Filmvorführungen und Gespräche | 7bürgen & 7bürger in 7 Filmen

Das Deutsche Kulturforum östliches Europa engagiert sich für die Vermittlung deutscher Kultur und Geschichte des östlichen Europa. Dabei sind alle jene Regionen im Blick, in denen Deutsche gelebt haben oder bis heute leben. Zusammen mit Partnern aus dem In- und Ausland organisiert das Kulturforum Ausstellungen und Veranstaltungen. In seiner Potsdamer Bibliothek östliches Europa erscheinen Sachbücher und Kulturreiseführer. Die Internetpräsenz des Kulturforums informiert über Publikationen, Projekte und Entwicklungen innerhalb des Themenbereichs. In der ersten Jahreshälfte, jeweils samstags, 15:30 bis 17:45, präsentieren das Deutsche Kulturforum östliches Europa, die Kulturreferentin für Siebenbürgen und das Bundesplatz-Kino sieben Dokumentarfilme zu Siebenbürgen, einer multiethnischen Region im Zentrum Rumäniens, und zu einzelnen Persönlichkeiten der dort seit dem 12. Jahrhundert ansässigen deutschen Minderheit: 26. Januar 2019 Von der Macht des Verdächtigens, A 2008 Regisseur: Walter Wehmeyer Gast: Dr. Michaela Nowotnick, Literaturwissenschaftlerin 23. Februar 2019 Der Verrat, HU 2005 Regisseur: Dr. Farkas-Zoltán Hajdú 30. März 2019 Zuwanderung nach Siebenbürgen – Erfolgsgeschichten, D/RO 2017 Regisseur: Florin Besoiu 27. April 2019 Die Gründer, D/RO 2018 Regisseur: Günter Czernetzky Großkokler Botschaften, RO 2015 Regie: Studierende der Lucian-Blaga-Universität Hermannstadt/Sibiu 25. Mai 2019 Erinnerungen und Entwicklungen in Siebenbürgen – Der Vogel träumt vom Maismehl, D 2019 Regisseur: Manuel Stübecke Gast: Frieder Schuller, Schriftsteller und Filmemacher 15. Juni 2019 Hermann Oberth, RO 2017 Regisseur: Cristian Amza Gast: Dr. Anneli Ute Gabanyi, Südosteuropa-Expertin Alle Regisseure sind anwesend und beantworten Publikumsfragen. Moderation: Dr. Ingeborg Szöllösi, Deutsches Kulturforum östliches Europa Hier finden Sie weitere Informationen zu der Dokumentarfilmreihe: 7bürgen & 7bürger in 7 Filmen (PDF-Datei).

Filmvorführung: „Transilvania mea – Von Gewinnern und Verlierern“

Das Donauschwäbische Zentralmuseum Ulm (DZM) lädt am 17. Oktober zur Vorführung des Dokumentarfilms „Transilvania mea – Von Gewinnern und Verlierern“ von Regisseur Fabian Daub in das Kino Obscura in Ulm ein.

Turbo-Kapitalismus, Subventionen, ausländische Investoren, Arbeitsmigration … Welche Folgen hatte Rumäniens EU-Beitritt für die Menschen in Siebenbürgen?

Auf einer filmischen Reise durch das „Land jenseits der Wälder“ im Jahr 2016 erkundete das Filmteam heutige Lebenswelten. Der Film zeigt eine Gesellschaft, die noch immer unter Korruption und politischer Apathie leidet. Und in der sich viele Menschen, trotz starker sozialer Gegensätze, ihre Lebenskraft und Selbstgenügsamkeit bewahrt haben.

Anschließend findet eine Diskussion mit Regisseur Fabian Daub statt.

Kooperation mit Dietrich Theater Neu-Ulm

Eintritt: 8,50 Euro, ermäßigt 7,50 Euro

Weitere Informationen finden Sie auf dzm-museum.de/veranstaltungen (externer Link).

Dokumentarfilm und Werkstattbericht: Sie sollen sich nicht lassen – Erinnerungen und Entwicklungen in Siebenbürgen

Das Haus des Deutschen Ostens präsentiert im Rahmen einer Veranstaltung am 5. Juli 2018 den Dokumentarfilm „Sie sollen sich nicht lassen – Erinnerungen und Entwicklungen in Siebenbürgen“ von Filmemacher Manuel Stübecke.

Manuel Stübecke, Journalist, Regisseur und Bildungsreferent, stellt mit Hilfe von Vortrags- und Filmelementen die Welt der Rumänien-Deutschen vor. Er hat zeitweise unter den Siebenbürger Sachsen gelebt und gearbeitet. Seine Dokumentarfilmreihe ist in den Jahren 2013 bis 2015 entstanden – 15 Interviews mit Vertretern der deutschen Minderheiten in Rumänien. Bekannte und unbekannte Menschen teilten ihre Erfahrungen. Nicht nur die Erinnerungen, sondern auch die aktuellen wie kommenden Entwicklungen sind Teil der Geschichte. Und die Entwicklungen haben eine klare Botschaft: In der letzten Folge wird der junge Bukarester Pfarrer Andrei Pinte, der orthodox getauft wurde und konvertierte, bei einem Hausabendmahl begleitet. Einer alten Siebenbürger Sächsin sagt er: „Sie sollen sich nicht lassen!“ Geben Sie sich nicht auf! Die Geschichte ist noch nicht zu Ende!

