestantische Erfolge, Evangelische Bildungseinrichtungen, Höhepunkte der Gegenreformation, Artikularkirchen, Die Artikularzeit, Das Zeitalter der Toleranzpatente, Nationalbewegung, neue Staaten, Evangelisches Leben heute.

Weitere Informationen über die Wanderausstellung hier.

Profile der Germanistik – Entwicklungen und Tendenzen in Mittelost- und Südosteuropa

In vielen Ländern in Mittelost- und Südosteuropa war Deutsch bis zur politischen Wende 1989 die erste Fremdsprache an Schulen und in der Lehrerausbildung an den Hochschulen. Im Zentrum des Germanistikstudiums standen die Inhalte der ‚klassischen‘, d. h. philologisch, allgemeinbildend und – bezogen auf die Bereiche Lehramt und Übersetzen/Dolmetschen – berufsvorbereitend ausgerichteten Germanistik. Die Lehramtsausbildung Deutsch war an manchen Hochschulstandorten an eigens dafür eingerichteten Lehrerkollegs angesiedelt.
In den Folgejahren brachten die bildungspolitischen Neuorientierungen in diesen Regionen im Kontext des Bologna-Prozesses und einer fortschreitenden Globalisierung curriculare Veränderungen an germanistische Institute.
Der Sammelband strebt eine Bestandsaufnahme der Entwicklungen des Fachs Germanistik mit allen sei-nen Profilen, interdisziplinären Anschlussmöglichkeiten, seiner Spannweite von der Forschungs- bis zur Anwendungsorientierung mit ihren jeweils spezifischen fachlichen Selbstverständnissen und impliziten Berufsbildern in den letzten drei Jahrzehnten in Mittelost- und Südosteuropa an.
Der Aufruf, mit einem Beitrag an diesem Sammelband teilzunehmen, richtet sich an Institute, Lehrstühle, Kollektive und Fachvertreter der Germanistik (im weitesten Sinn) in Mittelost- und Südosteuropa.

Gewünscht sind Beiträge, die Entwicklungen und Tendenzen aus folgenden Perspektiven erfassen:

  • Curriculare Entwicklungen und Tendenzen einer nationalen, transnationalen und glokalen Germanistik
  • Deutsch im Spannungsfeld zwischen traditioneller Germanistik und interdisziplinärer Polyvalenz
  • Germanistisches Selbstverständnis im Kontext der pragmatische Anforderungen des Arbeitsmarktes
  • Zahlen und Entwicklungen: Immatrikulationen, Studienabbrecher, Absolventen
  • Verbleib der Studenten: auf dem Arbeitsmarkt, in der akademischen Lehre, in der Forschung
  • Umfang und Verortung der sprachpraktischen Anteile im germanistischen Curriculum / Deutschlerner anderer Fakultäten
  • Stellenwert von Deutsch als Berufs- und/oder Fachsprache
  • Lehramt Deutsch: Ausbildungsinhalte und -ziele
  • Praxisbezug, interdisziplinäre und außeruniversitäre Kooperationen
  • Plurizentrik, sprachliche Varietäten und DACH-Landeskunde

Abstracts im Umfang von maximal 300 Wörtern sowie ein kurzer akademischer Lebenslauf sind spätestens bis zum 15. Juli 2017 an folgende E-Mail-Adressen zu senden:

Dr. Annegret Middeke annegret.middeke@phil.uni-goettingen.de
und
Dr. Ellen Tichy ellen.tichy@freenet.de.
Eine Rückmeldung erhalten Sie bis zum 15. September 2017.
Die Beiträge sind bis zum 30. November 2017 einzureichen.
Die Veröffentlichung der Beiträge in einem Sammelband ist im Peter Lang Verlag geplant.
Herausgeberinnen: Dr. Annegret Middeke (Göttingen) und Dr. Ellen Tichy (Hermannstadt)

CfP (PDF)

Zeitschrift der Fremdsprachen für spezifische Ziele (ZFSZ)

Die Zeitschrift der Fremdsprachen für spezifische Ziele (ZFSZ) lädt ein Beiträge zu den Themenbereichen Moderne Fremdsprachen und Multidisziplinarität einzureichen.
Die ist ein Open-Access-Journal und publiziert Artikel im Bereich der Angewandten Fremdsprachen (Englisch, Französisch, Deutsch und Italienisch) und Fremdsprachendidaktik für spezifische Ziele (Fachsprachendidaktik).
ZFSZ möchte die Mission erfüllen, ein Kommunikationsforum für Fremdsprachenlehrer im nicht-philologischen akademischen Bereich zu bilden und hat die Zielsetzung, den Austausch von Ideen und Erfahrungen zu ermöglichen. Angesichts ihrer spezifischen Lage zwischen Philologie und zahlreichen anderen Fachbereichen benötigen diese Lehrer – zur selben Zeit auch Forscher – ein eigenes Forum, an dem sie der oben erwähnten Dichotomie und dem Pluralismus Ausdruck geben können. Die Zeitschrift möchte diese Rolle auf sich nehmen, indem sie ihren Mitarbeitern durch den Erfahrungsaustausch unter Hochschullehrern in ihrer didaktischen Tätigkeit Hilfe leistet und zur selben Zeit neue Horizonte eröffnet, bzw. ihnen für die unternommene Forschungsarbeit Prestige leiht.

