Aufzeichnung jetzt verfügbar: Auf den Treppen des Windes – Eine lyrisch-musikalische Hommage auf Rolf Bossert vom 14. Oktober 2021 im Deutschen Staatstheater Temeswar

 

Zum Youtube-Link der Aufzeichnung

Der musikalisch-lyrische Abend „Auf den Treppen des Windes“ würdigte 2021, im Gedenkjahr „35 Jahre seit dem Tod Rolf Bosserts“, das Werk des rumäniendeutschen Dichters und war gleichzeitig der Auftakt ins Jubiläumsjahr 2022 „50 Jahre Aktionsgruppe Banat“, in dem das Deutsche Kulturforum östliches Europa am 23./24. Juni eine Tagung in Temeswar/Timișoara plant.
Rolf Bossert, 1952 in Reschitza/Reșița im Banater Bergland geboren und 1986 in Frankfurt am Main gestorben, war Mitglied der Aktionsgruppe Banat, einer Vereinigung rumäniendeutscher Schriftsteller, Poeten und Publizisten, die sich im Frühjahr 1972 als literarische Diskussions- und Austauschplattform formierte, vom rumänischen Geheimdienst Securitate observiert und drangsaliert wurde, um dann bereits 1975 von den staatlichen Organen des diktatorischen Ceaușescu-Regimes aufgelöst zu werden.

Mit:
Oana Vidoni, Schauspielerin
Alexandru Mihăescu, Schauspieler
Maurice de Martin, Perkussionist
Sian Brie, Gitarrist
Idee, Konzept & künstlerische Leitung: Maurice de Martin
Kamera & Film-Produktion: Ovidiu Zimcea

Kooperationspartner:
Deutsches Staatstheater Temeswar (DSTT)
Deutsches Kulturforum östliches Europa
Deutsches Konsulat Temeswar
Gedichte in deutscher Sprache: © Verlag Schöffling & Co.
Gedichte in rumänischer Übersetzung: © Nora Iuga

© Maurice de Martin 2021

Lesung und Gespräch mit Markéta Pilátová in der Reihe “Fahrtrichtung Ost” | 20. Januar 2022 | in Präsenz und online

 

Die tschechische Autorin Markéta Pilátová liest am 20. Januar 2022 um 19 Uhr im HP8 der Münchner Stadtbibliothek aus ihrem Roman “Mit Baťa im Dschungel”. Es moderiert Anna-Elena Knerich vom Bayerischen Rundfunk.
In einer vielstimmigen Romanmosaik erzählt die Autorin die faszinierende Geschichte des weltbekannten Schuhfabrikanten Jan Antonín Baťa. Vor den Nationalsozialisten geflüchtet und von den Kommunisten verunglimpft lebte er in Brasilien seine unternehmerischen Ideale weiter. Mitten im Urwald gründete er mit seiner Familie neue Städte und Fabriken und doch waren seine mitteleuropäischen Wurzeln stets präsent. Pilátová erzählt vom Kampf gegen die widerspenstige tropische Natur, vom Pioniergeist, aber auch von der Sehnsucht nach dem alten Europa und der Suche nach der historischen Gerechtigkeit.
Die Veranstaltung findet in der Reihe „Fahrtrichtung Ost“, die das IKGS, Mittel Punkt Europa Filmfest , der Adalbert Stifter Verein zusammen mit der Münchner Stadtbibliothek organisieren, statt.

Die Lesung kann auf dem YouTube-Kanal der Stadtbibliothek verfolgt werden.
Weitere Informationen
Plakat

Das IKGS feiert seinen 20. Geburtstag 

 

Am 17.11. feierte das IKGS einen Geburtstag – vor genau 20 Jahren hat die Gründungsversammlung des Vereins „Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas“ ihre Satzung verabschiedet.  