Hier geht’s zum Veranstaltungskalender des HDO: HDO Veranstaltungen (externer Link)

Haus des Deutschen Ostens
Am Lilienberg 5
81669 München

Sachsen, Rumänen, Roma und andere Begegnungen

Vom 15.–17.12.2017 findet in Bad Kissingen ein Seminar zum Thema „Sachsen, Rumänen, Roma und andere Begegnungen mit einem multiethnischen und -kulturellen Rumänien in Dokumentar- und Zeitzeugenfilmen“ statt.

Rumänien hat in Deutschland teilweise ein sehr negatives Image. Dieses wurde über Jahrzehnte von den Medien geformt. Die wenigen in Rumänien tätigen westlichen Journalisten berichten – wie überall – vor allem von negativen Ereignissen: Krisen, Katastrophen, Korruption. Wer Rumänien aber aus eigener Anschauung kennen gelernt hat, kennt auch andere Seiten: gastfreundliche Menschen, wunderbare Landschaften. Es ist die Intention dieses Seminars mehrere, weitgehend unbekannte, in den letzten Jahrzehnten entstandene Dokumentar- und Zeitzeugenfilme über in Rumänien lebenden Personen aus verschiedenen Ethnien und ihre Lebenswelten zu zeigen. In Rumänien leben zahlreiche ethnische Minderheiten, die größten sind die Roma und Ungarn. Einst lebten in den Grenzen des heutigen Rumänien auch rund 600.000 Deutsche, vor allem Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben, daneben aber auch weitere kleine Gruppen. Die Deutschen Rumäniens sind gegen Ende des Zweiten Weltkriegs geflohen oder wurden deportiert. Seit den frühen 1960er Jahren bis 1989 wurden rund 220.000 von der Bundesregierung abgekauft und konnten nach Westdeutschland auswandern. Nach der rumänischen Revolution verließen weitere Deutsche das Land. Rumänien hat mehrfach, so im Sozialismus durch die Landflucht und Industrialisierung, nach der Wende durch Deindustrialisierung und zuletzt nach dem EU-Beitritt, jeweils einen grundlegenden – von unterschiedlichen Vorzeichen geprägten – sozialen Wandel mitgemacht. Das Leben in den großen Städten eifert dem in der westlichen Welt nach. Daneben gibt es aber entvölkerte und zurückgelassene Dörfer mit Menschen ohne zentrale Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, die das Feld mit Pferden und Pflügen bearbeiten und nur Subsistenzwirtschaft betreiben, fast ohne erreichbare Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen. Ebenso gibt es noch fast archaisch lebende Gruppen in Rumänien, wie die Roma und die Schafhirten. Diese Lebenswelten werden durch die gesellschaftliche Modernisierung bedroht und sind normalerweise für Außenstehende verschlossen. Durch Dokumentarfilme kann man in sonst unbekannte Lebenswelten Einblick nehmen.

Es ist vorgesehen folgende Filme zu zeigen und mit einigen der Regisseure über sie zu diskutieren: Die Leute von Michelsberg (1984) und Grüße aus der Alten Heimat (1991) von Peter Miroschnikoff, ehemaliger ARD-Korrespondent für Südosteuropa; Gherdeal/Gürteln (2004) und Die Siebenbürger Sachsen und ihre Häuser (2014) von Thomas Beckmann und Martin Nudow; Auf der Kippe (1996) von Andrei Schwartz; „Zigeunertränen“/Romane Iasfa (2006) von Luminiţa Mihai Cioaba; „Arbeit macht das Leben süß, Faulheit stärkt die Glieder“ (2015) von Claudia Funk; La drum – Auf dem Weg (1997) von Dumitru Budrala; Im Schatten der Karpaten. Rumäniens Weisheit. Rumäniens Reichtum (2015) von Detlev Konnerth. Aus der Werkstatt von Manuel Stübecke: „Sie sollen sich nicht lassen…“  gibt es 12 unfertige Filmporträts von Persönlichkeiten.

Die Tagung beginnt am Freitagabend mit dem gemeinsamen Abendessen und ist am Sonntag nach dem Mittagessen zu Ende. Die Teilnahme kostet 60 € (ermäßigt für Studierende, Teilnehmer aus Ostmitteleuropa, Bedürftige: 20 €) und ggf. EZ-Zuschlag 20 €, zuzüglich 3,50 € Kurtaxe, jeweils für den gesamten Zeitraum. Der Teilnahmebeitrag beinhaltet Unterkunft, Verpflegung und Programmkosten. Auf Wunsch können wir Ihnen das detaillierte Programm der Tagung sowie ein Anmeldeformular zusenden. Bitte melden Sie sich umgehend, spätestens bis zum 1. Dezember 2017, bei uns an. Anmeldungen und Anfragen sind unter dem Stichwort: „Filme“ ab sofort möglich an: Gustav Binder, „Der Heiligenhof“, Alte Euerdorfer Straße 1, 97688 Bad Kissingen, Telefon: 0971/ 714 714, Fax: 0971/714 747 oder per Mail an: studienleiter [ät] heiligenhof.de.