Weitere Informationen

Spiegelungen-Publikumspreis für Lyrik – mitstimmen!

Das Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der LMU München (IKGS) hat den ersten Spiegelungen-Preis für Lyrik ausgeschrieben. Ab 6. Juli 2017 kann unter www.spiegelungen.net über den Publikumspreis abgestimmt werden.

Worum geht es beim Spiegelungen-Preis?
Thematische oder formale Vorgaben wurden nicht gemacht. Gewünscht waren allerdings lyrische Bezüge und Verbindungen zum Donau-Karpaten-Raum und dem dortigen Ineinander-Wirken verschiedener Kulturen und Sprachen. Dieser reichen dichterischen Tradition sieht sich der Spiegelungen-Preis für Lyrik verpflichtet.
Autorinnen und Autoren konnten bis zu fünf (vorwiegend) in deutscher Sprache verfasste Gedichte einreichen. Die neue Auszeichnung besteht aus einem mit 1500 Euro dotierten Hauptpreis sowie einem Publikumspreis in Höhe von 750 Euro. Der Hauptpreis wird einer Autorin bzw. einem Autor für das eingereichte Konvolut zuerkannt.

Für die Wahl des Publikumspreises stehen von 6. Juli bis 15. September 2017 zehn Gedichte unter www.spiegelungen.net zur Abstimmung.

Die Abstimmung erfolgt anonym. Die Gewinner werden im Oktober 2017 bekanntgegeben. Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Abstimmung können bei der Verlosung von drei Spiegelungen-Jahresabos mitmachen. Bei der Wahl des Spiegelungen-Publikumspreises wie bei der Verlosung der Spiegelungen-Abos ist der Rechtsweg ausgeschlossen.

Wie verlief die Ausschreibung bislang?
Bis Ende Februar 2017 haben insgesamt 259 Autorinnen und Autoren Texte eingereicht. Die Auswahl der Hauptpreisträgerin bzw. des Hauptpreisträgers und die Zusammenstellung der Shortlist für den Publikumspreis im Rahmen eines anonymisierten Verfahrens oblag einer Fachjury.
Mitglieder der Jury sind Georg Aescht (IKGS München), Niels Beintker (Bayrischer Rundfunk), Dr. Enikő Dácz (IKGS München), Dr. Pia-Elisabeth Leuschner (Lyrik Kabinett München) und Joachim Schneider (IKGS München). Die Koordination des Spiegelungen-Preises obliegt dem Germanisten und Literaturkritiker Dr. Klaus Hübner.

Wie geht es weiter?
Die Namen der Preisträger werden im Oktober 2017 bekanntgegeben.
Die öffentliche Verleihung des Spiegelungen-Preises für Lyrik wird am 6. Dezember 2017 im Lyrik Kabinett München stattfinden.
Die Gewinner-Gedichte sowie Beiträge der Shortlist zum Publikumspreises werden in den kommenden Ausgaben der Spiegelungen – Zeitschrift für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas veröffentlicht.

Worum geht es in der Zeitschrift Spiegelungen?
Die zweimal im Jahr erscheinenden Spiegelungen – Zeitschrift für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas beschäftigen sich in wissenschaftlichen, literarischen und feuilletonistischen Beiträgen mit dem Donau-Karpaten-Raum. Insbesondere werden die Wechselbeziehungen zur Kultur und Geschichte Mitteleuropas, vor allem zum deutschen Sprachraum behandelt. Ein Spezifikum der Zeitschrift stellen darüber hinaus die Publikation und Kontextualisierung neuer literarischer Werke von Schriftstellerinnen und Schriftstellern dar, die aus dem Donau-Karpaten-Raum stammen und/oder sich mit diesem Raum und seinen Kulturen literarisch auseinandersetzen.

Was ist das IKGS München?
Die Spiegelungen werden im Auftrag des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS) an der Ludwig-Maximilians-Universität München herausgegeben. Das kulturwissenschaftlich ausgerichtete, interdisziplinär arbeitende IKGS erforscht Kultur und die Geschichte, die Sprache(n) sowie die Literatur und die Kunst in und aus Ostmittel- und Südosteuropa. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf den deutschen bzw. deutschsprachigen Bevölkerungsgruppen als Teil einer gemeinsamen, von Multikulturalität und Mehrsprachigkeit geprägten Kultur und Geschichte.
Die Forschungen des IKGS sind maßgebend für den internationalen wissenschaftlichen Dialog über eine politisch und kulturell außerordentlich vielfältige und in vielerlei Hinsicht faszinierende Region Europas.

Das IKGS und die Spiegelungen werden institutionell von der Beauftragten des Bundes für Kultur und Medien gefördert.

Pressemitteilung (PDF)