Aus diesem Anlass haben wir von unseren Partnern und Unterstützern aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft eine Reihe von Grußbotschaften in Form von Videos oder schriftlichen Beiträgen bekommen. Unter ihnen finden sich Staatsministerin Prof. Monika Grütters, LMU-Präsident Prof. Dr. Bernd Huber, IKGS-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Claudia M. Riehl, der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten Prof. Dr. Bernd Fabritius, die Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für Aussiedler und Vertriebene Sylvia Stierstorfer, MdL, Unterstaatssekretär im Departement für Interethnische Beziehungen im Generalsekretariat der Regierung Rumäniens Thomas Șindilariu, BKGE-Direktor Prof. Dr. Matthias Weber, der Sprecher der AGDM Bernard Gaida, HDO-Direktor Prof. Dr. Andreas Otto Weber sowie mit Rainer Lehni, Peter-Dietmar Leber, Brunhilde Reitmeier-Zwick und Dr. Hartmut Knopp die Vertreter mehrerer Landsmannschaften.

Ganz besonders freuen wir uns auch über die vielen ermutigenden Glückwünsche unserer Mitglieder. Hier können Sie die Videos und Briefe aufrufen: 

 

 

MEILENSTEINE 

Ein großer Schritt: Die Gründung des IKGS e. V.
Mit der neuen Satzung und der Eintragung ins Vereinsregister wenige Monate später wurde ein neuer Trägerverein für das IKGS geschaffen, der die wissenschaftliche Arbeit „erweitern“ und die „Anbindung an die Universitäten in München und Südosteuropa“ stärken sollte.  

Südosteuropa, eine Herzensangelegenheit
Staatsminister Julian Nida-Rümelin sei die Förderung der Kultur Südosteuropas eine „Herzensangelegenheit“, berichtete der auf der Sitzung anwesende Vertreter des zuständigen Ressorts.  

Aufarbeitung: Südostdeutsches Kulturwerk
Noch einmal wurde auf die fünf Jahrzehnte währende, verdienstvolle Arbeit des Südostdeutschen Kulturwerks (SOKW) verwiesen, in dessen Trägerschaft das IKGS bislang gestanden hatte. In einem aktuellen Forschungsprojekt arbeitet das IKGS die personell wie ideologisch ambivalenten Anfänge des SOKW in den 1950er-Jahren auf. 

Forschungsauftrag stärken und Netzwerk ausbauen
Nun aber, so fuhr der bei der Gründung anwesende Vertreter des Kulturstaatsministers fort, müsse die Zukunft des neuen Instituts gefördert werden, die „Kulturraumforschung Südosteuropas“, insbesondere Literaturwissenschaft, neuere Geschichte und Kulturgeschichte. Weitere Brücken müssten errichtet werden, ein Netzwerk der Universitäten und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.  

Zwei Jahrzehnte stetiger Entwicklung
Zwanzig Jahre später lässt sich sagen: das IKGS hat diesen Auftrag erfüllt, die Professionalisierung ist gelungen, die Anbindung an die akademische Welt deutlich sichtbar geworden.
Auch der institutionelle Fördergeber hat seinen Teil erfüllt und das IKGS verlässlich und wohlwollend begleitet und unterstützt.  

Mit einem starken Netzwerk Visionen realisieren
Unser Motto bewahren, erforschen, vermitteln bildet die Tätigkeitsbereiche des Instituts ab: Archiv-, Bibliotheks-, Forschungs- und Vermittlungsarbeit bedürfen einer stetigen inhaltlichen wie organisatorischen Erneuerung. 
Mit der Unterstützung unsers wissenschaftlichen, kulturellen und zivilgesellschaftlichen Netzwerks werden wir auch in Zukunft unseren Auftrag mit Engagement und Begeisterung erfüllen, die vielfältigen Herausforderungen, die auf uns warten, meistern, und unsere Visionen in die Tat umsetzen können. 

Darauf freuen wir uns! 

Ihr
IKGS-Team