Kulturreferentin / Kulturreferent am Siebenbürgischen Museum in Gundelsheim

Am Siebenbürgischen Museum in Gundelsheim ist zum 01.10.2017 die Stelle

einer Kulturreferentin/eines Kulturreferenten

zu besetzen.

Aufgabe der Kulturreferentin/des Kulturreferenten ist die breitenwirksame Vermittlung der Kultur und Geschichte der Siebenbürger Sachsen im Kontext ihres multiethnischen und multireligiösen Umfeldes sowie historischer, volks- und landeskundlicher Informationen an die Öffentlichkeit im In- und Ausland. Die Arbeit erfolgt auf der Grundlage des § 96 Bundesvertriebenengesetz (BVFG).

Inhaltliche Schwerpunkte sind u. a.:
1. Organisation und Durchführung öffentlichkeitswirksamer Veranstaltungen und grenzüberschreitender Projekte
2. Kulturelle Bildungs- und Jugendarbeit (z. B. durch Kooperationen mit Schulen und anderen Bildungseinrichtungen)
3. Förderung von Projekten sowie Beratung von Antragstellern
4. Pflege und Ausbau eines entsprechenden Netzwerks
5. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Anforderungen:

  • Geisteswissenschaftlicher Hochschulabschluss, möglichst mit einer Fächerkombination aus den Bereichen Geschichte / Osteuropäische Geschichte / Volkskunde / Kulturmanagement / Pädagogik; Promotion ist von Vorteil Erfahrung im internationalen Kultur- und Veranstaltungsmanagement
  • Kenntnisse der siebenbürgischen Kunst- und Kulturgeschichte
  • verhandlungssichere Beherrschung der rumänischen und englischen Sprache in Wort und Schrift
  • Kenntnisse der ungarischen Sprache sind von Vorteil
  • Kontaktfreude, Organisationstalent, Teamfähigkeit, überdurchschnittliches Engagement, Flexibilität, selbstständiges Arbeiten
  • Bereitschaft zu häufigen Dienstreisen
  • PKW-Führerschein
  • sehr gute IT-Kenntnisse (Sicherheit im Umgang mit Office-Anwendungen, Bildbearbeitung).

Wir bieten eine Vollzeitstelle (z.Z. 39 Stunden pro Woche) in einem auf zunächst zwei Jahre befristeten Arbeitsverhältnis. Die Bezahlung erfolgt nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst, Entgeltgruppe E 13.
Dienstort ist Gundelsheim am Neckar. Die Stelle ist grundsätzlich zur Besetzung mit Teilzeitkräften geeignet.

Die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern wird gefördert. Bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung werden Frauen nach dem Bundesgleichstellungsgesetz, schwerbehinderte Menschen nach Maßgabe des Sozialgesetzbuchs IX besonders berücksichtigt.

Sind Sie interessiert?

Dann richten Sie Ihre aussagekräftige Bewerbung mit tabellarischem Lebenslauf und Kopien von Zeugnissen und Beurteilungen bis spätestens 30.06.2017 (Datum des Eingangs) an folgende Anschrift:

Siebenbürgisches Museum
Verwaltung
Schloßstraße 28
74831 Gundelsheim a. N.

Hinweis:
Unvollständige oder später eingehende Unterlagen können nicht berücksichtigt, Bewerbungskosten nicht erstattet werden. Bitte senden Sie Ihre Bewerbung ohne Mappe. Ohne Beilage eines frankierten Rückumschlages werden Bewerbungsunterlagen nicht zurückgeschickt.

Nähere Informationen zu unserem Haus finden Sie unter www.siebenbuergisches-museum.de

Für Auskünfte zur ausgeschriebenen Stelle wenden Sie sich bitte an Herrn Dr. Markus Lörz (info@siebenbuergisches-museum.de, Telefon: 06269/42230) oder Frau Andrea Renner (verwaltung@siebenbuergisches-museum.de, Telefon: 06269/422311).

Reformatio Transilvaniae 500 – Sakrale Räume und Symbole im Wandel

Das Teutsch-Haus zeigt aktuell die Ausstellung „Reformatio Transilvaniae 500 – Sakrale Räume und Symbole im Wandel“. Beabsichtigt ist eine Darstellung des reformationsbedingten Wandels der liturgischen Ausstattung, einschließlich der räumlichen Metaphorik, ausgehend von der politisch hart umkämpften Abendmahlslehre und -praxis der nachmaligen Evangelischen Kirche A.B. Reproduzierte Urkunden und deren zweisprachige Regesten machen die politischen und die dogmatischen Herausforderungen des 16. Jahrhunderts nachvollziehbar, suggestive Exponate stehen für die kostbaren geistlichen Inhalte. In der Präsentation des thematischen Duktus der Ausstellung kommt die Zusammenarbeit mit dem Siebenbürgischen Museum Gundelsheim zum Tragen.

Der Eintritt ist frei.