Auf zwei Rädern zur Arbeit

Auch in diesem Jahr beteiligt sich das IKGS wieder mit einem Team am „Stadtradeln“, das das Ziel verfolgt, die Fahrradmobilität in Deutschland weiter auszubauen.

Mehrere Institutsmitarbeiter/innen nutzen das Fahrrad für den täglichen Weg zur und von der Arbeit. Die dabei, aber auch privat zurückgelegten Fahrradkilometer werden 21 Tage lang erfasst und dabei die individuellen und die Team-Kilometer ermittelt. Die Beteiligung an diesem Projekt ist Teil von IKGSustainable, einem Maßnahmenpaket zur Förderung der Nachhaltigkeit im IKGS.

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Neue Besprechung zu Franz Hodjaks „Im Ballsaal des Universums“ auf Lyristix

„Obwohl schon öfters ein Bewunderer von einzelnen Gedichten und Aphorismen von Franz Hodjak, habe ich bisher noch nie einen ganzen Gedichtband von ihm gelesen – ich werde da jetzt wohl einiges nachholen müssen. Denn dieser Band bei danube books hier ist innerhalb zwei Morgenstunden nur so in mich hineingerauscht.“
Das schreibt der Lyriker und Rezensent Timo Brandt auf dem Instagram-Kanals Lyristix über den Gedichtband „Im Ballsaal des Universums“ von Franz Hodjak, der mit der Unterstützung des IKGS publiziert und von Enikő Dácz herausgegeben wurde.

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Vortrag zur rumänischen Kontinuitätstheorie

Die Überschwemmungen in weiten Teilen Bayerns haben es leider verhindert, dass IKGS-Mitarbeiter PD Dr. Tobias Weger persönlich an der Jahrestagung des GWZO Leipzig zu „Myths of the Past in Service of the Present. Resurgent Conceptions of National Origins in Central Eastern, Eastern and Southeastern Europe“ teilnehmen konnte. Am 3. Juni hat er deshalb seinen Vortrag „Dacians, Romans and the Romanians‘ Quest for Continuity“ online gehalten. Darin ging es um die Entwicklung eines humanistischen Diskurses ab dem 17. Jahrhundert hin zu einer politisch relevanten Theorie seit dem 19. Jahrhundert, die er an drei Beispielen exemplifizierte: anhand der Reproduktion der als „Geburtsurkunde der rumänischen Nation“ interpretierten Traianssäule in Rom, der Rekonstruktion des Tropaeum Traiani in Adamclisi (Dobrudscha) unter Nicolae Ceaușescu (1977) sowie der symbolischen Markierung des Raumes durch Kopien der Kapitolinischen Wölfen in diversen rumänischen Städten.

Das Zillich-Projekt ist zurück!

Das Ende der Elternzeit unserer Projektmitarbeiterin Jana Augustin bedeutet gleichzeitig auch die Fortsetzung unseres Zillich-Projekts. Noch vor der Elternzeit konnte die archivarische Erschließung der umfangreichen Korrespondenz abgeschlossen und ihre Digitalisierung vorbereitet werden. Die Digitalisate liegen inzwischen vor, und seit Mitte Mai werden nun Zillichs Werke nach wissenschaftlichen und archivarischen Kriterien erschlossen. Dabei konnte auf die bereits getätigten Vorarbeiten von Johannes Leonte und Helene Dorfner zurückgegriffen werden.

Es wurden bis jetzt Heinrich Zillichs Lyrik, Romane, Kurzprosa, ein Drama, Hörspiele, ein Kinderbuch sowie seine Tagebücher erfasst. Daran anschließend folgen nun seine Aufsätze, Hochschulschriften (u. a. seine Dissertation), Drehbücher, Vorträge und Reden, Rezensionen sowie sein Sachbuch.

Im Nachlass befinden sich unter anderem fünf handgeschriebene Notizbücher von Zillich aus den Jahren 1913—1919 mit insgesamt rund 370 Gedichten. Außerdem ist noch ein Notizbuch erhalten, das über 70 Gedichte an seine Jugendfreundin Ada enthält. Diese Gedichte stammen allesamt aus dem Jahr 1913. Seit 1919 hat Zillich seine Gedichte vor allem auf seiner Schreibmaschine getippt, weswegen diese auf Einzelblätter vorliegen. Die umfassende Lyriksammlung von nahezu 160 alphabetisch geordneten Texten veranschaulicht den Weg des Dichters vom Expressionismus bis hin zur politischen Lyrik der Zwischenkriegszeit, darunter lassen sich auch solche Gedichte finden, die nationalsozialistischen Propagandazwecken dienten.

Auch nach dem Zweiten Weltkrieg schrieb Zillich einige, weniger rezipierte politische Gedichte wie etwa „Junge verschleppte Mutter“, „Die Mütter von Dresden“ oder „Noch immer im Kriegerkleide“, die die veränderten Zustände reflektieren, ohne jedoch eine kritische Bilanz zu ziehen.

Zillichs Romanmanuskripte („Erfülltheit“, „Der Grünken“, „Sprung im Ring“, „Der Weizenstrauß“ und „Zwischen Grenzen und Zeiten“), die unterschiedlichen Fassungen sowie die dazugehörigen Korrekturfahnen wurden alphabetisch geordnet und werden nun in drei Archivboxen aufbewahrt. Auch sein Drama „Die Rebellen oder Das Schwertrecht“ liegt uns in unterschiedlichen Fassungen vor.

Zillichs umfangreiche Tagebücher wurden bereits von Johannes Leonte chronologisch geordnet und nun digital erfasst. Eine Edition wird im IKGS vorbereitet.

Ausstellung und Workshop zur Geschichte der Deutschen in Rumänien

Die Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien berichtete über die am 17. Mai im Spiegelsaal des Sitzes des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt/Sibiu eröffnete Ausstellung „Erbe und Familiensammlungen: Eine visuelle Geschichte der Deutschen in Rumänien“ und den dazugehörigen Workshop.

Die Ausstellung basiert auf Auszüge aus zwei am IKGS angesiedelten und von Dr. Corneliu Pintilescu betreuten Forschungsprojekten: „Saxonica“ und „Banatica“. Im Rahmen des Projektes „Saxonica“ wurde auch ein Werkzeugkasten für Nachwuchsforscher erarbeitet, mit dessen Hilfe sie selber derartige Projekte durchführen können. Im jährlichen Turnus können Studierende seit fünf Jahren im Rahmen von Workshops diesen Werkzeugkasten kennenlernen und erproben. Heuer fand die Fortbildungsmaßnahme vom 15. bis 19. Mai im Tagungs- und Konferenzzentrum „Hans Bernd von Haeften“ der EAS statt.

Workshop und Ausstellung wurden in Partnerschaft von dem Demokratischen Forum der Deutschen in Siebenbürgen und der Evangelischen Akademie Siebenbürgen in Zusammenarbeit mit den Vereinen eKult und Istoria din Casa-n Casa, sowie mittels einer Förderung seitens des Departements für Interethnische Beziehungen im Generalsekretariat der Rumänischen Regierung, des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der LMU-München und des Bundeslandes Kärnten organisiert.

Die Ausstellung kann noch bis zum 16. Juni 2024 besucht werden.

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