CfP/CfA | „Unter Beobachtung – Vertriebenenorganisationen und -funktionäre im Blick der sozialistischen Staaten des östlichen Europas (1949–1989)“

 

Tagung und Themenband des Journals für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (JKGE) / Journal for Culture and History of the Germans in Eastern Europe 3 (2022)

Herausgeber: Stefan Lehr

Die Staaten des östlichen Europas, in denen vor 1939 deutsche Minderheiten gelebt hatten oder an die nach dem Zweiten Weltkrieg Gebiete des Deutschen Reiches übergegangen waren, beobachteten die politischen Aktivitäten der aus diesen Territorien geflohenen und vertriebenen Deutschen in der Bundesrepublik aufmerksam. Die meisten der von der Observation betroffenen Personen kamen aus den Regionen, die nunmehr zu Polen und der Tschechoslowakei gehörten. In beiden Ländern hatte sich in der Zwischenkriegszeit das Zusammenleben mit der deutschen Minderheit problematisch gestaltet. Während des Zweiten Weltkrieges hatten Polen und Tschechen unter den Verbrechen der Nationalsozialisten gelitten, in die auch ‚Volksdeutsche‘ involviert waren. Die Forderungen der bundesdeutschen Vertriebenenverbände nach Gebietsrückgaben verstärkten die auf negativen Erfahrungen beruhenden Wahrnehmungen dieser Staaten. Somit handelte es sich um eine durch Misstrauen geprägte und ideologisch aufgeladene ‚Feindbeobachtung‘ im Ost-West-Konflikt.

Die Observation der seit Ende der 1940er Jahre in der Bundesrepublik entstandenen Vertriebenenorganisationen und -institutionen durch die staatssozialistischen Länder des östlichen Europas (Polen, Tschechoslowakei, Ungarn, Rumänien, DDR, Sowjetunion und Jugoslawien) ist Gegenstand einer Tagung, die für den Juli 2021 im Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE) in Oldenburg geplant ist. Im Anschluss an diese Konferenz sollen ausgewählte Beiträge im Journal für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (JKGE) / Journal for Culture and History of the Germans in Eastern Europe als Themenausgabe publiziert werden.

Im Fokus stehen die Methoden der Sammlung und Auswertung von Informationen über Vertriebenenorganisationen und -funktionäre durch die Nachrichtendienste für ihre politischen Auftraggeber.

Bitte senden Sie ein Abstract in deutscher oder englischer Sprache (max. 2.500 Zeichen) Ihres geplanten (unveröffentlichten) Beitrags, dazu einen kurzen Lebenslauf bis zum 31.1.2021 per E-Mail an Dr. Stefan Lehr, E-Mail stefan.lehr@bkge.uni-oldenburg.de. Die Tagung soll am 1./2. Juli 2021 im BKGE in Oldenburg stattfinden. Aufgrund der Corona-Pandemie wird sie entweder als hybride Veranstaltung oder online realisiert. Eine Entscheidung darüber wird bis Mitte April bekanntgegeben.

CfP/CfA als PDF-Download (deutsch und englisch)

CfP | Internationale Tagung „Von der Katze im Sack auf den Hund gekommen. Das Tier und sein Mensch in Kultur, Kunst, Literatur und Sprache“

 

Die Germanistikabteilung der Philologischen Fakultät in Kronstadt/Braşov lädt in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft der Germanisten Rumäniens (Zweigstelle Kronstadt) zwischen dem 9.-10. April 2021 zur XXIV. Internationalen Tagung zum Thema „Von der Katze im Sack auf den Hund gekommen. Das Tier und sein Mensch in Kultur, Kunst, Literatur und Sprache“ ein.

Ihre Anmeldungen mit Titelangabe nebst kurzer Zusammenfassung Ihres Vortrags (Vortragsdauer: 20 Minuten) werden bis spätestens 1. März 2021 erwartet.
Angesichts der anhaltenden Covid-19 Pandemie findet die Tagung im virtuellen Raum statt.
Die gehaltenen Vorträge werden im erneuerten Format der Kronstädter Beiträge zur germanistischen Forschung (CEEOL, Index Copernicus, EZB; http://germanistik.unitbv.ro/) im Kronstädter Aldus Verlag in Zusammenarbeit mit dem Universitätsverlag 2022 veröffentlicht.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tagung werden gebeten, eine druckreife Fassung ihrer Vorträge bis zum 31. Juli 2021 in elektronischer Form an die Herausgeberin des Bandes, Carmen
E. Puchianu, unter c.e.puchianu@unitbv.ro einzusenden.

