Die Hohenzollern in Rumänien 1866 bis 1947
Am 7. Juni 2017 veranstaltet das Deutsche Kulturforum östliches Europa im Rumänischen Kulturinstitut Berlin einen Themenabend zu den Hohenzollern in Rumänien. Beginn ist um 17:30 Uhr.
Vor siebzig Jahren wurde König Mihai I. von den kommunistischen Machthabern zur Abdankung gezwungen. Damit endete die rumänische Erbmonarchie, die 1866 durch Karl von Hohenzollern-Sigmaringen, ab 1881 König Carol I., in einem noch vom Osmanischen Reich abhängigen Fürstentum begründet worden war. Mit der Übernahme des rumänischen Throns durch einen süddeutschen Prinzen profitierte Rumänien in vielerlei Hinsicht von der Einbindung in das monarchische Beziehungs- und Kommunikationsgeflecht Europas. Die Monarchie stand vor der Herausforderung, eine Integration in den Westen bei gleichzeitiger Wahrung und Stärkung der nationalen Identität anzustreben. Diese Aufgabe bewältigten die vier rumänischen Könige höchst unterschiedlich.
Zehn Jahre nach dem Beitritt zur EU diskutieren vier Experten über die Frage, wie die Aufnahme Rumäniens in das System der europäischen Mächte des 19. Jahrhunderts das Land beeinflusst hat, bis heute prägt und eine besondere Beziehungsgeschichte zwischen Rumänien und Deutschland begründete.
Weitere Informationen
Die Ausstellung „Reformation im östlichen Europa“ im Donauschwäbischen Zentralmuseum Ulm bietet einen Überblick über das Reformationsgeschehen in weiten Teilen des mittleren und östlichen Europa. Die Ausstellung läuft vom 4.5.–18.6.2017.
Dr. Mariana Hausleitner spricht am 12. Mai 2017 (12 Uhr, Raum 3.138, Humboldt-Universität zu Berlin) im Rahmen des Seminars „Die frühe Dichtung Paul Celans im literaturhistorischen Kontext“ über die „Folgen der Rumänisierung für die deutschsprachige Bevölkerung in der Bukowina vor 1944“.