Vortrag: Das Europaverständnis der Serbischen Orthodoxen Kirche

Im Rahmen des Abschlusssymposiums des DFG-Graduiertenkollegs 1575 “Die christlichen Kirchen vor der Herausforderung ‘Europa'” findet am

Donnerstag, den 15.02.2018, um 9:45 Uhr

der Vortrag “Das Europaverständnis der Serbischen Orthodoxen Kirche” von Dr. Angela Ilić im Erbacher Hof in Mainz statt.

Kardinal-Volk-Saal
Erbacher Hof
Grebenstraße 24–26
55116 Mainz

Vortrag: Saving Christianity, Killing Jews. German Religious Campaigns and the Holocaust in the Borderlands

Vortrag von Prof. Dr. Doris Bergen, University of Toronto

7. Februar 2018, 18.15 Uhr, LMU-Hauptgebäude, Senatssaal E110

Das Zentrum für Holocaust-Studien am Institut für Zeitgeschichte lädt in Kooperation mit der Ludwig-Maximilians-Universität München zum Vortrag von Prof. Dr. Doris Bergen ein. Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Informationen finden Sie hier: Flyer ZfhS (PDF-Datei)

Konferenz: Religion als Bedrohung oder Hafen – religiöse Stereotypen in medialen Vermittlungen des 20. Jahrhundert

Oldenburg 14.11.2018 – 16.11.2018

Die Konferenz konzentriert sich auf die Rolle von Stereotypen der drei monotheistischen
Religionen Christentum, Islam und Judentum samt all ihren Binnendifferenzierungen, auf das 20.
Jahrhundert und auf die mediale Vermittlung (im breiteren Sinn des Wortes Medium) der
Stereotypen.

Institut für Evangelische Theologie und Religionspädagogik der Universität Oldenburg;
Arbeitsstelle Historische Stereotypenforschung im Institut für Geschichte der Universität
Oldenburg; Herausgeberkreis Contemporary Church History / Kirchliche Zeitgeschichte –
Internationale Zeitschrift für Theologie und Geschichtswissenschaft.

Hier finden Sie den “Call for Papers” als PDF-Datei: Call for Papers HSK

 

Reformation im östlichen Europa – Slowakei/Oberungarn

Das Deutsche Kulturforum östliches Europa zeigt in Kooperation mit der Botschaft der Slowakischen Republik Berlin vom 19.–29.9.2017 in der Botschaft der Slowakischen Republik in Berlin die Ausstellung “Reformation im östlichen Europa – Slowakei/Oberungarn”.

Bereits kurz nach Beginn der Reformation mit dem sogenannten Thesenanschlag Martin Luthers 1517 erreichte ihr Gedankengut die meist deutschsprachigen und mit Mitteleuropa eng vernetzten Städte in Oberungarn, der heutigen Slowakei. Die Gegenreformation setzte um 1600 ein, mit einem Höhepunkt ab den 1670er Jahren, der zu mehreren antihabsburgischen Erhebungen führte. Allerdings war das Habsburger Herrscherhaus bei der Türkenabwehr auf die Unterstützung der Protestanten angewiesen und stand ihnen 1681 die Errichtung von hölzernen, turmlosen Artikularkirchen außerhalb der Städte zu. Erst die Toleranzpatente von 1782 und mehr noch die 1868 erlassenen entsprechenden Gesetze ermöglichten den Protestanten die freie Religionsausübung. Evangelische Lyzeen und Kollegien spielten eine wichtige Rolle bei der Ausbildung deutsch- und slowakischsprachiger Gelehrter und damit im 19. Jahrhundert auch für die kulturelle Vorbereitung der slowakischen Nationalstaatsbildung. Heute gehören der Evangelischen Kirche A. B. in der Slowakei etwa sechs Prozent der Bevölkerung an. Das nach Flucht und Vertreibung 1946 gegründete Hilfskomitee der Evangelisch-Lutherischen Slowakeideutschen unterhält zur ihr partnerschaftliche Kontakte.

