Tobias Weger zur Geschichte der Moldau

IKGS-Mitarbeiter PD Dr. Tobias Weger beteiligte sich am 17.4.2026 an dem von der Friedrich-Schiller-Universität Jena ausgerichteten Studientag „unterwegs / pe drum / в пути: Moldovas (Sonder)Weg im Gespräch“. Die Veranstaltung fand im Haus auf der Mauer, dem Internationalen Centrum der Universität, statt. Sie gliederte sich in drei Sektionen und eine Abschlussdiskussion. Im ersten Panel diskutierten der Politikberater Lorin Stan und der Doktorand Levi Schlegtendal über russische Einflussnahmen in der Republik Moldau. Eine autonome und eine sezessionistische Region standen im Fokus des zweiten Rundtischgesprächs, das die Publizistin Yelizaveta Landenberger und der Kulturwissenschaftler Tim Wenzel bestritten. Die dritte Einheit nahm Bezug auf den Roman „Legată cu funia de pământ“ („Dieses Seil, das mich an die Erde bindet“) der aus der Moldau stammenden Schriftstellerin Lorina Bălteanu. Unter der Moderation der Jenaer Romanistin Prof. Dr. Valeska Bopp-Filimonov stellte die Übersetzerin Dr. Gundel Große das Buch vor, während PD Dr. Tobias Weger auf die historischen Bezüge des Romans einging, der die Zeit des Sowjetkommunismus aus der Sicht eines Mädchens beschreibt. Neben allgemein interessiertem Publikum wurde die Veranstaltung auch von Student/innen des Instituts für Slavistik besucht, die sich im Mai im Rahmen einer Exkursion in die Republik Moldau begeben werden.

© Foto: Jörg Becken, Berlin

Neue Rezension zu „‚besser spät als nie‘. Manfred Winklers Korrespondenz mit Eveline und Hans-Jürgen Schrader“ erschienen

Zu dem im IKGS-Verlag erschienenen Band „‚besser spät als nie‘. Manfred Winklers Korrespondenz mit Eveline und Hans-Jürgen Schrader“ wurde eine neue Rezension veröffentlicht. „Es ist vor allem die ungemein präzise und detaillierte Kommentierung durch Schrader, die in zahlreichen, auch längeren Anmerkungen zum Teil mit bisher unedierten Werkteilen ein differenziertes Bild nicht nur der institutionellen germanistischen Beziehungen zu Israel mitliefert, sondern zugleich auch die handelnden Menschen in den Blick geraten lässt“, schreibt Markus Bauer auf literaturkritik.de. 

Die ganze Rezension finden Sie hier. 

Alle Informationen zum Briefwechsel sowie das ganze Buch im Open Access finden Sie hier. 

Kritzeleien Anno Dartzumal

Besonders die Rara in unserer Bibliothek sind immer wieder für eine unterhaltsame Überraschung gut. Wer erwartet in einem Buch aus dem Jahre 1792 eine per Hand eingezeichnete, jedoch offensichtlich nie benutzte Dartscheibe? Nun, wir zumindest nicht. Die Lösung, zerrissene Seiten mit Briefmarkenresten zu kleben, finden wir allerdings durchaus recht kreativ und nachhaltig. Schade nur: Wir wissen nicht, wann diese Modifikationen jeweils vorgenommen wurden.

PD Dr. Tobias Weger auf dem diesjährigen Dobrudscha-Seminar

Vom 9. bis 12. April 2026 beteiligte sich IKGS-Mitarbeiter PD Dr. Tobias Weger mit drei Referaten am diesjährigen Dobrudscha-Seminar im Katholischen Bildungshaus St. Ursula in Erfurt. Im Mittelpunkt stand die Zeit der deutschen Kolonisten in Südrussland vor der Einwanderung in die damals noch osmanische Dobrudscha. Unter den weiteren Referenten befanden sich Dr. Josef Sallanz (Chișinău), Dr. Dmytro Myeshkov (IKGN Lüneburg) und die Kulturreferentin Dr. Heinke Fabritius, die ihre aktuellen Dobrudscha-Projekte präsentierte.

Das Dobrudscha-Seminar fand in diesem Jahr zum zehnten Mal statt und wird von Titus Möllenbeck (Erbacher Hof, Mainz) in Zusammenarbeit mit dem Bessarabiendeutschen Verein organisiert. Für 2027 ist als Ort Ulm vorgesehen.

© Foto: Viktor Fritz

Angela Ilić auf Forschungsreise in Serbien und Kroatien

PD Dr. Angela Ilić war von Ende März bis Anfang April auf Forschungsreise in Serbien und Kroatien unterwegs. In Belgrad traf sie sich mit Kolleginnen und Kollegen vom Balkanologischen Institut der Serbischen Akademie der Wissenschaften und Künste sowie vom Institut für die neuere Geschichte Serbiens, um über die Weiterführung der Zusammenarbeit zu sprechen. Sie forschte unter anderen in der Nationalbibliothek Serbiens, im Archiv Jugoslawiens und im Staatsarchiv in Esseg/Osijek. Zudem besuchte sie ausgewählte Erinnerungsorte und Institutionen der deutschen Minderheit in beiden Ländern, darunter den St.-Gerhard-Verein in Sombor.

© Foto: Angela Ilić/IKGS

Neue Rezension zu „Deutschsprachige literarische Felder und Akteure in Zentraleuropa im postimperialen Kontext“

Zu dem Band „Deutschsprachige literarische Felder und Akteure in Zentraleuropa im postimperialen Kontext“, herausgegeben von IKGS-Mitarbeiterin Dr. Enikő Dácz, Réka Jakabházi und János Szabolcs, ist im „Jahrbuch für Internationale Germanistik“, Ausgabe 3, Band: 57 (2025) eine neue Rezension erschienen. „Indem die Beiträge die Grenzen einer unidimensionalen Herangehensweise überwinden, eröffnen sie als bereichernde Mikrostudien neue Perspektiven auf die symbolische Kartografierung multikultureller Literaturfelder“, schreibt dort Raluca Macovei. 

Die ganze Rezension im Open Access finden Sie hier. 

Näheres zum Band „Deutschsprachige literarische Felder und Akteure in Zentraleuropa im postimperialen Kontext“ finden sie hier. 

© Foto: Paula Ruppert/IKGS