Weitere Details im CfP

CfP | Zeitschrift für Mitteleuropäische Germanistik

 

Der Mitteleuropäische Germanistenverband lädt in einem CfP zur Publikation in der „Zeitschrift für Mitteleuropäische Germanistik“, Jahrgang 7, Heft 2, ein; das Heft erscheint im Herbst 2021. Die Zeitschrift ist Publikationsorgan des Mitteleuropäischen Germanistenverbandes, der zum Ziel hat, die Kommunikation zwischen den jeweiligen Vertretern der nationalen Germanistiken zu fördern, die fachliche Arbeit der Germanistik in Mittel- und Osteuropa zu unterstützen und Forschungsaktivitäten zu initiieren und zu koordinieren.

Abgabefrist ist 30. April 2021.

Für Fragen wenden Sie sich an Frau Dr. habil. Joanna Szczęk, E-Mail: joanna.szczek@uwr.edu.pl

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CfP | Arbeitstagung „Deutsche Pressesprache im Ausland“ (Erfurt)

 

Das am Lehrstuhl für Germanistische Sprachwissenschaft der Universität Erfurt angesiedelte Projekt „Deutsche Mediensprache im Ausland – am Beispiel der deutschen Minderheitenpresse in Mittel- und Osteuropa“ (www.pressesprache.de) und das in diesem Rahmen tätige Forschungsnetzwerk „Deutsche Pressesprache im Ausland“ veranstalten vom 5. bis 6. November 2021 eine Arbeitstagung zum Themenschwerpunkt „Deutsche Pressesprache im Ausland“.

Für diese Tagung werden Vortragsangebote erwartet, die sich gezielt mit system- oder verwendungs­linguistischen Aspekten der Sprache deutscher Auslandszeitungen auseinandersetzen, wobei Referaten über zeitgenössische Presseerzeugnisse deutscher Minderheiten besondere Priorität eingeräumt wird.

Deutschsprachige Abstracts mit Arbeitstitel (ungefähr 300 Wörter; die bibliographischen Angaben nicht mitgezählt) sind unter der E-Mail-Adresse csaba.foeldes@uni-erfurt.de willkommen. Bitte geben Sie zu Ihrem Abstract auch Ihren vollständigen Namen (Name, Vorname, akademischer Grad), Ihre Universität, Ihr Institut (evtl. Lehrstuhl), Ihre Dienststellung, Postanschrift und E-Mail-Adresse an.
Anmeldungsfrist ist der 15. März 2021.

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CfP | Wohin mit der „Gabe der Ubiquität“? Paul Celans europäische Dimension

 

Die Universität Bukarest und die Europa-Universität Flensburg laden dazu ein, Paul Celan als ‚europäischen‘ Schriftsteller (neu) zu entdecken und zu feiern.

Die Tagung wird als hybride Veranstaltung (Präsenz und Videokonferenz) stattfinden. Live-Vorträge sind auf 20 Minuten und 10 Minuten Diskussion beschränkt. Begrüßt werden darüberhinaus Impuls-Vorträge (10 Minuten Vortrag, 20 Minuten Diskussion). Für Live-Teilnehmer sind ein Besuch der Dauerausstellung „Celan – 100. Unter den Wörtern“ im Rumänischen Nationalmuseum für Literatur sowie ein Empfang mit Abendprogramm vorgesehen.

Interessenten werden gebeten, ein max. 300 Wörter umfassendes Abstract bis zum 31. August 2020 an die E-Mail-Adresse: Lisa.Dauth@uni-flensburg.de zusammen mit dem Hinweis auf die institutionelle Affiliation und einer kurzen biographischen Notiz einzureichen. Über die Akzeptierung des Beitrags wird man per E-Mail bis zum 15. September 2020 informiert.

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