Die deutsch-slowakisch-ungarische Ausstellung besteht aus zehn reich bebilderten Bannern zu folgenden Themen: Die Region im 16. Jahrhundert, Reformatorische Anfänge, Rekatholisierung und protestantische Erfolge, Evangelische Bildungseinrichtungen, Höhepunkte der Gegenreformation, Artikularkirchen, Die Artikularzeit, Das Zeitalter der Toleranzpatente, Nationalbewegung, neue Staaten, Evangelisches Leben heute.

Weitere Informationen über die Wanderausstellung hier.

Exportgut Reformation

Soeben erschienen ist das Buch von Ulrich A. Wien, Mihai-D. Grigore (Hgg.): „Exportgut Reformation. Ihr Transfer in Kontaktzonen des 16. Jahrhunderts und die Gegenwart evangelischer Kirchen in Europa“.
Erstmals europaweit werden Transferprozesse der Reformation über die „Grenzen“ des deutschen Sprachraums in die Nachbarbevölkerungen dargestellt. Nach einem gesamteuropäischen Überblick behandeln die Einzelbeiträge international renommierter Forscher zunächst die Entwicklungen im 16. Jahrhundert in den Kontakträumen zu Nachbarn des deutschen Sprachgebiets. Dabei beschreibt der Band die Verhältnisse – ausgehend vom Ostseeraum – in einem über West-, Süd- und Osteuropa reichenden geographischen Rahmen. Der Sammelband zeichnet nach, welche Strategien und Maßnahmen politischer und theologischer Förderung in Kontaktzonen dazu führten, dass bei ethnisch und politisch differierenden Nachbarn trotz bestehender Unterschiede eine zum großen Teil nachhaltige Resonanz auf die Reformation möglich wurde. Die differierenden Ansätze zur Konfessionsbildung werden erkennbar. Im zweiten Hauptteil werden in parallelen Länderbeiträgen die Entwicklungen und Gegenwartssituation der geschichtlichen, aus der Reformation hervorgegangenen Kirchen in den ursprünglichen Transferzonen vorgestellt. Nach einer fast fünfhundertjährigen Geschichte zeigen Experten besonders zwischen Nord-, West- bzw. Osteuropa grundlegende Differenzen auf, die einerseits von Gegensätzen – zwischen der Ausprägung von Staatskirchen und extremer Diasporasituation – gekennzeichnet sind. Vitale protestantische Existenz in Kontakträumen und multiethnischen Begegnungszonen Europas gehört andererseits vor dem Hintergrund der Transferprozesse in der Reformationszeit auch heute zu den nachhaltig wirksamen Kennzeichen Europas.

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Reformation im östlichen Europa

Die Ausstellung „Reformation im östlichen Europa“ im Donauschwäbischen Zentralmuseum Ulm bietet einen Überblick über das Reformationsgeschehen in weiten Teilen des mittleren und östlichen Europa. Die Ausstellung läuft vom 4.5.–18.6.2017.
Die Reformation, die mit Martin Luthers Thesenanschlag 1517 begann, erfasste nicht nur die Länder des Römisch-Deutschen Reichs, sondern auch die östlich gelegenen Nachbarregionen. Eine große Rolle spielten dabei diejenigen Städte und Gegenden, in denen deutsch gesprochen wurde.
Das östliche Mitteleuropa war sehr empfänglich für die Ideen einer Erneuerung der Kirche und einer Intensivierung des Glaubens. Die hussitische Glaubensbewegung wirkte in Böhmen schon seit einem Jahrhundert reformatorisch. Während sich die deutschen Länder bald am Glaubensbekenntnis des jeweiligen Landesherrn orientieren mussten, wurde Ostmitteleuropa zu einer von Glaubensvielfalt geprägten Region.
Die Ausstellung zeigt, wie sich die Reformation nach Osten ausbreitete und welche Wirkung sie dort bis heute zeigt. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Donauraum: Siebenbürgen und die Slowakei (das einstige Oberungarn) werden detailliert dargestellt.
Eine Wanderausstellung des Deutschen Kulturforums östliches Europa (Potsdam), die von diesem gemeinsam mit Partnereinrichtungen entwickelt wurde. Die Ausstellung wurde gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Der Eintritt in die Ausstellung ist frei.

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