Frühjahrsprogramm Donauschwäbisches Zentralmuseum Ulm

Januar

So. 14.1. 14 Uhr Öffentliche Schauspielführung durchs Museum

Do. 18.1. 19 Uhr Lesung und Gespräch mit Carmen-Francesca Banciu: Fenster in Flammen

So. 21.1. 14 Uhr Öffentliche Führung durchs Museum „Deutsche Spuren in Südosteuropa“

So. 28.1. 14 Uhr Öffentliche Schauspielführung durchs Museum

Februar

Do. 1.2. 19 Uhr Bildervortrag mit den Danube-Networkers: Eine Reise nach Moldawien

So. 4.2. 14 Uhr Öffentliche Führung durchs Museum „Deutsche Spuren in Südosteuropa“

So. 11.2. 14 Uhr Öffentliche Schauspielführung durchs Museum

Do. 15.2. 19 Uhr Vortrag mit Dr. Karl-Peter Krauss: Mord an der Donau

So. 18.2. 14 –17 Uhr Kinder- und Familiennachmittag: Das Märzchen bringt den Frühling nach Ulm

So. 18.2. 14 Uhr Öffentliche Führung durchs Museum „Deutsche Spuren in Südosteuropa“

Mo. 19.2. 19 Uhr Ausstellungseröffnung „Deutsche in Rumänien“ und „Georg Haller“

So. 25.2. 14 Uhr Öffentliche Führung durch die Ausstellung „Deutsche in Rumänien“

März

Do. 1.3. 19 Uhr Ankunft in Ulm nach 1945 – Zeitzeugen berichten

So. 4.3. 14 Uhr Öffentliche Führung durchs Museum „Deutsche Spuren in Südosteuropa“

So. 11.3. 14 Uhr Öffentliche Führung durch die Ausstellung „Deutsche in Rumänien“

Do. 15.3. 19 Uhr Lesung mit Helmut Erwert: Elli oder die versprengte Zeit

So. 18.3. 14–17 Uhr Kinder- und Familiennachmittag: Oster-Eierlei

So. 18.3. 14 Uhr Öffentliche Schauspielführung durchs Museum

Mi. 21.3. 19 Uhr Lesung mit Serhij Zhadan: Internat

So. 25.3. 14 Uhr Öffentliche Führung durch die Ausstellung „Deutsche in Rumänien“

Fr. 30.3. 11–17 Uhr Karfreitag: Museum geöffnet

 

Programm als PDF

Maria Theresia und die Schwaben

Am 7.12.2017 hält Halrun Reinholz im Donauschwäbischen Zentralmuseum, um 19 Uhr einen Vortrag über „Maria Theresia und die Schwaben“.

Vor 300 Jahren wurde „Kaiserin“ Maria Theresia geboren, die einzige Frau auf dem Thron der Habsburger. Sie übernahm von ihrem Vater Karl VI. ein ausgedehntes Reich, das über die österreichischen Kerngebiete hinaus mit den vorderösterreichischen Territorien bis nach Schwaben, Württemberg und ins Breisgau reichte. Gleichzeitig lagen nach den Türkenkriegen im Osten des Reiches dünn besiedelte Gebiete, die für die Landwirtschaft erschlossen werden sollten. Die gezielte Besiedlungspolitik in Pannonien erreichte unter Maria Theresia ihren Höhepunkt. Rund 150.000 Siedler aus dem Westen des Heiligen Römischen Reiches gelangten im 18. (und auch noch im 19.) Jahrhundert meist ab Ulm mit Donauschiffen („Ulmer Schachteln“) nach Pannonien und gingen unter dem Namen „Donauschwaben“ in die Bevölkerungsgeschichte Europas ein.

Die Referentin Halrun Reinholz stammt aus Temeswar, wo sie das Lenau-Gymnasium besuchte. Nach der Schule studierte sie in Wien und München Germanistik und arbeitete zunächst am Bukowina-Institut in Augsburg und dann im Pressereferat der Stadt Augsburg. Heute leitet sie das Kultur-und Dokumentationszentrum der Banater Schwaben in Ulm.

Eintritt frei

Marica Bodrožić über Mechthild von Magdeburg

„Zwiesprachen: Marica Bodrožić über Mechthild von Magdeburg“ am 4.12.2017 im Lyrik Kabinett, München.

„Dichtung ist Vision, ein Sprung ins Unbekannte. Die Lufteroberung eines bilderreichen Denkens und die Entdeckung des Unsichtbaren als Kontinent hat die sprachmächtige Begine Mechthild von Magdeburg (ca. 1207-82) als ‚Fließendes Licht‘ erlebt und in vielschichtigen Gesängen, Bildern und liedhaft-hybriden Abhandlungen niedergeschrieben. Ihre so aufblitzende geistige terra incognita ist bis heute maßstabsetzendes Beispiel für das ewig Unbeweisbare geblieben. Durch die dichterisch festgehaltene Erfahrung dieses mystischen Paradoxons gebührt Mechthild der Platz einer der ersten in deutscher Sprache schreibenden Frauen: eine Philosophin der verdichteten Zeit, in der Gott zeitgleich das alles umfassende Absolute und das winzig Kleine ist. Wenn ich ihrem magnetisierenden Spracheifer folge, höre ich – wenn ich das schöne Wort „Begine“ lese – immer zuerst den Imperativ „Beginne!“. Beginne also mit der Vision, mit der ersten Sprache der Poesie: mit einem Sprung ins Unbekannte – ins Nichtwissen.“ So Marica Bodrožić über ihre gewählte Zwiesprachen-Autorin. Bodrožić, geboren1973 in Dalmatien, zog als Zehnjährige nach Hessen und wuchs in die deutsche Sprache hinein. Sie verfasst darin heute Lyrik, Romane und Essays. Zuletzt erschienen: Das Wasser unserer Träume. Roman (Luchterhand 2016) und Das Auge hinter dem Auge. Betrachtungen (Otto Müller 2015).

