CfP | „Transnationale Karpaten“ – Spiegelungen 1.21

Panoramaansicht der Karpaten in Rumänien, © Pixabay

 

Das Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS) schreibt für den Themenschwerpunkt „Transnationale Karpaten“ in den Spiegelungen 1.21 einen CfP aus.

Interessenten senden bis zum 15. Mai ein Abstract von max. 350 Wörtern an die Herausgeberinnen des Themenschwerpunktes: Raluca Cernahoschi (rcernaho@bates.edu) und Enikő Dácz (dacz@ikgs.de).

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CfP | Kolloquium „Rumänisch im Migrationskontext“ an der Ludwig-Maximilians-Universität München

 

17.-18. Juli 2020
Internationales Begegnungszentrum der Wissenschaft München (IBZ)
Amalienstraße 38, 80799 München (Karte)

Über 25 % der Sprecher des muttersprachlichen Rumänisch leben heute infolge der Migration außerhalb von Rumänien und der Republik Moldau. Inzwischen sind zahlreiche Vertreter der 2. Generation hinzugekommen. Aus dieser Situation ergeben sich zahlreiche, unterschiedliche Konstellationen von Sprachkontakt, sowohl inner-romanisch wie auch mit typologisch und genetisch sehr verschiedenen Sprachen. Sie eröffnen vielfältige Forschungsperspektiven für die Systemlinguistik, die Variationslinguistik, die Soziolinguistik und die Kognitive Linguistik.
Ziel unseres Kolloquiums ist es, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die zu einschlägigen Themen arbeiten, ein Forum zum Austausch und zur Präsentation ihrer Projekte zu geben.

Deadline: 31. März 2020

Kontakt: Aurelia Merlan, aurelia.merlan@romanistik.uni-muenchen.de

Call for Papers:  deutsch, englisch, rumänisch

CfP | Interdisziplinäre Tagung „Mehrsprachigkeit und Identität“ | 14. und 15. Mai

Zur Beziehung von Sprache, Identität und Kultur unter besonderer Berücksichtigung von Mehrsprachigkeit

 

 

Die Tagung findet vom 14.–15. Mai 2020 in der Österreich Bibliothek Bernhard Stillfried, Strada Horea 7, 400174 Cluj-Napoca (Klausenburg/Kolozsvár), Rumänien, statt.

Bei Interesse besteht eventuell die Möglichkeit, angenommene Beiträge in lektorierter Form im 10. Band der Österreichisch-Siebenbürgischen Kulturbeiträge (herausgegeben von Univ.-Prof. Dr. Rudolf Gräf und Kerstin Katzlberger) zu veröffentlichen. Unter Umständen können Pauschalen zu Reise- und Übernachtungskosten ausgezahlt werden.

Wenn Sie an einer Teilnahme interessiert sind schicken bis zum 29. Februar 2020 ein Abstract im Umfang von maximal einer Seite sowie einen kurzen Lebenslauf an die Organisatorinnen Franziska Schwantuschke, Kerstin Katzlberger und Rik Kießling, unter der E-Mail-Adresse: tagungcluj2020@gmail.com

Alle Details zur Tagung als PDF-Download hier

CfP | Tagung „Freie Sprachwahl? Die Zugehörigkeits- und Distinktionsdimension des Deutschen in (Mittel- und Ost-)Europa“

 

Sprache ist nicht nur ein Kommunikationsmittel, sondern auch ein symbolisches Differenzmerkmal, mit dem Gruppen konstituiert, und, damit zusammenhängend, Ausgrenzung und Einbezug legitimiert werden. Prominentes Beispiel dafür ist die zentrale Rolle der Amtssprachen in der Entwicklung von Nationalstaaten. Beispiele in der Geschichte zeigen, dass eine bestimmte Sprache dabei als nationenbildende Sprache in den Vordergrund gestellt und andere Sprachen sowie deren Sprecher_innen unterdrückt werden bzw. wurden. Diese sozialen Prozesse führten und führen auch heute noch dazu, dass Menschen ‚lernen‘, dass eine bestimmte Sprache ihre nationale bzw. gruppenbezogene Identität ausmache. Was aber passiert, wenn im Zuge der Änderung der Machtstrukturen von Nationalstaaten, der Bildung supranationaler Strukturen, weiterer Effekte von Globalisierung, Flucht und Migration Sprachenordnungen irritiert werden? Inwiefern und wie wird interveniert und wie verschieben sich Zugehörigkeitsverhältnisse?
Im Rahmen unserer Tagung möchten wir die Rolle des Deutschen als Differenzmerkmal in den gegenwärtig von vielfältigen sozialen Veränderungen gekennzeichneten glokalen Gesellschaften in den Blick nehmen und eruieren, welche Prozesse der Gruppenkonstitution, des Einbezugs und der Ausgrenzung über die symbolische Dimension des Deutschen stattfinden. Dabei verfolgen wir eine internationale Perspektive; das heißt, uns interessiert die Rolle des Deutschen als symbolische Differenzsetzung in Ländern, in denen Deutsch die dominante Amtssprache darstellt, aber auch in Ländern, in denen Deutsch eine Minderheitensprache ist. Folgende Fragestellungen könnten im Rahmen der geplanten Tagung thematisiert werden:

