Verbannung und Exil

Die Botschaft von Rumänien in der Bundesrepublik Deutschland in Berlin veranstaltet am 13. September 2017 den Thementag „Verbannung und Exil. Ovid|Rumänien|Europas Identität|Mutterland Wort“ anlässlich des zweitausendsten Todestags Ovids.

Ovid starb in der Verbannung – vor 2000 Jahren. Am Schwarzen Meer in der Stadt Tomis. Sie heißt heute Constanta und ist Rumäniens Stadt am Meer und zur Welt.
Ovids Verse klagen immer noch über das Ausgesetzsein, über Exil und Verbannung. Die Epistulae ex Ponto und die Tristia beschwören immer noch und ersehnen Rückkehr und Heimat. Zugleich lassen sie wie die Metamorphosen erkennen: es gibt nur eine wirkliche Zuflucht, ins „Mutterland Wort“, von der die aus der Bukowina stammende Dichterin Rose Ausländer dichtete.
Ohne die Leidensfähigkeit, ohne den Willen der Menschen, sich das innere Vaterland – die Freiheit – zu erkämpfen sowie Literatur und Kunst als Überlebensmittel zu erkennen, wäre Europa verloren. Wir brauchen die „Atemschaukel“ der Dichterinnen und Dichter, der Historiker und Juristen, die wie Herta Müller auf Menschenrechte, Selbstverantwortung und Solidarität setzen.
Rumänien liegt im Herzen Europas. Es ist ein Land im Aufbruch, ständig unterwegs zu sich und zu anderen Nationen. Es braucht gerade jetzt europäischen Geist und die Sprache der Dichter wie Ovid.
Deshalb lädt der Botschafter Rumäniens in der Bundesrepublik Deutschland, S.E. Emil Hurezeanu ein zu Vorträgen und Gesprächen, die Erkenntnisse weiten können. Verbannung, Ausgrenzung, Zensur und Exil gehören nicht zu Europa.

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