Moldau. Eine geteilte Geschichte

Moldau. Eine geteilte Geschichte

Online-Ringvorlesung

Moldau. Eine geteilte Geschichte

Wintersemester 2022/23, donnerstags, 16–18 Uhr, online

Veranstalter:
Dr. Florian Kührer-Wielach (IKGS München/LMU München),
Prof. Dr. Kurt Scharr (Universität Innsbruck/Osteuropazentrum),
PD Dr. Tobias Weger (IKGS München/LMU München)
in Zusammenarbeit mit dem Moldova Institut Leipzig.

Kontakt: kuehrer@ikgs.de | Zum Konzept

Termine

online

1. Einführung
Florian Kührer-Wielach (München)

27.10.

 

2. Das Fürstentum Moldau seit seiner Gründung bis ins 18. Jahrhundert – Eigenständigkeit und Vasallentum
Daniel Ursprung (Zürich)

3.11.

3. Moldova divided. The long 19th century
Andrei Cușco (Chișinău)

10.11.

 

4. Die Moldau, (Süd)Bukowina und (Groß)Rumänien ab 1918
Svetlana Suveica (Göttingen)

17.11.

 

5. Bessarabia and Transnistria, 1917–1991
Igor Cașu (Chișinău)

24.11.

6. Sprachen, Ethnien und Nationen in einer (post)imperialen Kontaktzone
Tobias Weger (München)

1.12.

7. The Republic of Moldova, Transnistria and the unifinished transition after 1991
Petru Negura (Regensburg)

14.12.

 

8. Filmscreening „Vergessener Holocaust“
Präsenztermin an der Universität Innsbruck, gesonderte Informationen folgen (Aufzeichnung wird verfügbar gemacht)
Trailer

15.12.

 

9. Moldau und darüber hinaus: Kultur und Zivilgesellschaft als kommunizierende Systeme
Josef Sallanz (Berlin)

12.1.

10. Europa in Bessarabien in den russischen Reiseberichten im 19. Jahrhundert
Galina Corman (Chișinău)

19.1.

11. Ein Land in Bewegung – die Moldauer als „Global Community“
Jana Stöxen (Regensburg)

26.1.

12. The historical relations between Moldava and the Ukrainians 
Nataliya Nechayeva-Yuriychuk (Tscherniwzi/Czernowitz)

online

1. Einführung
Florian Kührer-Wielach (München)

 

 

Einführung Deutsch als pdf
Introduction Englisch as pdf

27.10.

2. Das Fürstentum Moldau seit seiner Gründung bis ins 18. Jahrhundert – Eigenständigkeit und Vasallentum
Daniel Ursprung (Zürich)

3.11.

3. Moldova divided. The long 19th century
Andrei Cușco (Chișinău)

10.11.

4. Die Moldau, (Süd)Bukowina und (Groß)Rumänien ab 1918
Svetlana Suveica (Göttingen)

17.11.

5. Bessarabia and Transnistria, 1917–1991
Igor Cașu (Chișinău)

24.11.

6. Sprachen, Ethnien und Nationen in einer (post)imperialen Kontaktzone
Tobias Weger (München)

1.12.

7. The Republic of Moldova, Transnistria and the unifinished transition after 1991
Petru Negura (Regensburg)

14.12.

8. Filmscreening „Vergessener Holocaust“
Präsenztermin an der Universität Innsbruck, gesonderte Informationen folgen (Aufzeichnung wird verfügbar gemacht)
Trailer

15.12.

9. Moldau und darüber hinaus: Kultur und Zivilgesellschaft als kommunizierende Systeme
Josef Sallanz (Berlin)

12.1.

10. Europa in Bessarabien in den russischen Reiseberichten im 19. Jahrhundert
Galina Corman (Chișinău)

19.1.

11. Ein Land in Bewegung – die Moldauer als „Global Community“
Jana Stöxen (Regensburg)

26.1.

12. The historical relations between Moldava and the Ukrainians
Nataliya Nechayeva-Yuriychuk (Tscherniwzi/Czernowitz)

Konzept

Mit dem Angriffskrieg Russlands ist auch die Republik Moldau mit der abtrünnigen „Republik“ Transnistrien stärker in den Fokus der medialen Berichterstattung gerückt. Moldauer begegnen uns gleichsam täglich, meist unerkannt, vor allem als Arbeitsmigrant:innen. Ihr Herkunftsland ist eine terra incognita. Diese hybride, institutionenübergreifende Ringvorlesung widmet sich den Moldauern und der Moldau als Region, Gesellschaft und Staat, als Teil einer europäischen Geschichte.

Ziel ist es somit, Geschichte und Gegenwart der Republik Moldau und der historischen Region Moldau in größere räumliche und kulturelle Zusammenhänge einzubetten. Die vermeintlich in mehrfacher Randlage befindliche Region rückt in den Mittelpunkt einer verflechtungsgeschichtlichen Darstellung. Ausgehend von der heutigen Republik Moldau werden verschiedene historische Perspektiven auf die Region und ihre volatilen Grenzen entwickelt.

Historische Längsschnitte (2.–7.) und zeitgenössische Bestandsaufnahmen (8.–11.) entwerfen eine Beziehungsgeschichte der Moldau, ihrer Bevölkerung und ihrer jeweiligen herrschaftlichen Rahmungen. Politische, ökonomische, soziale und kulturelle Entwicklungen werden jeweils in der Zusammenschau und in verflechtungsgeschichtlicher Perspektive behandelt. Die verschiedenen imperialen wie postimperialen Bezugspunkte und ihre wechselnde Bedeutung für Republik und Region Moldau machen die Vielschichtigkeit der moldauischen Kultur wie auch Chancen und Bedrohungen einer Gesellschaft an der Schnittstelle der Zivilisationen nachvollziehbar. Drei stärker diskursiv angelegte Formate (12.–14.) vertiefen die Auseinandersetzung mit der Moldau.