  • Wann und inwieweit geben Angehörige der sich als deutsche Minderheiten verstehenden Gruppen das Deutsche auf?
    Wie wird dies von den deutschsprachigen Gemeinschaften in Mittel- und Osteuropa wahrgenommen und inwiefern
    werden den Switchern soziale Sanktionen auferlegt?
  • Inwieweit bewirkt die Aufrechterhaltung bzw. die Aneignung des Deutschen beziehungsweise das Ablegen dieser
    Sprache sich auf die Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft aus, die sich als deutschsprachige definiert?
  • Wird von Migrant_innen erwartet, dass sie (neben der Standardsprache Deutsch oder einer anderen Standardsprache
    der Umgebung) die örtlichen deutschen Dialekte übernehmen? Inwieweit sind davon auch Menschen anderer Sprachen
    oder anderer Varietäten des Deutschen, die nach Mittel- und Osteuropa einwandern, betroffen?
  • Wie wirken sich der als plurizentrisch geltende Charakter des Deutschen und seine Varietäten auf die Zugehörigkeit der Migrierenden zur Aufnahmegesellschaft aus?
  • Was wird von den Migrierenden in den de facto mehrsprachigen Ländern des amtlich deutschen Sprachraums erwartet? Dürfen sie, sollen sie oder müssen sie das Deutsche übernehmen? Werden sogenannte Non-Native-Varianten des Deutschen akzeptiert?
  • Inwieweit lassen sich die Verhältnisse im amtlich deutschen Sprachraum und in Mittel- und Osteuropa mit jenen in anderen Staaten, in denen das Deutsche eine (regionale) Amtssprache darstellt, etwa Belgien, Luxemburg oder Italien, vergleichen?
  • Welchen Stellenwert und welches Prestige genießen das Deutsche und andere Sprachen in den jeweiligen Ländern oder Regionen?
    Welche Rolle spielen welche Herkunftssprachen in Migrationskontexten innerhalb des amtlich deutschsprachigen Raums?
  • Wie werden Zugehörigkeiten und Nicht-Zugehörigkeiten und in Verbindung damit soziale Chancen über sprachliche Merkmale zugeschrieben oder verweigert?

Die Tagung wird von İnci Dirim (Deutsch als Zweitsprache, Universität Wien), Sorin Gadeanu (German Studies und Angewandte Germanistik, Technische Universität für Bauwesen Bukarest und Universität Wien) und Claus Altmayer (Landeskunde/Kulturstudien, Deutsch als Fremd- und Zweitsprache, Herder-Institut, Universität Leipzig) organisiert.

Eine Veröffentlichung der Tagungsbeiträge in einem Band ist geplant. Eine Entscheidung über die Annahme der Vorträge erfolgt bis zum 30. April 2020. Es wird eine Tagungsgebühr von 10 Euro erhoben. Reise- und Unterkunftskosten können leider nicht übernommen werden.

Die Tagung findet vom 19. bis 20. Juni 2020 in Wien statt.

Kontakt: angewandte.germanistik.wien@gmail.com

İNCİ DİRİM
Universität Wien, Arbeitsbereich DaZ

SORIN GADEANU
Technische Universität für Bauwesen Bukarest

CLAUS ALTMAYER
Universität Leipzig, Herder-Institut

Call for Papers | Internierungslager, Geschichte und Gegenwart der (erzwungenen) Unterbringung und „Verwahrung“ von Geflüchteten

 

Die Österreichische Gesellschaft für Exilforschung (öge) wird sich in ihrer Jahrestagung 2020 eingehend mit der Geschichte und Gegenwart von staatlich organisierter Aufnahme und erzwungener Unterbringung von Geflüchteten befassen. Im Fokus steht die vergleichende Perspektive, synchron und diachron. Ziel der Tagung ist es, im Bewusstsein der jeweiligen (zeit)historischen Kontexte, einerseits Parallelen und Unterschiede in den Praktiken und Formen der Internierung in Vergangenheit und Gegenwart in verschiedenen Ländern sichtbar zu machen; andererseits sollen die Beziehungs- und Handlungs­zusammenhänge, die das Lager als transitorischen Raum formen, thematisiert werden.
Der Call for Papers wendet sich an WissenschaftlerInnen unterschiedlicher Disziplinen sowie an Personen aus der Zivilgesellschaft sowie den Bereichen Kunst und Kultur, sofern sich diese mit den Themen „Lager“ und (zwangsweise) Unterbringung von Geflüchteten auseinandersetzen. Die Beiträge sollten sich mit einer der folgenden Perioden befassen beziehungsweise unterschiedliche Perioden miteinander in Beziehung setzen: Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs (1933 – 1945); Lager für Displaced Persons nach 1945; die Entwicklungen ab den 1960er Jahren und ganz besonders jene in der Gegenwart. Außereuropäische und globale Bezüge sind erwünscht. Das nationalsozialistische Lagersystem (Konzentrations-, Vernichtungs- und Zwangsarbeitslager) wird explizit nicht Thema des Symposiums sein.
Der Call for Papers ist geographisch und disziplinär offen. Die eingereichten Beiträge können sowohl lokal und fallbezogen als auch international oder historisch vergleichend sein. Vortragssprachen sind Englisch und Deutsch.

 

Termine

  • bis 29. Februar 2020: Vorschläge für einen Vortrag in Form von Abstracts mit einer Länge von 200 bis 300 Wörtern und Kurzbiographien der Beitragenden können an nora.walch@exilforschung.ac.at gesandt werden.
  • bis 31. März 2020: Auswahl der Vorträge
  • bis 31. Oktober 2020: Einreichung ausformulierter Vorträge

 

Organisationskomitee
Gabriele Anderl (öge), Linda Erker (Institut für Zeitgeschichte), Kerstin von Lingen (Institut für Zeitgeschichte), Christoph Reinprecht (öge/Institut für Soziologie), Nora Walch (öge)

 

Downloads und weiterführende Links
Call for Papers (deutsch)
Call for Papers (english)

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