Bibliothek: Schenkung aus dem Nachlass Krista Zach

Ende 2024 wurde uns eine Auswahl aus der umfassenden Privatbibliothek der langjährigen Geschäftsführerin des Südostdeutschen Kulturwerks (SOKW) und Gründungsdirektorin des Instituts für Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS) Krista Zach geschenkt.
 
Vor Kurzem haben wir diejenigen Bücher, die der Sammelstrategie unserer Bibliothek entsprechen, erfolgreich in unseren Bestand integriert. Insgesamt handelte es sich hier um circa 130 Bände.
 
 
Foto: Laura Schmid / IKGS

Vortrag von PD Dr. Angela Ilić in Ljubljana

Zwischen 10. und 13. Juni 2025 fand an der Slowenischen Akademie der Wissenschaften und Künste (SAZU) in Ljubljana die internationale Tagung „Our, Yours, Theirs, No One’s? Heritage of Multicultural Areas“ statt. Organisiert hat die Tagung Dr. Anja Moric vom Institut für Ethnomusikologie des Wissenschaftlichen Forschungszentrums der SAZU im Rahmen ihres Forschungsprojektes „Das Gewicht der Vergangenheit. Das Erbe eines multikulturellen Gebietes am Beispiel des Gottscheer Landes“. Dr. Moric war während 2024 Assoziierte Wissenschaftlerin des IKGS.
 
Das IKGS wurde durch PD Dr. Angela Ilić vertreten, die am 11. Juni den Vortrag „Whose Heritage? Examples of Contested and Shared Cultures of Remembrance and Heritage Questions in the Multicultural Formerly Habsburg Cities of Rijeka and Maribor“ hielt, und auch eine Sektion moderierte.
 
Am 12. Juni reiste die Teilnehmergruppe in die Gottschee/Kočevska für einen ganztägigen Ausflug, wo sie sich mit den verschiedenen Aspekten der komplexen und vielschichtigen Geschichte dieser Region auseinandersetzten. Sie besuchten das Regionalmuseum in Kočevje, verschiedene Gedenkstätte und Massengräber aus der Zeit unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg, den Partisanenstützpunkt „Baza 20“, eine Siedlung mit 26 Gebäuden mitten im Wald, die während des gesamten Krieges unentdeckt blieb, sowie den Sitz und das Museum des Gottscheer Altsiedler Vereins in Krapflern/Občice.
 
Fotos: Angela Ilić; ZRC SAZU

Ausschreibung: Bundesfreiwilligendienst am IKGS

Wir suchen ab Mitte September Verstärkung für unser Team!
 
Das IKGS ist eine vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAfzA) anerkannte Einsatzstelle für den Bundesfreiwilligendienst und schreibt zum Starttermin 15. September 2025 die Stelle einer/eines Bundesfreiwilligendienstleistenden (Bufdi) aus.
Aufgaben: Mitarbeit in Bibliothek und Archiv, redaktionelle Tätigkeiten, kleinere Recherchen, Unterstützung bei der Vorbereitung interner Veranstaltungen, einfache Sekretariatsaufgaben.
 
Bewerbungen bitte an:
IKGS e. V., Halskestraße 15, 83739 München, weger@ikgs.de
Auskünfte unter Tel. 089/78 06 09-0

Neue Rezension zu IKGS-Publikation erschienen

In der aktuellen Ausgabe der „Zeitschrift für Geschichtswissenschaft“ ist eine Rezension von Mariana Hausleitner zur IKGS-Publikation „Rumänisch-deutsche Spiegelungen“, herausgegeben von Ovidiu Buruiană und Philippe Henri ​Blasen, erschienen.
 
 
In elf Beiträgen behandelt der Sammelband die diskursive Darstellung Deutschlands und der Deutschen im Rumänien der Zwischenkriegszeit. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf den Deutschland- und Deutschenbildern der ethnischen Rumänen, sondern auch auf jenen der deutschsprachigen Bukowiner Juden und der Luxemburger sowie auf den Fremd- und Eigenbildern der Rumäniendeutschen. Ein zwölfter Beitrag beschäftigt sich als Exkurs mit der Rezeption der rumänischen Literatur in der deutschsprachigen Bukowiner Presse.
 
 

Zeithistorische Neuerscheinung

Als Ergebnis einer wissenschaftlichen Tagung zur politischen Geschichte der Deutschen in Rumänien in den 1930er-Jahren, die das IKGS in Kooperation mit dem Institut zur Erforschung der Probleme nationaler Minderheiten (Institutul pentru Studierea Problemelor Minorităţilor Naţionale, ISPMN) im Herbst 2019 in Klausenburg/Cluj-Napoca veranstaltet hat, ist jetzt der 336 Seiten starke Tagungsband erschienen:
 
Enikő Dácz, Florian Kührer-Wielach, Tobias Weger (Hgg.): Zwischen Selbsthilfe und Fremdsteuerung. Zur politischen Geschichte der Deutschen in den 1930er-Jahren. Regensburg: Verlag Friedrich Pustet, 2025.
 
Der Band kann zum Preis von 34,95 € direkt beim Verlag Friedrich Pustet Geschichte bestellt werden.
 

Neuerscheinung: Halbjahresschrift 2024

Die neue Ausgabe der „Halbjahresschrift für Geschichte und Zeitgeschehen in Zentral- und Südosteuropa: Akademische Kooperation, humanitäre Hilfe und Kulturgutschutz im zentraleuropäischen Beziehungsgeflecht“ ist erschienen.
 
Die Basis für das Symposium „Humanität und Humanities: Herausforderungen für Wissenschaft und Kultur im Zeichen von Krieg und Krisen – Kulturerbe, Netzwerke, Kommunikation“, das am 8. Mai 2023 an der Universität Wien stattgefunden hat und im vorliegenden Heft 1+2 / 2024 der „Halbjahresschrift“ dokumentiert wird, stellt der über Jahre hinweg gepflegte, intensive Austausch des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS) mit der Nationalen Jurij-Fedkowytsch-Universität Czernowitz (ukr. Černivci) dar.
 
Anlass für diese Tagung war jedoch der russische Angriffskrieg, der seit 2022 in intensivierter Form in der Ukraine wütet und seine massiven Auswirkungen auch in „Hinterland“, zu dem auch die Nordbukowina zählt, zeitigt. Bis zum Februar 2022 war der Austausch zwischen der Universität Czernowitz und dem IKGS vornehmlich der Wissenschaft gewidmet. Mit dem Versuch einer „Vollinvasion“ der russischen Streitkräfte in die Ukraine am 24.2.2022 wurde der wissenschaftliche und kulturelle Austausch gleichsam über Nacht von einer humanitären Hilfsaktion ergänzt und überlagert.
 
Diese – freilich nur vorläufigen – Beobachtungen im Themenfeld Kulturerbe – Netzwerke – Kommunikation dienen als Ausgangspunkt für weitergehende Überlegungen im Rahmen des Themenschwerpunkts „Humanität und Humanities“, der freilich nur einige Pflöcke einschlagen kann für eine noch zu intensivierende Diskussion über die Erkenntnisse und Konsequenzen, die der Krieg gegen die Ukraine für die Geisteswissenschaften mit sich bringt. In den Mittelpunkt rücken die Themen Kulturerbe und Kulturgutschutz sowie Selbstreflexion zwischen Analyse und Betroffenheit, Humanität und „Humanities“.