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10 Jahre Landeskirchliches Museum

Das Landeskirchliche Museum im Friedrich-Teutsch-Begegnungs- und Kulturzentrum wurde im Sommer 2007 eröffnet. Vorausgegangen war ein überaus mühevoller Kampf der Kirchenleitung um die Rückgewinnung des ehemaligen Luther-Hauses, das Ansuchen um finanzielle Unterstützung – die dankenswerter Weise vom deutschen Bundesministerium des Inneren und von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien über das Diakonische Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland kam –, sowie sorgfältige fachmännische Planungs- und Einrichtungsarbeiten der Dauerausstellung. Diese präsentiert die Geschichte und Tradition der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien. Auf zehn Jahre Nutzung dieses Bildungsortes sehen wir dankbar zurück.

Mit einer Andacht und Musik wollen wir den Anlass festlich begehen. Eine Diaschau und Grußworte weisen auf vielfältige Erfahrungen mit dem Landeskirchlichen Museum hin. Zu Beginn, um 17 Uhr, wird in der Johanniskirche eine Andacht, geleitet von Bischof Reinhart Guib und musikalisch gestaltet von Landeskirchenmusikwart Jürg Leutert, stattfinden. Es folgen danach im Terrassensaal, im ersten Stock des Teutsch-Hauses, Bilder aus den ersten Jahren des Museums sowie Grußworte und Erinnerungen von Persönlichkeiten der Gründungszeit – Gäste sind Altbischof D. Dr. Christoph Klein, Altlandeskirchenkurator Prof. Dr. Paul Niedermaier, erste Museumsleiterin Dr. Gudrun Ittu und Diplomrestauratorin Elisabeth Binder. Nach einem kurzweiligen Museumsrundgang mit Überraschung bleibt den Gästen Zeit, sich an einem Büfett zu stärken und untereinander ins Gespräch zu kommen. Die Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt, für Übersetzung ins Rumänische wird gesorgt.

Zugleich wird an diesem Tag die Ausstellung „Reformatio Tansilvaniae 500 – Sakrale Räume und Symbole im Wandel” abgeschlossen, wobei uns das Thema Reformation auch weiterhin beschäftigen wird.

Serhij Zhadan „Internat“

Am 11. November liest einer der bekanntesten Autoren der Gegenwart der Ukraine, Serhij Zhadan, aus seinem neuen Roman „Internat“, der im September dieses Jahres im Verlag Meridian in Czernowitz erschienen ist, danach deutsch bei Suhrkamp/Insel aus dem Ukrainischen von Juri Durkot und Sabine Stöhr. Der Auftritt im Augsburger „Grandhotel Cosmopolis“ (Springergässchen 5, 20 Uhr) ist Teil einer Lesereise durch Deutschland, Österreich, die Schweiz und Italien.

In Augsburg wird der Autor der jüngeren Schriftstellergeneration, geboren am 23. August 1974 in Starobilsk, Oblast Luhansk, Industriegebiet Ostukraine) auch vom Konsul des Generalkonsulats der Ukraine in München, Dmitro Schevschenko, begrüßt.

Zum Inhalt kündigt der deutsche Verlag u. a. an: In Bildern von enormer Eindringlichkeit schildert Serhij Zhadan, wie sich die vertraute Umgebung in ein unheimliches Territorium verwandelt. Mindestens so eindrucksvoll ist seine Kunst, von trotzigen Menschen zu erzählen, die der Angst und Zerstörung ihre Selbstbehauptung und ihr Verantwortungsgefühl entgegensetzen. Seine Auseinandersetzung mit dem Krieg im Donbass findet mit seinem Roman Internat ihren vorläufigen Höhepunkt. Seit 2006 sind zwölf seiner Bücher in deutscher Übersetzung erschienen. 

Mitveranstalter der ersten Lesung des Dichters und Schriftstellers in Augsburg sind auch der Bezirk Schwaben und das Bukowina-Institut.

Istraživanja – Journal of Historical Researches

Istraživanja – Journal of Historical Researches publishes research results, fresh hypotheses, ideas, theoretical and methodological perspectives, methodic approaches, and new perspectives on social, political and cultural processes in the chronological span from prehistory to contemporary period. The geographical focus is primarily, but not exclusively, on the regions of Central, Eastern and Southeastern Europe, as well as Eastern Mediterranean. The editorial policy of the journal gives particular attention to multidisciplinary approaches by publishing not only the works on political history, but also critical studies of wider social and cultural phenomena (from the perspectives of material culture, history of ideas, literature, religion, economy, historical demography etc.).

Istraživanja – Journal of Historical Researches is an Open-Access journal and authors are free to use and distribute their papers under a Attribution-Non Commercial-NoDerivs – CC BY-NC-ND 3.0 Creative Commons license.

Deadline for the submission is 15th of May 2018. The contributions should be sent via e-mail to the following address: istrazivanja@ff.uns.ac.rs.