Das IKGS auf dem 55. Historikertag

Gemeinsam mit dem Collegium Carolinum, dem Bukowina-Institut an der Universität Augsburg, dem Nordost-Institut (IKGN e.V.) an der Universität Hamburg und der Martin-Opitz-Bibliothek trug das IKGS zur Fachausstellung auf dem 55. Historikertag bei. Gesammelt informieren die Institute über das „Deutsche Kulturerbe im östlichen Europa“.

Der Historikertag ist seit über 130 Jahren das Forum der Geschichtswissenschaften in Deutschland. Heute gilt der Kongress mit rund 2.500 Teilnehmer:innen aus dem In- und Ausland als einer der größten im geisteswissenschaftlichen Bereich in Europa.

Ziel der Treffen ist es, der Öffentlichkeit Ergebnisse der historischen Forschung vorzustellen, aktuelle Anliegen der Historikerinnen und Historiker zu besprechen sowie sich fachlich und sozial auszutauschen. In über 70 Fachsektionen und einer Vielzahl weiterer Veranstaltungen stehen aktuelle Themen aus allen Teilgebieten der historischen Arbeit im Zentrum der Diskussion.

Ausgerichtet wird der 55. Deutsche Historikertag vom Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) und dem Ortskomitee der Universität Bonn in Kooperation mit dem Verband der Geschichtslehrerinnen und -lehrer Deutschlands (VGD).

© Foto: Laura Schmid/IKGS

Medienreise nach Trenčín – Europäische Kulturhauptstadt 2026

Seitens des IKGS begleitete vom 10. bis 13. September PD Dr. Tobias Weger eine Medienreise in die westslowakische Stadt Trenčín, die 2026 gemeinsam mit dem finnischen Oulu den Titel „Europäische Kulturhauptstadt“ tragen wird. Die vom Deutschen Kulturforum östliches Europa organisierte Reise bot Gelegenheit zu Gesprächen mit zahlreichenden Kulturschaffenden, zum Kennenlernen kultureller Institutionen und einiger kulturhistorisch bedeutender Orte der Stadt und ihrer Umgebung. Zu den Gesprächspartnern zählten unter anderem Patrik Žák, der stellvertretende Bürgermeister von Trenčín, der Stadthistoriker Dr. Tomáš Michalik, Dr. Oľga Hodálová, die Leiterin der örtlichen Jüdischen Gemeinde, und der Schriftsteller Lukáš Cabala. Außerdem standen Besuche der ehemaligen Baťa-Stadt Partizanské, des Karpatendeutschen Museums in Deutsch-Proben/Nitrianske Pravno, des slowakischen Dorfs Čičmany und der Burg Beckov sowie des zu ihren Füßen gelegenen jüdischen Friedhofs auf dem Programm.

Foto: © Tobias Weger, IKGS

Neue Besprechung: Nelio Biedermanns „Lázár“

Ein Online-Angebot der „Spiegelungen“

Nelio Biedermanns Roman „Lázár“ erzählt die Geschichte einer Familie über drei Generationen. Er beleuchtet Abenteuer, Ängste und familiäre Konflikte im 20. Jahrhundert und zeichnet dabei ein Bild der Habsburgermonarchie und ihrer Umbrüche. Ein schaurig-schönes Buch, das Kritik und Publikum gleichermaßen begeistert.

„Lázár“ hat schon vor Veröffentlichung ein breites Medienecho gefunden und erschien in über zwanzig Ländern, darunter England, Frankreich, Spanien, Polen, Ungarn und die USA.

Hier geht es zur Besprechung

Kristiane Kondrat zu Besuch im IKGS

Am 12. September hatten wir die Ehre und das Vergnügen, die im Banat geborene Autorin Kristiane Kondrat als Gast im IKGS begrüßen zu dürfen. Zusammen mit Dr. Enikő Dácz sprach sie über ihre Erinnerungen an den Banater Kulturschaffenden und ihren Mentor Franz Liebhard/Robert Reiter, dessen Nachlass zur Zeit im IKGS erschlossen wird.

Mehr Informationen zum Erschließungsprojekt

© Foto: Paula Ruppert/IKGS

Besuch von Dr. Heinke Fabritius im IKGS

Am 9. September war Dr. Heinke Fabritius, die Kulturreferentin für Siebenbürgen, Bessarabien, Bukowina, Dobrudscha, Maramuresch, Moldau und Walachei, zu Besuch im IKGS.

Wir bedanken uns für die anregenden und produktiven Gespräche und freuen uns auf einen weiterhin engen Austausch.

© Foto: Paula Ruppert/IKGS

„Das Übersetzen rumänischer Texte aktiviert so etwas wie eine alternative Existenzweise in mir“ | Larisa Cercel im Gespräch mit Ernest Wichner

Ernest Wichner ist der Johann-Heinrich-Voß-Preisträger 2020. Der Preis wird seit 1958 von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung „für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Übersetzung“ verliehen. Ausgezeichnet wurde Wichner „für seine einzigartigen Verdienste um die rumänische Literatur“. 2025 erhielt er den Hieronymusring. Dieser wurde 1979 vom VdÜ gestiftet und wird alle zwei Jahre weitergereicht. Damit wird Ernest Wichner für seine Übertragungen rumänischer Prosa und Lyrik gewürdigt.

Larisa Cercel, die im Bereich der Translationswissenschaft an den Universitäten Leipzig und Freiburg arbeitet, sprach mit ihm für die „Spiegelungen“.

Hier geht es zum Interview